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	<title>spothits &#187; Niedriglohn</title>
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		<title>Mindestlohn und die Mär verlorener Arbeitsplätze</title>
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		<pubDate>Thu, 24 Oct 2013 07:20:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Ingo Koecher]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Jeder fängt klein an. Immer mehr bleiben es in jüngster Zeit aber bis zum Ende. Und dann wird das Wenige bei der Rente nochmals reduziert, weil die Altersrente mit jeder Anpassung immer ein wenig dünner ausfällt. So steht schon jetzt fest, dass eine wachsende Zahl Menschen im Alter von Armut betroffen sein wird. Hiervor verschließt<br /><span class="excerpt_more"><br /><a href="/3089/mindestlohn-und-die-maer-verlorener-arbeitsplaetze/">[weiterlesen ...]</a></span>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Jeder fängt klein an. Immer mehr bleiben es in jüngster Zeit aber bis zum Ende. Und dann wird das Wenige bei der Rente nochmals reduziert, weil die Altersrente mit jeder Anpassung immer ein wenig dünner ausfällt. So steht schon jetzt fest, dass eine wachsende Zahl Menschen im Alter von Armut betroffen sein wird. Hiervor verschließt die Politik konsequent die Augen. Stattdessen liefern vermeintliche Experten gebetsmühlenartig die immer gleiche Leier, dass Mindestlohn Arbeitsplätze koste. Das ist schlichtweg Unsinn. Denn wenn es eine rechtsverbindliche Regelung gibt, an die sich jeder halten muss, kommt es nicht zu Marktverzerrungen.<br />
</strong></p>
<div id="attachment_4196" style="width: 109px" class="wp-caption alignleft"><a href="/wp-content/uploads/2014/01/spothits_logo_kuerzel_namenszug99_99.jpg#utm_source=feed&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=feed"><img class="size-full wp-image-4196" alt="© spothits" src="/wp-content/uploads/2014/01/spothits_logo_kuerzel_namenszug99_99.jpg" width="99" height="99" /></a><p class="wp-caption-text">© spothits</p></div>
<h2>Lunte ist entzündet</h2>
<p>Seit Juli 2013 gilt in 21 von 28 EU-Staaten ein Mindestlohn. Der Supergau blieb wenig überraschend aus. Stattdessen erholen sich die benachbarten Volkswirtschaften von der durch die Banken herbeiführten Katastrophe. Warum haben Vertreter aus Wirtschaft und Politik also solche Angst vor einem Mindestlohn? Vielleicht haben die Experten noch nicht erkannt, dass unterdessen eine ganz andere Zeitbombe tickt. Die Lunte hat das Statistische Bundesamt mit dem Ergebnis der Untersuchung zur Grundsicherung entzündet. Hiernach hat sich die Zahl der Betroffenen 65-Jährigen, deren Rente bis zur Grundsicherung aufgebessert werden muss, um 6,6 Prozent gegenüber 2012 erhöht. In Zahlen bedeutet dass: 464.836 Betroffene leben in Armut.</p>
<h2>Vermeintliche Experten</h2>
<p>Aufgrund der Strukturen beider deutscher Staaten bis 1990 sind besonders im Westen viele Frauen  betroffen. In ihren Händen lag die Erziehung der Kinder, während der Mann das Geld verdiente. Hat sich auch das Frauenbild gewandelt, ist die Situation lange nicht entschärft. Freiere Lebensformen, alleinerziehende Mütter und Väter sowie Löhne, die Familien kaum mehr ernähren, garantieren Armut im Alter. Dabei wächst die Zahl Betroffener unaufhörlich. Denn viele Menschen stecken in prekären Beschäftigungsverhältnissen. Bei  denen handelt es sich, glaubt man vermeintlichen Experten, um Einzelfälle.</p>
<h2>Das große Heer der Einzelfälle</h2>
<p>So waren nach einer Untersuchung der <a href="http://www.uni-due.de/de/presse/meldung.php?id=7987" target="_blank">Universität Duisburg-Essen</a> im April 2013 insgesamt 1,33 Millionen Menschen als »Aufstocker« bei der Agentur für Arbeit gemeldet. Aufstocker sind Menschen, deren Lohn trotz Vollbeschäftigung so niedrig ist, dass sie weder sich noch ihre Familie davon ernähren können. Die Studie belegt zudem den kontinuierlichen Anstieg der Zahl Betroffener von 23,1 Prozent 2007 auf 30,4 Prozent bis Oktober 2012. Dabei arbeiten mit 57,7 Prozent mehr als die Hälfte der Leistungsbezieher in Vollzeit (Daten 2011). Durch ergänzendes ALG II werde der Niedriglohn subventioniert, heißt es weiter.</p>
<h2>Gewinn steuerfinanziert</h2>
<p>Dabei muss man weder Statistiker noch Politologe sein, um zu erkennen, dass dieses System auf Dauer so nicht funktionieren kann. Während auf der einen Seite in regelmäßigen Abständen Wachstumszahlen nach oben korrigiert werden, erwirtschaften einige Unternehmer Gewinne aus Steuergeldern, indem sie Niedriglöhne zahlen und die Angestellten zum Aufstocken zur Arbeitsagentur schicken.</p>
<h2>Goldesel streck dich</h2>
<p>Genau dieser Goldesel würde durch den gesetzlichen Mindestlohn vom Hof gejagt. Verständlich, dass auf Seiten der Wirtschaft alles dafür getan wird, die eigenen Schäfchen im trocknen zu halten. Und was bietet sich da besseres an, als von wegfallenden Arbeitsplätzen zu fabulieren?</p>
<h2>Tarifkultur wird ausgehöhlt</h2>
<p>Auch die Hans Böckler Stiftung sieht im Lohndumping eine große Gefahr – <a href="/2884/studie-bruttoloehne-ost-17-prozent-niedriger-als-im-westen/#utm_source=feed&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=feed">spothits berichtete</a>. Hierbei würde die Tarifkultur ausgehöhlt, wodurch die Altersarmut in den kommenden Jahren stark zunehmen werde. Die Politik müsse gegensteuern, heißt es in einer Studie.</p>
<h2>Genau hinschauen &#8230;</h2>
<p>Die SPD hat den Mindestlohn im Wahlprogramm. Nun müssen die Demokraten zeigen, wie sozial sie noch sind, oder ob auch die SPD den Goldesel lieber in Ruhe auf dem Hof stehen lassen möchte.</p>
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		<title>Studie: Zahl Wohnungsloser steigt dramatisch: Paritätischer fordert Maßnahmen gegen Armutsvertreibung und Wohnungslosigkeit</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Aug 2013 07:10:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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		<description><![CDATA[Immer mehr Menschen sind von Wohnungslosigkeit betroffen. Das geht aus der am 2. August 2013 von der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (BAG W) e.V. veröffentlichten Studie hervor. Hiernach gibt es einen dramatischen Anstieg von durch Wohnungslosigkeit betroffenen Menschen. Deshalb fordern Paritätischer Gesamtverband und Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe eine Mietpreisbremse, schwerer umsetzbare Zwangsräumungen sowie Investitionen in den sozialen Wohnungsbau. Staatlich legitimierte<br /><span class="excerpt_more"><br /><a href="/1967/studie-zahl-wohnungsloser-steigt-dramatisch-paritaetischer-fordert-massnahmen-gegen-armutsvertreibung-und-wohnungslosigkeit/">[weiterlesen ...]</a></span>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong><span style="font-size: 13px; line-height: 19px;">Immer mehr Menschen sind von Wohnungslosigkeit betroffen. Das geht aus der am 2. August 2013 von der <a href="http://www.bagw.de/index2.html" target="_blank">Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (BAG W) e.V.</a> veröffentlichten Studie hervor. Hiernach gibt es einen dramatischen Anstieg von durch Wohnungslosigkeit betroffenen Menschen. </span>Deshalb fordern <a href="http://www.der-paritaetische.de/startseite/" target="_blank">Paritätischer Gesamtverban</a>d und Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe eine Mietpreisbremse, schwerer umsetzbare Zwangsräumungen sowie <a title="Bezahlbarer Wohnraum so knapp wie nie: Sozialer Wohnungsbau soll wieder anlaufen" href="/484/bezahlbarer-wohnraum-so-knapp-wie-nie-sozialer-wohnungsbau-soll-wieder-anlaufen/#utm_source=feed&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=feed">Investitionen in den sozialen Wohnungsbau</a>.</strong></p>
<p><span id="more-1967"></span></p>
<h2>Staatlich legitimierte Armutsvertreibung</h2>
<div id="attachment_1971" style="width: 220px" class="wp-caption alignright"><a href="/wp-content/uploads/2013/08/www.bagw_.de-presse-grafik_wohnungslose_2003-2012.pdf.png#utm_source=feed&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=feed"><img class=" wp-image-1971 " alt="Zahl der Wohnungslosen 2003-2012. © spothits/grafik: BAG W, www.bagw.de" src="/wp-content/uploads/2013/08/www.bagw_.de-presse-grafik_wohnungslose_2003-2012.pdf-300x218.png" width="210" height="153" /></a><p class="wp-caption-text">Zahl der Wohnungslosen 2003-2012. © spothits/grafik: BAG W, www.bagw.de</p></div>
<p>Sämtliche Alarmglocken müssten bei den politisch Verantwortlichen schrillen, meint Ulrich Schneider, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen. „Die Öffentlichkeit kann es nicht zulassen, dass die zunehmende Armut in Deutschland, Niedriglöhne und Hartz IV mehr und mehr Menschen tatsächlich obdachlos machen. Insbesondere die wachsende Zahl von Zwangsräumungen kommt immer mehr einer staatlich legitimierten Armutsvertreibung aus teuren Innenstädten gleich.“</p>
<h2>Gegenmaßnahmen dringend nötig</h2>
<p>So fordert der Paritätische von Bund, Ländern und Kommunen Maßnahmen, um gegen diese dramatische Entwicklung vorzugehen. Konkret bedeutet das, eine wirkungsvolle Mietpreisbremse, Verbesserungen beim Wohngeld und deutlich mehr sozialen Wohnungsbau durchzusetzen. Zudem müsse bei in Not geratenen Menschen von Zwangsräumungen abgesehen werden, meint Schneider. Es sei falsch, jungen Menschen unter 25 Jahren zur Sanktionierung das Wohngeld zu streichen. Damit würden die Wohnkosten gestrichen, was in der Praxis dazu führe, dass viele junge Menschen erst in die Obdachlosigkeit gerieten, so Schneider.</p>
<p><em>sph/koe</em></p>
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