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Pagani fertigt seine Supersportwagen seit 1999 in Handarbeit in Modena – und das hat seinen Preis. Ein aktuelles Video des YouTube-Kanals Carwow zeigt nun, wie stark einzelne Komponenten, etwa die Schrauben, den Gesamtpreis eines Pagani in die Höhe treiben.
Warum sind die Schrauben so teuer?
Der entscheidende Unterschied liegt im Material: Pagani verwendet für viele Verbindungselemente Titan statt gewöhnlichem Stahl oder Aluminium. Titan ist leichter und korrosionsbeständiger, aber deutlich kostenintensiver.
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Hinzu kommt eine ungewöhnlich feine Gravur: Auf jeder Schraube ist das Herstellerlogo eingraviert – mit einer Tiefe von nur 2 Mikrometern (0,002 Millimeter). Zum Vergleich: Das ist rund 35-mal dünner als ein menschliches Haar.
Die Rechnung: Schrauben als teurer Posten
Im Video nennen die Herstellerpreise von etwa 70 Euro pro Schraube. Da in einem Pagani knapp 2.000 Schrauben verbaut werden, summiert sich dieser Posten auf rund 140.000 Euro.
Zur Einordnung: Ein neuer Porsche 911 Carrera beginnt laut den Angaben im Video bei etwa 137.800 Euro. Mit anderen Worten: Das Schraubenset allein kostet ungefähr so viel wie ein Basis-911er.
Ein Blick in die Manufaktur
Die Schrauben sind nur ein Beispiel für die speziellen Bauteile aus Modena. In derselben Fabrik entsteht etwa auch das Lenkrad in aufwendiger Fertigung.

Laut Hersteller wird das Lenkrad aus einem 43 Kilogramm schweren Aluminiumblock geformt. Viele Arbeitsschritte erfolgen maschinell, der Feinschliff erfolgt jedoch per Hand. Für den finalen, spiegelnden Schliff werden demnach bis zu acht Stunden manueller Polierarbeit aufgewendet.
Der Utopia Roadster: Technik und Preis
Aktuell läuft in Modena die Produktion des Utopia Roadster. Der offene Supersportwagen nutzt einen 6,0‑Liter‑V12‑Biturbo, dessen Motor weiterhin bei Mercedes‑AMG in Affalterbach montiert wird.
Die Triebwerksdaten im Video: 864 PS und ein maximales Drehmoment von 1.100 Nm, die ausschließlich an die Hinterräder gehen. Käufer müssen für eines der auf 130 Exemplare limitierten Cabriolets mindestens 3,1 Millionen Euro netto zahlen (rund 3,7 Millionen Euro brutto).
Rechnet man den Schraubenposten in Relation zum Fahrzeugpreis, entfallen knapp vier Prozent des Kaufpreises auf die verbauten Titan‑Schrauben.
Was das zeigt
Das Video von Carwow liefert einen konkreten Einblick, wie Materialwahl, Maßarbeit und manuelle Endbearbeitung bei einem Hersteller wie Pagani die Kosten treiben. Solche Details erklären, warum die Kleinserien-Manufaktur Preise im Millionenbereich verlangt.












