Cabrio-Sommer 2017: Die Qual der Wahl zwischen klein und groß

Vom Cinquecento Riva Cabrio zum LandRover Discovery Cabrio

Range Rover Evoque Cabrio. Foto: spothits/Land Rover
Range Rover Evoque Cabrio. Foto: spothits/Land Rover

Dennoch entschädigt der Spaß am S3 Cabrio, wenn man die bekannten Odenwald-Bergrennstrecken hinauf oder hinunter fährt und in jede Kurve per paddle geschaltet hineinfährt. Und fühlt sich wie weiland Prinz Poldi, der mit einem Wooding-Mini zahlreiche Bergrennen fuhr – und gewann.

Range Rover Evoque Cabrio

Wenn man das Gepäckabteil des Range Rover Evoque Cabrio zum Getränke kaufen nutzen will, muss man beachten, dass unter dem Verdeckfach keine Bierkiste, geschweige eine Sprudelkiste mit Dreiviertel-Liter-Flaschen reingeht. Hochgestellt, selbstverständlich, flach gelegt rutschen die Flaschen ja aus der Kiste. Aber man hat ja den Rücksitz als Ausweich-Ablagefläche. Berücksichtigt man das, auch wenn LandRover auf seiner homepage mit der Skidurchlademöglichkeit wirbt, kommt man je nach Sonnenlaune gut gelaunt durch den Sommer. Und wer will schon im Sommer Ski laden? Dass es geht, ist toll, denn auch auf dem Weg zur Skipiste hat man auch winters gerne frische Luft und Sonne um die Nase, so lange es nicht zu kalt wird. Dafür kann man in den Übergangsmonaten seine Nordic-Stocherstöcke zwischen den Rücksitzen hindurch in den Kofferraum schieben. A propos Kofferraum: Der ist wegen des Verdeckfaches auch für Urlaubsreisen zu viert ein wenig eng geraten, vorzugsweise sollte sich jeder Mitreisende auf nur eine Hand voll Klamotten und ein paar urlaubsnotwendige Utensilien beschränken.

Unbeachtet dieser paar Kleinigkeiten ist der uneingeschränkten Nutzung dieses Riesencabrios grenzenlos. Zu viert über den Strand an manchen Atlantik- oder Nordseeküsten fetzen, wenn es denn mal erlaubt ist, macht schon riesig Spaß. Und manchmal können die Rücksitzer bei eher gemächlicher Fahrt schon mal eine Etage höher klettern und auf dem versenkten Cabriodach sitzen. Oder in flachem Wasser fahren wie schwimmen. Daß das ginge, zeigt ein Werbevideo von Landrover, wahrscheinlich aber nur bei einer handbreit Meer unter den Rädern.

Ansonsten fährt sich das Cabrio wie die Limousine der Evoque Baureihe, läßt man die paar Windgeräusche außer Acht und die ungnädigen Holperer bei schlechten Wegstrecken, wenn das SUV-Cabrio wegen der versteiften Karosserie eben nicht so weich federt. Wie schon ein Kollege des Münchner Fakten-Fakten-Politikplattes sagte: Luxuriös zwischen Protz und Trotz. Mit diesem Auto würde ich gerne weiter trotzig sein wollen.

spothits/Heiner Klempp

Die Preise

Fiat Cinquecento Riva Cabriolet

0.9 8V TwinAis Start &Stopp (müßte eigentlich Stopp&Start heißen!) – 77 kW/105 PS Verbrauch kombiniert 4,2 l/100 km Werksangabe
ab 24.800 Euro zzgl. Sonderausstattung ca. 3.200 Euro

Audi S3 Cabriolet

2.0 TFSI quattro S tronic (228 kW /310PS) Verbrauch kombiniert 6,8 l/100 km Werksangabe, Testverbrauch 10,4l/100 km
ab 50.700,00 Euro, Preis des Testwagens 65.750 Euro

RangeRover Evoque Cabrio SE Dynamic

2.0 TD4 Diesel, 132 kW/180 PS Verbrauch kombiniert 5,7 l/100 km Werksangabe, Testverbrauch 8,2 l/100 km
ab 56.300 Euro zzgl. Sonderausstattungen

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