Ford Mustang für die Kleinen: Früh übt sich…

Ford Mustang für die Kleinen: Früh übt sich. © spothits/Ford
Ford Mustang für die Kleinen: Früh übt sich. © spothits/Ford

Wenn sich Vater oder Mutter einen neuen Ford Mustang geleistet haben, warum sollten die Kinder auf ein solches Gefährt verzichten? Das fragten sich kürzlich in den USA Ingenieure von Ford und ihre Kollegen bei einem Spielzeugproduzenten, der in der Nähe der Niagara-Fälle seine Zentrale betreibt. Zusammen stellten sie rechtzeitig vor Weihnachten einen Ford Mustang in kindgerechten Dimensionen auf vier Räder. Mit Elektroantrieb und einer Vielzahl technischer Raffinessen.

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Zusammen mit dem Spielzeug-Hersteller Fisher-Price aus dem Nest East Aurora im US-Bundesstaat New York stellte Ford ein getreues Abbild des neuen Ford Mustang in klein vor. Nicht zum ersten Mal arbeitete Fisher-Price dabei mit einem Automobilkonzern zusammen. Im aktuellen Versandkatalog sind für die Kleinen zum Beispiel ein Porsche 911, ein Cadillac Escalade, ein Jeep Wrangler oder ein Ford F-150 unter der registrierten Marke Power Wheels bestellbar. Alle mit Elektroantrieb, viele mit Audio-Anlage und Beleuchtung. Der zweisitzige Power Wheels Smart Drive Ford Mustang – laut Fisher Price für Kinder zwischen drei und sieben Jahren geeignet – stellt in punkto fortschrittlicher Technik aber das meiste davon in den Schatten.

Im Mittelpunkt steht die computergesteuerte Antriebseinheit, die dem kleinen Auto fast die Eigenschaften eines großen verleihen soll: Eine Traktionskontrolle mit einer Art ESP verhindert das Durchdrehen der angetriebenen Räder auf rutschigem Untergrund und sorgt auf unebenen Gelände dafür, dass alle vier Räder ständig Bodenkontakt haben. Sollte das Fahrzeug in Schieflage geraten, schaltet ein Neigungssensor den Motor ab und verhindert so einen Überschlag.

Per Tempomat können die Eltern die Höchstgeschwindigkeit drosseln, die in der Spitze acht km/h vorwärts und vier km/h rückwärts beträgt, wobei das Gewicht der Insassen zusammen mit möglicher Ladung keine Rolle spielt, wenn es unter 60 Kilo bleibt. Sanftes Anfahren und Bremsen ermöglicht der Antriebsstrang ebenso wie zügige Beschleunigung und kurze Bremswege. Und natürlich darf auch ein Touch-Screen-Display im Armaturenbrett nicht fehlen, mit dem wichtige Funktionen überwacht werden. Nur Airbags und Seitenaufprallschutz sind nicht vorhanden.

Besonderen Spaß dürfte den Kleinen das eingebaute Soundsystem bereiten. Es verbreitet Motorgeräusche, die bei einem echten Ford Mustang aufgezeichnet wurden und an Lautstärke immer mehr zunehmen, je mehr das Tempo steigt – wie beim Vorbild. Stolz verweist Fisher-Price in diesem Zusammenhang darauf, dass der kleine Mustang den größten Lautsprecher aufweist, den das Unternehmen je in der Serie Power Wheels eingesetzt hat. Eine Anschlussmöglichkeit für einen MP3-Player darf da natürlich auch nicht fehlen.

Zwar gestaltete es sich ziemlich kompliziert, Karosseriedetails und Dimensionen eines echten Ford Mustang zu miniaturisieren. Doch alles, was von den tatsächlichen Designdaten in die kleinere Ausgabe einfließen konnte, wurde übernommen. Mit Erfolg. „Der Mustang ist jetzt schon einer unserer meistverkauften Sportwagen, sagt Gary Collins, Design-Chef bei der Fisher-Price-Abteilung Power Wheels. „Unser Ziel war es von Anfang an, den Kindern ein so realistisches Fahrerlebnis wie nur irgend möglich zu geben, wenn sie hinter dem Lenkrad sitzen.“ So können sich die Sprösslinge in den USA, wo der Mini-Mustang 360 Dollar (rund 340 Euro) kostet, frühzeitig auf den American Way of Drive vorbereiten. Ob das Auto auch nach Deutschland kommt, hat Fisher-Price noch nicht entschieden.

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