Vorstellung Opel Ampera-e: Platz da, Tesla

Opel Ampera-e. Foto: spothits/ampnet/Opel
Opel Ampera-e. Foto: spothits/ampnet/Opel

In Deutschland läuft er noch als „zukünftiges Modell“, in Norwegen ist er bereits bestellbar – und in den USA gibt es ihn als praktisch identisches Schwestermodell Bolt EV unter der Marke Chevrolet schon einige Zeit: Die Rede ist vom Opel Ampera-e, mit dem die Rüsselsheimer der Elektromobilität zum entscheidenden Sprung nach vorn verhelfen wollen.

Die Voraussetzungen stehen nicht schlecht, denn der Ampera-e räumt mit einem entscheidenden Nachteil elektrisch angetriebener Autos auf: Er kommt mit einer Ladung bis zu 500 Kilometer weit; unter Alltagsbedingungen sollen es immer noch an die 400 Kilometer sein Mit seiner eindrucksvollen Reichweite befindet er sich in der Gesellschaft vieler konventionell angetriebener Autos, und unter den E-Mobilen können ihm nur die sehr viel teureren Modelle von Tesla das Wasser reichen. Eine halbe Stunde an der öffentlichen Schnell-Ladesäule presst rund 150 Kilometer Reichweite in den voluminösen Batteriesatz. An der Haushaltssteckdose sind es in der gleichen Zeit allerdings nur sechs Kilometer – eine ernüchternde Zahl. Immerhin ist der Strom (sogar in Deutschland) erheblich billiger als einmal Volltanken.

Doch es sind ohnehin in den seltensten Fällen die Kosten, die den Ausschlag für den Kauf eines Elektroautos geben – schließlich ist der Einstandspreis nicht von Pappe. Wie beim Ampera-e: Wir rechnen mit einem Kaufpreis von rund 37 000 Euro, wovon allerdings die vom Staat ausgelobte Subvention in Höhe von 4000 Euro abgezogen werden darf.

Den relativ hohen Kaufpreis kann die fortschrittlich gesinnte Kundschaft leicht verschmerzen, geht es ihr doch meist darum, ein sichtbares Symbol für den Umweltschutz und eine lokal emissionsfreie Form der Mobilität zu setzen. Es kommt diesen Fahrern entgegen, dass der Ampera-e eine eigenständige Form aufweist: Mit kurzer Frontpartie, hohem Dach und futuristischen Designelementen besitzt er einen hohen Wiedererkennungswert. Das „schwebende Dach“ allerdings hat man auch woanders schon gesehen, und bei den zerklüfteten Alufelgen und den schlangenförmigen Lichtleitern, die sich durch das Rückleuchtengehäuse winden, sind die Designer etwas über das Ziel hinausgeschossen: Sie orientieren sich an US-amerikanischem Geschmack. Der Opel Ampera-e und das Schwestermodell Chevrolet Bolt sehen praktisch identisch aus.

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