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Mitsubishi holt den legendären Pajero zurück — und zwar als ernsthaften Geländewagen. Nach dem Produktionsstopp 2021 und mehr als 3,2 Millionen verkauften Exemplaren rollt eine neue Generation an, die bewusst auf klassische Offroad‑Architektur setzt. Für Europa ist der Neustart jedoch bislang nicht gesichert.
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Im Gegensatz zu vielen Herstellern, die Geländewagen durch komfortorientierte SUVs ersetzt haben, fährt Mitsubishi eine andere Linie. Das neue Modell baut auf einem robusten **Leiterrahmen** auf und nutzt zahlreiche Komponenten des aktuellen Triton‑Pick‑ups (L200).

Die Kombination aus Leiterrahmen, Geländereduktion und permanentem Allrad mit dem bekannten **Super‑Select**‑System soll dem Pajero wieder echte Offroad‑Fähigkeiten verschaffen. Das Heck erinnert mit markanten Formen an frühere Generationen, die Proportionen bleiben klassisch und funktional.
Fahrwerk, Abmessungen, Geländewerte
Vorne arbeitet eine Doppelquerlenker‑Einzelradaufhängung, hinten eine neu entwickelte Starrachse. Das Setup ist auf Belastbarkeit und Fahrstabilität im Gelände ausgelegt.
Mit einer Länge von rund 4,92 Metern bewegt sich der Pajero auf Augenhöhe mit Wettbewerbern wie dem Toyota Land Cruiser, dem Ford Everest oder dem Nissan Patrol. Die Bodenfreiheit beträgt 230 Millimeter; großzügige Böschungswinkel unterstreichen den Anspruch, anspruchsvolles Terrain zu bewältigen.
Neuer Diesel, Achtgang‑Automatik
Unter der Haube sitzt ein neu entwickelter **2,4‑Liter‑Turbodiesel**. Mitsubishi nennt ein maximales Drehmoment von 480 Newtonmetern und kombiniert den Motor mit einer neuen Achtgang‑Automatik. Die Leistung in PS nannte der Hersteller bei der Vorstellung noch nicht.
Vor der Präsentation gab es Spekulationen, dass der bekannte 2,4‑Liter‑Diesel aus dem Triton die Basis bilden könnte und dass Hybridvarianten denkbar wären. Bislang hat Mitsubishi jedoch nur den neuen Dieselmotor offiziell bestätigt.
Modernes Cockpit trifft traditionelle Instrumente
Innen verbindet der Pajero Retro‑Anklänge mit zeitgemäßer Technik: Zwei jeweils 14,3 Zoll große Displays dominieren das Armaturenbrett. Besonders für Offroad‑Nutzer kehrt das frühere Multi‑Meter in digitaler Form zurück und zeigt unter anderem **Kompass, Höhe sowie Nick‑ und Wankwinkel** an.

Weitere Ausstattungspunkte sind sieben Fahrprogramme für unterschiedliche Untergründe, ein Kamerasystem mit Blick unter die Fahrzeugfront und eine Reihe moderner Assistenzsysteme. Auf der Optionsliste steht sogar ein Yamaha‑Sound‑System.
Wann kommt der Pajero nach Deutschland?
Der Start der Auslieferungen beginnt in Thailand, gefolgt von Japan und Australien. Mitsubishi plant, den Pajero ab dem Geschäftsjahr 2027 in rund 100 Ländern anzubieten. In den offiziellen Mitteilungen wird Europa bislang jedoch nicht genannt.
Als wahrscheinlicher Grund für die Zurückhaltung nennen Hersteller und Marktbeobachter die strengen europäischen **Emissionsvorschriften**: Ein großer Geländewagen mit klassischem Dieselmotor passt derzeit nur eingeschränkt zur Regulierung in Europa. Mitsubishi macht dazu noch keine verbindlichen Angaben.
Fazit: Mitsubishi bringt den Pajero zurück und setzt dabei klar auf Geländetauglichkeit statt auf SUV‑Komfort. Ob und wann das Modell nach Deutschland kommt, bleibt jedoch offen — und dürfte stark von der regulatorischen Situation in Europa abhängen.











