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Seat/Cupra schafft eine neue Führungsposition in der Entwicklung: Ab dem 1. August 2026 übernimmt Joost Kessels die Rolle des Chief Development Officers. Die Stelle fasst die Forschungs‑ und Entwicklungsaufgaben der Marke zusammen und ersetzt die bisherige Vorstandsstruktur in diesem Bereich.
Wer ist Joost Kessels — und an wen berichtet er?
Kessels bringt mehr als zwei Jahrzehnte Erfahrung im Volkswagen‑Konzern mit. Zuletzt leitete er die F&E‑Abteilung bei FAW‑Volkswagen in China.
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In seiner neuen Funktion wird er direkt an Markus Haupt, CEO von Seat/Cupra, berichten. Gleichzeitig steht Kessels im fachlichen Austausch mit Kai Grünitz, der im Verbund der Markengruppen „Core“ die technische Entwicklung verantwortet.
Sein Vorgänger auf Markenebene, Werner Tietz, der seit 2020 die Entwicklungsabteilung von Seat führte, konzentriert sich künftig auf seine bereits im vergangenen Jahr zugewiesene Aufgabe als konzernweiter Chefentwickler.
Im Zentrum: die MEB21‑Plattform
Im Kern der Neuausrichtung steht die elektrische MEB21‑Plattform — auch bezeichnet als MEB Small oder Entry. Sie ist als Basis für eine neue Generation kompakter Elektrofahrzeuge geplant.

Technisch setzt die Plattform auf eine Frontantriebsarchitektur und darauf abgestimmte, kostenbewusste Batteriekonzepte. Entscheidend: Seat/Cupra übernimmt innerhalb des Volkswagen‑Konzerns erstmals die technische Entwicklungsverantwortung für eine konzernweite Fahrzeugarchitektur. Für den Standort Martorell bedeutet das einen deutlichen Bedeutungszuwachs.
Markus Haupt kommentierte die Entwicklung so: „Während wir weiterhin die Electric Urban Car Family im Volkswagen‑Konzern führen, werden wir nun auch die Führung bei der elektrischen MEB21‑Plattform übernehmen. Das ist ein klares Zeichen für die Anerkennung unserer Arbeit.“
Schrittweise Übertragung bis 2028 und Aufgaben für Kessels
Die Übertragung der Aufgaben an das Team in Martorell erfolgt gestaffelt. Die vollständige Verantwortung für die MEB21‑Plattform soll nach Plan bis 2028 bei Seat/Cupra liegen.
Parallel bleibt die Marke für die sogenannte Electric Urban Car Family zuständig. Zu dieser Fahrzeugfamilie zählen unter anderem der Cupra Raval, der ID. Polo sowie weitere Kleinwagen‑Derivate.
Für Kessels bedeutet die neue Rolle vor allem zwei Aufgaben: die Weiterentwicklung der Elektromobilitätsstrategie und der Aufbau von Plattformkompetenz in Spanien. Zudem soll er die technische Integration der MEB21‑Architektur in den markenübergreifenden Entwicklungsverbund vorantreiben.











