Telekom-Kunden sollen laufen. Nur wohin, weiß keiner.

Die Telekom will Internetverbindungen nach Handyprinzip abrechnen. So wird ab einem bestimmten Datenvolumen die Geschwindigkeit drastisch gedrosselt. Gegen extra Geld kann diese »Sperre« umgegangen werden. Das ruft die Politik auf den Plan

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telekom logo (Photo credit: TechShowNetwork)

Kartellamt soll prüfen

In der Regelung, Internetverbindungen nach Handyprinzip – also nach Datenmenge – abzurechnen, sehen viele mehr als nur einen Rückschritt. Dieser Eingriff in die »Netzneutralität« wiegt so schwer, dass sich jetzt Verbraucherministerin Ilse Aigner CSU und EU Wettbewerbskommissarin Neelie Kreos eingeschaltet haben, meldet Zeit Online (26. April 2013).

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Während aus Brüssel nur der Tipp kommt, Telekom-Kunden sollten mit ihren Füßen abstimmen und den Anbieter wechseln, geht Eigner noch einen Schritt weiter und droht mit dem Kartellamt. Dabei sollen die Wettbewerbshüter prüfen, ob die Telekom ihre führende Marktposition ausspielt, da sie in vielen Regionen oft der einzige Anbieter ist. Wettbewerb sei so nur schwer möglich. Zudem erschwert der Konzern anderen Anbietern den Zugang zum Netz.

Am Ende trifft die Drosselung der Geschwindigkeit diejenigen, die keine Möglichkeit haben, mit den Füßen abzustimmen. Sie hängen am Tropf der Telekom und haben die Wahl, den budgetierten Tarif zu kaufen, oder nicht.

Weiße Flecken trüben sich ein

Das sind keine rosigen Aussichten für die bereits 2009 ins Leben gerufene »Breitbandinitiative« der Bundesregierung  Deren Ziel war es, weiße Flecken mit schlechtem Internetzugang zu tilgen. Mit der Drosselung macht die Telekom einen gewaltigen Sprung zurück und hebelt zudem die Bemühungen der Politik aus.

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