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Lucid Motors hat ein umfassendes Spar- und Umstrukturierungsprogramm angekündigt, das rund 18 Prozent der US-Belegschaft treffen soll. Parallel wird die zweite Schicht im Werk AMP‑1 in Arizona stillgelegt.
Restrukturierung soll Gewinnzone beschleunigen
In Pflichtunterlagen bei der US-Börsenaufsicht SEC erklärt Lucid, das Programm diene dazu, den Weg zur Profitabilität und zu positivem Cashflow zu beschleunigen. Das Unternehmen erwartet jährliche Einsparungen von etwa 158 Millionen US-Dollar.
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Für Abfindungen, Sozialleistungen und Übergangsunterstützung kalkuliert Lucid einmalige Belastungen von rund 32 Millionen US-Dollar. Die Maßnahmen sollen größtenteils bis Ende des dritten Quartals 2026 umgesetzt sein.
Produktion wird an die Nachfrage angepasst
Lucid begründet die Schritte mit dem Ziel, die Fertigung an die erwartete Marktnachfrage anzupassen und hohe Lagerbestände abzubauen. Ein Unternehmenssprecher sagte gegenüber CNBC, die Entscheidungen seien notwendig, um auf rückläufige Marktbedingungen zu reagieren.

Die Einschränkung der Schichten im Werk ist Ausdruck des anhaltenden Drucks auf das Geschäft. Zwar stiegen die Auslieferungen zuletzt, doch weist Lucid weiter hohe Verluste aus: 2025 belief sich der Jahresverlust auf 2,7 Milliarden US-Dollar bei einem Umsatz von 1,35 Milliarden US-Dollar; der freie Cashflow war negativ mit 3,8 Milliarden US-Dollar.
Für Rückenwind sorgte die Markteinführung des SUV Gravity, im vierten Quartal 2025 erreichte Lucid mit 5.345 ausgelieferten Fahrzeugen einen Quartalsrekord. Zugleich arbeitet das Unternehmen an einer neuen, mittelgroßen Elektrofahrzeugplattform, die ab 2026 für zusätzliche Stückzahlen sorgen soll.
Führungswechsel und gekürzte Managementstruktur
Mit der Restrukturierung geht auch ein personeller Umbruch einher: Chief Operating Officer Marc Winterhoff verlässt das Unternehmen mit sofortiger Wirkung, die COO-Position wird abgeschafft. Laut Mitteilung erhält Winterhoff Leistungen aus dem bestehenden Abfindungsprogramm für Führungskräfte.
Winterhoff hatte zeitweise als Interims-CEO fungiert, bevor Anfang Juni der angekündigte Wechsel an der Konzernspitze vollzogen wurde. Neuer Vorstandsvorsitzender ist seit dem 1. Juni 2026 Silvio Napoli, zuvor CEO beim Aufzughersteller Schindler.
Napoli hat bei seinem Amtsantritt betont, der Schwerpunkt liege auf stärkerer Kundenbindung, Kostendisziplin und einer schlankeren Organisation. Die jetzt beschlossenen Entlassungen und Produktionsanpassungen zeigen, dass das Management die Umsetzung dieser Prioritäten beschleunigen will.












