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Geely-Gründer Li Shufu gibt den Vorsitz des Verwaltungsrats zum 18. August 2026 ab. Das Management übernimmt mit An Conghui, auch Andy An genannt, ein langjähriger Vertrauter aus den Firmenkreisen; Li bleibt dem Konzern aber als repräsentativer Ehrenvorsitz und Großaktionär erhalten.
Li Shufu zieht sich formal zurück – bleibt aber präsent
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Li Shufu scheidet zum 18. August 2026 sowohl als Vorsitzender des Verwaltungsrats als auch als Executive Director aus. Das Unternehmen ernannte ihn zugleich zum Honorary Chairman for Life, einer repräsentativen Position ohne operative Zuständigkeit.
Unternehmensangaben zufolge behält Li seine große Beteiligung an Geely und habe «derzeit keine Absicht, seine Beteiligung zu reduzieren». In einer Mitteilung äußerte er: „Ich habe volles Vertrauen in die zukünftige Entwicklung des Unternehmens unter der Führung des neuen Chairman, des Managementteams und des Verwaltungsrats.“
An Conghui übernimmt den Vorsitz
Als neuer Chairman rückt An Conghui an die Spitze. Geely beschreibt die Personalentscheidung als geordneten Schritt innerhalb einer bereits im Juni angekündigten Nachfolgeplanung.
Der Konzern hebt Ans lange Erfahrung in verschiedenen Funktionen der Gruppe hervor und nennt sein Verständnis für Strategie und operative Abläufe als Entscheidungsgrund. Gleichzeitig betont das Unternehmen, mögliche Interessenkonflikte weiterhin nach den Regeln der Hongkonger Börse und interner Governance-Vorgaben zu überwachen.
Wechsel auf der Managementebene
Die Führungsumbesetzungen betreffen auch das operative Management: Der bisherige CEO Gui Shengyue wird Vice Chairman, während Gan Jiayue, bislang Executive Director, die Aufgabe des CEO übernimmt.
Daniel Li Donghui legt sein Amt als Vice Chairman nieder, verbleibt jedoch als Executive Director im Verwaltungsrat. Geely begründet die Änderungen mit der internen Kontinuität und der Managementerfahrung der Nachfolger.
Wachstum, Exportoffensive und Produktionspläne
Die Personalentscheidung fällt in eine Wachstumsphase des Konzerns. Im zweiten Quartal 2026 stieg der Nettogewinn um 36 Prozent auf 4,9 Milliarden Yuan; der Umsatz wuchs um 15 Prozent auf 89,8 Milliarden Yuan.

Treiber ist vor allem das Auslandsgeschäft: In den ersten sechs Monaten verdoppelten sich die Exporte auf 474.228 Fahrzeuge. Geely versucht damit, eine schwächere Inlandsnachfrage teilweise auszugleichen.
Zur Beschleunigung der internationalen Expansion plant Geely unter anderem die Übernahme von Produktionskapazitäten im Ford-Werk in Valencia (Spanien). Außerdem soll in Brasilien die lokale Fertigung der Modelle EX5 und EX2 starten; die Produktion ist über ein Gemeinschaftsunternehmen mit Renault vorgesehen.
Trotz der positiven Entwicklung bleibt Geely im Exportgeschäft hinter dem chinesischen Wettbewerber BYD. BYD setzte im ersten Halbjahr außerhalb Chinas mehr als 812.700 Fahrzeuge ab, heißt es in Branchenzahlen.
Ein personeller Einschnitt mit Blick auf Kontinuität
Der Rückzug des Firmengründers aus operativen Funktionen zählt zu den bedeutendsten personellen Veränderungen in der Geely-Historie. Zugleich setzt der Konzern auf Bewährtes: Alle Nachfolger kommen aus den eigenen Reihen und sollen den internationalen Kurs fortführen.












