Zeichen der Zeit: BMW i8

Zeichen der Zeit: BMW i8. © spothits/Pixland/Thinkstock
Zeichen der Zeit: BMW i8. © spothits/Pixland/Thinkstock

Hybrid ist in, wie schon Porsche und McLaren auf beeindruckende Weise gezeigt haben. Nun legt auch BMW nach. Der i8 spielt zwar nicht in der (Preis-)Klasse der Supersportler, braucht sich aber dennoch nicht zu verstecken – das wäre angesichts seines Designs ohnehin zwecklos.

Zeichen der Zeit: BMW i8. © spothits/Pixland/Thinkstock
Zeichen der Zeit: BMW i8. © spothits/Pixland/Thinkstock

Blau-weißer Aha-Effekt

Der neue Bußgeldkatalog ist seit einigen Tagen in Kraft. Weniger Punkte, aber höhere Strafen, so das neue System, das zu mehr Umsicht in Straßenverkehr führen soll. Der i8 ist vor diesem Hintergrund wohl nicht die klügste Wahl – aber dennoch eine sehr gute. Gebrauchtwagenhändler wie carsale24.de dürfen sich in den nächsten Jahren auf eine hohe Nachfrage des bayerischen Hybriden im Science-Fiction-Gewand freuen.

»Freude am Fahren« neu definiert

Die Grundform des i8 erinnert an den BMW M1 von damals. Damals, das war Ende der Siebziger, als Hybridmotoren noch ferne Zukunft waren. Heute sind sie das nicht mehr: Das Elektroaggregat des i8 liefert 131 PS, dazu kommt ein Dreizylinder mit 231 PS. Wie bei allen Hybriden wird die maximale Leistung – und damit der maximale Fahrspaß – im kombinierten Modus abgerufen. 362 PS klingen gut und fühlen sich auch so an, da BMW mit dem i8 einmal mehr zeigt, dass der Firmen-Slogan mehr als nur ein Slogan ist.

Schnittiger Untersatz für Gutbetuchte

Laut BMW soll der i8 dank Hybrid-Modus nur 2 bis 3 Liter auf 100 km verbrauchen. Das sind schöne Werte auf dem Papier, doch mit der Realität haben sie nichts zu tun. Doch immerhin: Realistisch braucht der i8 rund 8 Liter, was für einen Sportler mit 362 PS und voller Ausstattung immer noch sehr gut ist. Noch besser ist alleine das Design: Mit dem i8 machen die Münchener einen Schritt in die Design-Zukunft. Die LED-Lampen verleihen dem i8 einen scharfen Blick, die breite Niere an der Vorderseite erweckt den Anschein, als wolle sich der i8 den Asphalt einverleiben. Alleine durch den Elektromotor kommt der BMW auf 320 Nm Drehmoment, kombiniert sind es satte 570 Nm. Der Sprint auf 100 km/h ist in Porsche 911 ähnlicher Zeit abgeschlossen. Der Preis für dieses Vergnügen: knapp 125.000 Euro.

Marktreife steht vor der Tür

Auch das Innere ist ein Erlebnis. Die digitalen Instrumente starten auf Knopfdruck und zeigen Features, die man auch von anderen neuen BMWs kennt, etwa den iDrive-Controller. Es fällt nicht schwer, sich an diesem Arbeitsplatz wohlzufühlen. Das Fahrgefühl lässt ebenfalls keine Wünsche offen: Schaltlöcher werden von der Elektroeinheit aufgefangen, im Hybrid-Modus fühlt sich der i8 flüssig und tadellos an. Die ersten Eindrücke sind in der Summe ganz hervorragend, viel seriennäher kann der i8 eigentlich kaum noch werden. Die zahlungskräftige Kundschaft darf sich schon einmal um einen weiteren Garagenplatz bemühen.

sph/koe

spothits-Exklusiv-Tests

Weitere Meldungen