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Der britische Motorradprofi Sam Sunderland ist am 5. September 2026 in London zu einer Weltumrundung gestartet. Mit einer vorbereiteten Triumph fährt er die rund 29.000 Kilometer lange Strecke und versucht, die bisherige Bestzeit für eine Motorrad-Umrundung zu unterbieten.
Angestrebte Marke und historische Bezugsgrößen
Sunderland, bekannt als zweifacher Dakar-Sieger, tritt die Reise auf einer Triumph Tiger 1200 Rally Explorer an. Sein Ziel: die Distanz in weniger als 19 Tagen zurücklegen. Als Vergleichswert gilt die Zeit von 19 Tagen, 8 Stunden und 25 Minuten, die Kevin und Julia Sanders 2002 auf einer BMW R 1150 GS erreichten.
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Obwohl Guinness World Records die Kategorie der schnellsten Motorrad-Weltumrundung inzwischen aus Sicherheitsgründen nicht mehr offiziell listet, orientiert sich Sunderland an den damals geltenden Regeln. In die Tradition solcher Langstreckenfahrten gehört auch Nick Sanders — bekannt als „Quick Nick“ — der in verschiedenen Jahren spezielle Rekordfahrten absolvierte. Seine Leistungen wurden jedoch teilweise nicht formell als Rekorde bestätigt, nachdem die Kategorie ausgesetzt worden war.
Geplante Route und Regeln des Versuchs
Die geplante Strecke führt Sunderland von London über Istanbul nach Südostasien, weiter nach Australien mit Perth und Sydney, durch Neuseeland, anschließend quer durch Nordamerika von Vancouver nach Montreal und schließlich über Casablanca zurück nach London. Insgesamt sind rund 18.000 Meilen (etwa 29.000 Kilometer) veranschlagt.

Wichtig für die Wertung: Die Landstrecken müssen auf demselben Motorrad und in derselben Fahrtrichtung zurückgelegt werden. Außerdem gehören das Erreichen von zwei einander gegenüberliegenden Punkten der Erde und die Einhaltung der Reglungen aus der Referenzperiode zu den Bedingungen. Die Zeitmessung wird während der Überfahrten zwischen den Kontinenten unterbrochen.
Tagesablauf, Belastung und Technik
Sunderland plant einzelne Etappen von bis zu rund 1.000 Meilen. Nach seinen Angaben können das bis zu 17 Stunden Fahrt am Tag bedeuten.
Solche Tagesdistanzen stellen hohe Anforderungen an Fahrer und Maschine. Neben wechselnden Straßen- und Wetterverhältnissen zählen vor allem Schlafmangel, körperliche Erschöpfung und administrative Hürden an Grenzen zu den größten Risiken.
- Schlafdefizit und Erholung zwischen langen Etappen
- Wetter und Straßenqualität, die von tropisch bis subarktisch reichen können
- Mechanische Belastung des Motorrads über viele tausend Kilometer
- Zoll- und Grenzformalitäten bei zahlreichen Grenzübertritten
- Zeitverschiebungen, die den Rhythmus zusätzlich stören
Triumph bereitet die Tiger 1200 Rally Explorer speziell für den Einsatz vor. Dennoch bleibt die kontinuierliche physische Belastung des Fahrers die entscheidende Herausforderung.
Für Beobachter ist der Versuch von Interesse, weil er Ausdauer, Logistik und Technik über einen internationalen Langstreckentest zusammenführt — auch wenn die offizielle Anerkennung von Rekorden in dieser Kategorie inzwischen problematisch ist.












