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Mercedes‑Benz und das Drohnen‑Startup Tytan Technologies haben auf der Internationalen Luft‑ und Raumfahrtausstellung in Berlin eine Absichtserklärung unterzeichnet. Kern der Vereinbarung ist die Entwicklung eines fahrzeugbasierten Drohnenabwehrsystems, für das Mercedes die Trägerfahrzeuge liefern will.
Partnerschaft konkretisiert Rollen
Nach Angaben beider Unternehmen sollen sie ihre jeweiligen Kompetenzen zusammenführen: Mercedes‑Benz bringt robuste Basisfahrzeuge ein, Tytan steuert die spezialisierte Drohnen‑, Sensor‑ und Missionstechnologie bei. Ziel seien gemeinsame Lösungen für Sicherheits‑ und Schutzaufgaben, hieß es in Berlin.
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Mercedes‑Produktionsvorstand Michael Schiebe betonte, das Memorandum ermögliche es, technische Stärken zu bündeln und so neue Anwendungen im Verteidigungsumfeld zu entwickeln. Für Mercedes sei der Ausbau von Expertise im Verteidigungssektor ein strategisches Feld.
Welche Fahrzeuge sind im Gespräch?
Im Mittelpunkt der Zusammenarbeit steht ein System mit dem Namen Drone Defender. Als Plattform kommt demnach eine modifizierte G‑Klasse in Frage, die als fahrzeugbasiertes Drohnenabwehr‑ und Einsatzsystem dienen soll. Außerdem ist der angepasste Sprinter als Basis für einen mobilen Drohnenträger vorgesehen.

- G‑Klasse: geplante Trägerplattform für das Abwehrsystem;
- Sprinter: als mobiler Träger für Einsatzszenarien.
Die Bundeswehr nutzt die G‑Klasse bereits als Grundlage des Radfahrzeugs „Wolf“, wie die Unternehmen in Berlin anmerkten. Konkrete Angaben zu Zeitplänen oder möglichen Investitionsvolumina machte eine Sprecherin nicht.
Wirtschaftliche und politische Einordnung
Mercedes‑Chef Ola Källenius hat sich zuletzt offen für eine Ausweitung des Rüstungsgeschäfts gezeigt, sofern solche Schritte wirtschaftlich sinnvoll sind. In einem Interview mit dem Wall Street Journal, so das Blatt, verwies er auf die gestiegene Unsicherheit in der Welt und die Notwendigkeit, das Verteidigungsprofil Europas zu stärken.
Demnach wäre Mercedes bereit, „eine positive Rolle“ zu übernehmen, sofern sich daraus ein vernünftiges wirtschaftliches Engagement ergibt. Die Branche prüfe derzeit verstärkt mögliche Einstiege in dieses wachsende Segment.
Ausblick
Die Vereinbarung markiert zunächst eine Absichtserklärung zwischen Industrie und Start‑up. Ob und wann der Drone Defender serienreif wird, hängt von weiteren Tests, Zulassungen und Investitionsentscheidungen ab. Die Beteiligten betonten, dass die nun vereinbarte Kooperation die technischen Grundlagen und Entwicklungen voranbringen soll.












