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Bezahlbarer Wohnraum so knapp wie nie: Sozialer Wohnungsbau soll wieder anlaufen.
© spothits/pixabay
Kaum noch bezahlbar sind Wohnungen in deutschen Großstädten. Falsches Management und rückläufige Zahlen im sozialen Wohnungsbau haben zur Verknappung geführt
Nachfrage regelt den Preis
In deutschen Städten kam der soziale Wohnungsbau innerhalb der letzten Jahre und Jahrzehnte beinahe zum erliegen. Mit der anhaltenden Abwanderung der Menschen vom Land in die Städte verschärfte sich die Situation zusätzlich. Die Folge: steigende Nachfrage und höhere Mieten.
Politik will gegensteuern
Jetzt reagiert die Politik und will gegensteuern. So forderte etwa der Städtetag im April in Hamburg eine Obergrenze für Mieterhöhungen (Spiegel-Online/Reuters, 23.04.13).
In Leipzig, wie in vielen anderen deutschen Städten auch, wurde stattdessen über Jahre der Abriss subventioniert. Hier will nun Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung SPD den sozialen Wohnungsbau neu auflegen (mdr, 18.02.2013).
Hintergrund ist der Bevölkerungsrückgang in Kommunen und Gemeinden, der in großen Metropolen weit weniger dramatisch sein wird. Dabei ist die Abwanderung aus ländlichen Regionen in Städte ein bundesweites Problem. Somit müssen auch anderer Städte im Bundesgebiet schnellstens handeln.
Zug längst abgefahren
Einige Boom-Towns haben den Zug indes längst abfahren lassen. Dort sind die Probleme, bezahlbaren Wohnraum zu finden, seit Jahren bekannt. Geändert hat das jedoch in Städten wie München, Frankfurt oder Hamburg nichts. Der vernachlässigte soziale Wohnungsbau fällt der Regionalpolitik nun mit voller Kraft auf die Füße.
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