Test Opel Corsa 1.6 OPC: Rennkugel mit 207 PS

Test Opel Corsa 1.6 OPC: Rennkugel mit 207 PS. spothits/Opel
Test Opel Corsa 1.6 OPC: Rennkugel mit 207 PS. spothits/Opel

207 PS auf kleinstem Raum wollen gebändigt werden. Im kleinen Opel Corsa OPC stecken sie in einem noch kleineren Motorraum, der Fahrer sitzt im engen Beinahe-Schalensitz über sehr kurzem Radstand und spürt daher auch bei unüblich langsamer Fahrt jede Unebenheit auf der Fahrbahn bis hin zum groben Split frisch reparierten Asphalts. Alles rüttelt an der Lenkung und schüttelt Fahrer, Fahrwerk und Auto ständig.

Kein Wunder, ich sitze in der alltagstauglichen Version einer Rennkugel-Ausführung des Corsa, einst dem kleinsten Auto des Rüsselsheimer Automobilwerkes und zur Geburtsstunde als Programm-Abrundung nach unten für unterhalb des Kadett gedacht. Heute gibt`s anstelle des Kadetts den Astra – übrigens auch als OPC erhältlich. Der Corsa ist geblieben, ihm zur Seite haben sich Karl und Adam gesellt, doch nur der Corsa erhielt – bisher – die OPC-Spritze. Und OPC heißt: Opel Performance Center, ist also so etwas wie AMG für Opel. Früher war das Irmscher für Opel und da hat Walter Röhrl noch einen Ascona über die Rallyepisten der Welt gescheucht.

Kaum zu bändigen…

Jetzt bläht der Corsa seine Nüstern und schnauft und schniebt wie seine größeren Brüder, der Astra OPC und der Insignia OPC. Alle drei sehen sie aus wie Rennpferde, die mit den Hufen scharren. Tun sie ja auch mit Leistung im Überfluß. Wer braucht schon auf der normalen Straße einen 100-Spänner… Aber mit serienmäßig 207 PS läßt sich auch im Rennsport in der 1.600-Klasse ordentlich mitmischen. Oder eben auch – so man will, ständig neue Bestmarken als seine Duftnoten in den Asphalt brennen. Und da der kleine OPC schon mal etwas übermütig wird, muß man beim Gasgeben das Lenkrad wie mit Schraubstock-Fingern festhalten.

Dafür beschleunigt er von 0 auf 100 wie sein großer Bruder, der Insignia OPC. Und schiebt auf heißer Spur allerdings dann schnell über die Vorderräder weg, hebt das kurveninnere Beinchen auch ab und zu an, kommt aber nur mit kleinen Lenkbewegungen schnell zurück auf die Strecke, gleich, ob sie aus Asphalt gegossen oder einfach mit Schotter aufgeschüttet ist. Da juckt es doch schon hin und wieder, die ehemalige Bergrennstrecke am Krähberg im Odenwald oder Wartenbergstraße hinunter ins Polenztal und wieder hinauf zur Burg Hohnstein zu fetzen. Aber da kommen ja aber an schönen Tagen ständig Motorräder auf den Knien daher rutschend entgegen!

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