Ratgeber: Richtiges Verhalten im Autotunnel

Führerscheinverlust im Ausland. © spothits
Führerscheinverlust im Ausland. © spothits

Bei der Fahrt durch einen Tunnel beschränkt sich die Wahrnehmung vieler Autofahrer vor allem auf eins: die Angst vor einem Unfall oder einer Panne in der Röhre. Da auch in einem solchen Fall richtiges Verhalten Leben retten kann, ist es sinnvoll, diese Situation vorher im Kopf einmal durchzuspielen.

© spothitsRatgeber: Richtiges Parken des Wohnwagens. © spothits/Logo
Reise

Richtiges Verhalten Leben retten kann

Die Fahrt durch einen Tunnel ist vielen Menschen unangenehm, denn die Röhre ist im Vergleich zu draußen dunkel und eng. Der Gedanke daran, in dem Tunnel möglicherweise in einen Stau zu geraten oder in einen Unfall verwickelt zu werden, verstärkt das Unwohlsein. Dazu merken Experten allerdings grundsätzlich an, dass die Sicherheit in europäischen Tunneln über die Jahre hinweg noch deutlich zugenommen hat. Zudem gelten Tunneldurchfahrten als weniger gefährliche Strecken, da die Autofahrer aufmerksamer unterwegs und geringeren Ablenkungen ausgesetzt sind als im Freien. Zudem ist in Tunneln die Geschwindigkeit in der Regel streng limitiert.

Um sicher durch einen Autotunnel zu gelangen, sollte beim Einfahren das Abblendlicht eingeschaltet und gegebenenfalls die Sonnenbrille abgenommen werden. Im weiteren Verlauf der Fahrt sollte man möglichst weit rechts fahren, das Tempolimit strikt einhalten und auf einen größeren Sicherheitsabstand zum vorausfahrenden Fahrzeug achten als auf freier Strecke. Eine konzentrierte und defensive Fahrweise tut ein Übriges, um Unfälle zu verhindern.

Kommt es in der Röhre dennoch zu einem unvorhergesehenen Ereignis, einem Stau oder einem Unfall sollte das Fahrzeug mit etwas Abstand zum Vordermann rechts gestoppt werden und die Warnblinkanlage einschalten. Die Rettungsgasse muss auch im Tunnel frei bleiben. Kommt der Verkehr vollständig zum Stillstand, sollte der Motor ausgeschaltet, die Lüftung bzw. Klimaanlage des Autos auf Umluft geschaltet werden, um Abgase möglichst außen vorzuhalten, und auf Informationen oder Durchsagen im Radio achten.

Wer selbst von einer Panne betroffen ist, lenkt sein Fahrzeug wenn möglich auf einen Seitenstreifen oder in eine Nothaltebucht. Wie im Freien muss nach dem Einschalten des Warnblinkers eine Warnweste übergestreift und die Unfallstelle ordnungsgemäß mit einem Warndreieck gesichert werden. Dann sollte ein entsprechender Notruf über eines der zahlreichen Notfalltelefone abgesetzt werden, die sich in kurzen Abständen in den Tunneln befinden. Das ist sinnvoller als über das Handy Hilfe zu rufen, da die Helfer das Notfalltelefon genau lokalisieren können. Wer sein Auto verlässt, sollte es immer unversperrt und mit steckendem Zündschlüssel zurücklassen, damit Rettungskräfte es bei Bedarf bewegen können.

In dem von vielen Autofahrern befürchteten (Not-)Fall, dass der Tunnel verstopft ist und sich durch ein Feuer Rauch oder Qualm ausbreitet, ist das Fahrzeug wie zuvor beschrieben abzustellen und der Tunnel schnellstmöglich über den nächsten Fluchtweg, der in entgegengesetzter Richtung zur Rauchentwicklung liegt, zu verlassen. Wirklich keinesfalls sollte man versuchen, zu wenden oder rückwärtszufahren, betonen die Sicherheitsexperten.

sph/ampnet/nic

Weitere Meldungen