DS4 Crossback: Göttlicher Funke

DS4 Crossback: Göttlicher Funke. © spothits/Auto-Medienportal.Net/Citroen
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DS4 Crossback: Göttlicher Funke

Seit 2014 gibt es auf dem deutschen Markt offiziell eine neue Automarke: „DS Automobil“. Das französische Label vollzog bei Citroën vor Jahresfrist endgültig die Emanzipation der gehobenen Modelle, die die Franzosen seit 2010 unter dem Kürzel DS vertreiben, zur eigenen Marke.

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Der DS4

Als Hommage an die DS von 1955 treten die aktuellen DS-Modelle nun als Premiummarke von Citroën an. Drei Modelle bietet DS Automobile hierzulande aktuell an. Der DS3 basiert als Kleinwagen auf dem C3 von Citroën, der DS5 vertritt die Marke in der Mittelklasse und der DS4 beackert das Feld der Kompakten seit 2011. Nach einem gründlichen Facelift und mit neuer Antriebstechnik geht der DS4 nun in die zweite Halbzeit seines Modelzyklus. Neu ist zudem die Variante Crossback.

Rund 50 000 DS-Modelle hat Citroën seit 2010 in Deutschland verkauft. Knapp 600 000 waren es weltweit. Besonders in China erfreut dich das Label DS großer Beliebtheit. Die Franzosen haben im Reich der Mitte bereits eine eigene Fertigung errichtet, die bis zu 270 000 Einheiten pro Jahr produzieren kann. Für den Vertrieb richtet PSA (Peugeot/Citroën) ein Netz von eigenen „Stores“ ein, von denen aktuell 112 aktiv sind, 100 davon in China. In Deutschland konzentriert sich der Ausbau der Vertriebsstützpunkte vor erst auf die Großstädte. In den ersten neun Monaten des laufenden Jahres summierten sich die DS-Zulassungen auf 3165 Einheiten.

DS4 und DS4 Crossback basieren technisch auf dem kompakten Citroën C4. Mit 4,28 Meter Länge bewegt sich der Viertürer im üblichen Rahmen der Klasse, die mit 26,6 Prozent Anteil das größte Segment in Deutschland bildet. Im Geist der klassischen DS (die „Göttliche“) setzen die Macher bei DS Automobil einen Schwerpunkt beim Design, damit der göttlich Funken auch 60 Jahre nach der spektakulären Premiere des Ur-DS zündet. Die harmonischen runden Linien der DS4-Reihe haben mit einem neuen markanteren Grill deutlich mehr an optischem Profil gewonnen. Die Scheinwerfer kombinieren Xenonlicht, mit 84 LED-Leuchteinheiten für das Tagfahrlicht. Das Heck mit seinen charakteristischen Leuchteinheiten und ausgewogenen Proportionen wirkt ebenso ansprechend und weist dem DS4 in seiner Klasse in Punkto Design tatsächlich eine Sonderstellung zu. Mit schmalen Fugen und sauber eingepassten Anbauteilen vermittelt die Karosserie zudem das Maß an Qualität, das der Premiumanspruch des Labels weckt.

Die Version Crossback transportiert mit höherer Bodenfreiheit, einer Dachrehling und akzentuierten Kotflügeleinfassungen zumindest optisch einen Hauch von SUV. Doch wirklich geländetauglich wird die Version damit nicht.

Der bei DS4 und DS4 Crossback identische Innenraum kann formal den gehobenen Ansprüchen ebenfalls genügen. Bei den verwendeten Materialien sind jedoch kleine Abzüge in der B-Note fällig. Es verteilt sich immer noch viel Kunststoff für eine kleine Luxuslimousine und bei genauer Betrachtung ist uneingeschränkte Perfektion bei Passung und Entgratung ein Ziel, das noch Raum zur Nacharbeit offen lässt.

Bei der Antriebstechnik vertraut DS Automobil auf die gehobenen Leistungsstufen. Die drei Benziner mobilisieren 96 kW / 130 PS, 121 kW / 165 PS und 155 kW / 210 PS. Die drei Diesel treten mit 88 kW / 120 PS, 110 kW /150 PS und 132 kW / 180 PS an. Der DS4 Crossback ist ausschließlich mit einem Benziner (96 kW / 130 PS) und zwei Dieseln (88 kW / 120 PS, 132 kW / 180 PS) verfügbar. Der stärkere Selbstzünder ist zudem das einzige Modell der DS4-Reihe, das der Hersteller mit einer Sechsgang-Automatik ausstattet.

In der Praxis erfüllt der 180 PS-Diesel alle Ansprüche, die mit dem Attribut „Premium“ verbunden sind. Der Motor arbeitete leise und liefert mit seinen 400 Newtonmetern maximales Drehmoment ordentliche Durchzugskraft. Im Licht von 1450 Kilogramm Leergewicht ist die Leistungsstufe keine Verschwendung. Denn angesichts von 9,3 Sekunden für den Spurt aus dem Stand auf Tempo 100 ist der DS3 Crossback nicht gerade ein sportives Füllen. Die Mission ist eindeutig dem Komfort verpflichtet. Doch gerade die doch recht straffe Federung stößt bei kurzen Stößen durch Fahrbahnunebenheiten, die wegen zunehmend vernachlässigten städtischen Pisten voll im traurigen Trend liegen, zu früh an ihre Grenzen. Zumal bei denjenigen, die noch den legendären Fahrkomfort der hydropneumatischen Federung der seligen DS im Hinterkopf haben.

Der Fond des DS4 ist etwas knapp bemessen und der Zustieg könnte ebenfalls komfortabler ausfallen. Die 385 Liter Gepäckraumvolumen fallen klassenüblich aber nicht bahnbrechend aus.

Bei der Preisgestaltung hat DS Automobil für den DS4 eine Punktladung im Premiumsegment hingelegt. Unter 23 990 Euro für den Basisbenziner geht gar nichts. Mit einem Diesel sind mindestens 25 990 fällig. Der Einstiegspreis für den Crossback liegt bei 25 490 Euro und der starke Diesel setzt eine Investitionsbereitschaft von mindestens 31 390 Euro voraus. Damit der Anspruch an Premium auch im Detail in der Wirklichkeit ankommt, sind noch viele Kreuzchen in der langen Liste für Optionen fällig. Die wirklich ansprechende Top-Lederausstattung mit weichem Oberflächen und aufwendigem Karomuster auf den Sitzflächen schlägt mit strammen 3940 Euro extra zu Buche. Dabei gehen immer noch weiter 1200 Euro, bis auch der Armaturenträger in feine Rinderhaut gehüllt ist. Schmucke 19-Zöller schlagen mit 1737 Euro zu Buche. Rückfahrkamera, Hi-Fi, schlüsselloser Zugang. Siebenzoll-Touchscreen und andere Benevolenzen sind einzeln verfügbar oder in Paketen zusammengefasst, die rasch dafür sorgen, dass der Preis für das Testfahrzeug die Schwelle von 40 000 Euro reißt. Für ein kompaktes Importauto eine Ansage, die den Wert zum Bestseller nicht gerade erleichtert. In den ersten neun Monaten des Jahres haben sich erst 1009 Kunden für einen DS4 entschieden.

sph/ampnet/tl

Technische Daten DS4 Crossback Blue HDi 180

Länge, Breite, Höhe (in m): 4,28, 1,81, 1,5
Radstände (m): 2,61
Motor: Reihenvierzylinder-Diesel, Turboaufladung
Hubraum: 1997 ccm
Leistung: 133 kW / 180 PS bei 3750 U/min
Max. Drehmoment: 400 Nm ab 2000 U/min
Kraftübertragung: Sechsgang-Schaltgetriebe
Beschleunigung 0 auf 100 km/h: 9,3 s
Höchstgeschwindigkeit: 217 km/h
Durchschnittsverbrauch auf 100 km: 5,3 Liter
CO2-Emissionen: 138 g/km (Euro 6)
Effizinezklasse: A
Gepäckraumvolumen: 385 l
Zuladung: 480 kg
Leergewicht: 1495 kg
Anhängelast: 1550 kg
Tankvolumen: 60 l
Preis: 31 390 Euro

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