Zusammenfassung zeigen Zusammenfassung verbergen
MG bringt mit dem Hector Tomahawk ein überraschend günstiges SUV auf den Markt: In Indien startet das Modell in einer Basisversion deutlich unter dem Preis vieler europäischer Einsteiger-SUVs. Für Käufer ist vor allem die ungewöhnliche Batterie-Option relevant – sie verändert maßgeblich den Listenpreis und die Nutzungskosten.
Preisgestaltung: günstig, aber mit Haken
Die billigste Variante des MG Hector Tomahawk wird in Indien bereits ab rund 12.590 Euro angeboten – darauf weist der Hersteller deutlich hin. Entscheidend ist: In dieser Version ist die Batterie zwar im Fahrzeug verbaut, gehört aber nicht zum Kaufpreis.
Unterstützung für LUMOS: ifz ersucht BAGMO um Hilfe
Frankia Noctra Liner 7.6 (2027) erstmals auf der Messe vorgestellt – neuer Premium‑Integrierter

Stattdessen bietet MG ein Modell mit gemieteter Batterie an. Für die Nutzung berechnet der Hersteller etwa 4,3 Cent pro gefahrenem Kilometer. Auf 100 Kilometer hochgerechnet entspricht das rund 4,30 Euro. Wer die Batterie kaufen will, zahlt deutlich mehr: Die Komplettvariante kostet etwa 17.500 Euro (angegeben mit 1.949.000 Indischen Rupien).
Zum Vergleich: In Deutschland beginnen die Listenpreise des Dacia Duster bei etwa 18.990 Euro – selbst mit Batterie ist der Hector Tomahawk demnach günstiger als der europäische Einsteiger-SUV.
Ausstattung und Erscheinungsbild
Mit einer Länge von rund 4,75 Metern positioniert sich der Hector Tomahawk in einer Fahrzeugklasse, in der man sonst etwa den Skoda Kodiaq oder den BMW X3 findet. Optisch zeigt das SUV einen kantigen, typischen SUV-Look; optional ist ein zweifarbiges Dach erhältlich.
Im Innenraum folgt MG seiner aktuellen Designsprache: Ein großes 15,6-Zoll-Display für das Infotainment sitzt zentral, dazu kommt ein 8,8-Zoll-Display für die Instrumente. Als Extra bietet das Modell eine Karaoke-Funktion mit mehr als 8.000 Liedern. Käufer können zwischen einer fünf- oder siebensitzigen Konfiguration wählen.
Motoren und Reichweitenangaben
Der Hector Tomahawk ist als reines Elektrofahrzeug und als Plug-in-Hybrid verfügbar. Die Batterieversion hat Frontantrieb und eine Leistung von rund 204 PS. MG nennt eine Reichweite von bis zu 500 Kilometern nach dem indischen Messzyklus MIDC.

Wichtig: Der MIDC-Zyklus weicht deutlich vom in Europa üblichen WLTP-Standard ab. Das heißt, die dort ausgewiesene Reichweite dürfte unter europäischen Messbedingungen geringer ausfallen.
PHEV-Variante
Die Plug-in-Hybrid-Ausführung kombiniert einen 1,5-Liter-Vierzylinder-Benziner mit einem Elektromotor und einer Batterie mit 20,5 kWh Kapazität. Zusammen sollen die Systeme rund 200 PS liefern. Laut MIDC sind bis zu 115 Kilometer rein elektrisch möglich; die kombinierte Reichweite gibt MG mit bis zu 1.100 Kilometern an.
Marktstart und Ausblick
MG liefert den Hector Tomahawk in Indien seit September 2026 aus. Ob das Modell in näherer Zukunft offiziell nach Europa kommt, hat der Hersteller noch nicht bestätigt.
Für europäische Interessenten bleibt die Batterie-Mietoption ein kritischer Aspekt: Sie senkt den Einstiegspreis erheblich, verändert aber die laufenden Kosten. Ob dieses Geschäftsmodell auf dem heimischen Markt akzeptiert würde, ist offen.











