Porsche gibt Ausblick auf Motorsport-Jahr 2016

Porsche gibt Ausblick auf Motorsport-Jahr 2016. © spothits/Auto-Medienportal.Net/Porsche
Porsche gibt Ausblick auf Motorsport-Jahr 2016. © spothits/Auto-Medienportal.Net/Porsche

Porsche gibt Ausblick auf Motorsport-Jahr 2016

Oliver Blume, neuer Vorstandsvorsitzender von Porsche, gab jetzt im Rahmen der Porsche-Motorsport-Gala Night of Champions in Weissach einen ersten Ausblick auf die kommende Saison: „2016 setzen wir auf Konstanz und geben weiter Gas. So treten wir beispielsweise in Le Mans erneut als einziger Hersteller in drei der vier Klassen an“.

Porsche gibt Ausblick auf Motorsport-Jahr 2016. © spothits/Auto-Medienportal.Net/Porsche
Porsche gibt Ausblick auf Motorsport-Jahr 2016. © spothits/Auto-Medienportal.Net/Porsche

919 Hybrid

Titelverteidiger in der WEC mit den Startnummern eins und zwei Das Porsche Team nimmt 2016 seine dritte Saison als WM-Titelverteidiger in Angriff. Zwei 919 Hybrid werden an den neun Rennen zur FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft WEC teilnehmen und dabei die Startnummern eins und zwei tragen.

Der in vielen Bereichen konzeptionell weiterentwickelte 919 wird technisch als Evolution des 2015er Autos auftreten. Seine neue Optik wird erstmals beim WEC-Prolog am 25. März in Paul Ricard, Frankreich zu sehen sein. Der Hybridantrieb im 919 verbindet Downsizing-Turbotechnologie mit Benzindirekteinspritzung für den Zweiliter-V4-Verbrennungsmotor und nutzt eine Lithiumionen-Batterie als Speichermedium für die elektrische Energie aus zwei unterschiedlichen Rückgewinnungssystemen. Der 919 Hybrid erreicht eine Systemleistung von nahezu 1000 PS und lieferte Porsche bereits viele Impulse für die Entwicklung von zukünftigen Straßensportwagen, beispielsweise hinsichtlich der 800-Volt-Technik für die Studie Mission E, deren Serienstart am Ende dieses Jahrzehnts gerade beschlossen wurde.

Zwei statt drei 919 Hybrid werden beim Saisonhöhepunkt der WEC 2016, den 24 Stunden von Le Mans an den Start gehen. Porsche und VW-Konzernschwester Audi haben sich im Sinne maximaler Kosteneffizienz über diese Reduzierung um je einen LMP1-Rennwagen verständigt. Alle sechs bisherigen Stammfahrer im Porsche 919 Hybrid starten auch 2016. Damit wechseln sich die Fahrer-WM-Sieger Timo Bernhard (34), Brendon Hartley (26) und Mark Webber (39) am Steuer des LMP1-Rennwagen mit der Startnummer eins ab, während sich Romain Dumas (37), Neel Jani (32) und Marc Lieb (35) das Schwesterauto mit der Startnummer zwei teilen. Der Franzose Kévin Estre (27) wird Werksfahrer.

Zusätzlich zum LMP1-Engagement tritt Porsche auch 2016 in den beiden GT-Kategorien GTE-Pro und GTE-Am an. Ihre Titel in der Profi-Kategorie verteidigen wollen Fahrer-Champion Richard Lietz (31) und Michael Christensen (25). In Le Mans werden sie von Wolf Henzler (40) unterstützt. Der 911 RSR der Porsche Werksfahrer wird von Proton Dempsey Racing eingesetzt. US-Schauspieler Patrick Dempsey (49) wird den Rennen der WEC 2016 weiter als Teilhaber des Teams folgen. Soweit es seine Filmprojekte zulassen, wird er bei einzelnen Rennen auch selbst wieder in der GTE-AM Klasse fahren.

Bei den 24 Stunden von Le Mans plant Porsche zusätzlich einen Werkseinsatz mit zwei 911 RSR. Hier sollen sich Patrick Pilet (34) und Kévin Estre das Cockpit mit dem Briten Nick Tandy (31) teilen. Im Schwesterauto ist der Einsatz von Earl Bamber (25), Frédéric Makowiecki (35) und Jörg Bergmeister (39) geplant.

Auch in der dritten Saison der wichtigsten Sportwagen-Meisterschaft der USA, der IMSA Weathertech Sports Car Championship, stellt sich Porsche dem Wettbewerb als Werksteam. Das Team Porsche North America setzt erneut zwei 911 RSR ein, die für die Saison 2016 deutlich modifiziert werden und dem neuen Reglement entsprechen. Das Cockpit von Startnummer 911 teilen sich Patrick Pilet und Nick Tandy. Bei den besonders langen Rennen (24 Stunden Daytona, 12 Stunden Sebring, Watkins Glen und Petit Le Mans) wird das Duo zusätzlich von Kévin Estre unterstützt. Die Stammbesatzung im Auto mit der Nummer 912 bilden Frédéric Makowiecki und Earl Bamber. Bei den vier Langstreckenklassikern werden sie von Michael Christensen ergänzt. Saisonauftakt ist das 24-Stunden-Rennen Daytona am 30. Januar.

Auf dem Traditionskurs Daytona in Florida feiert auch die Serienversion des neuen 911 GT3 R mit dem neuen 4-Liter-Sechszylinder-Boxermotor mit Benzindirekteinspritzung für Kundenteams seine Rennpremiere. Insgesamt vier Teams setzen beim Saisonauftakt fünf Fahrzeuge ein. Porsche-Werksfahrer Wolf Henzler unterstützt dabei die Mannschaft von Alex Job Racing. Jörg Bergmeister ist für Park Place Motorsports am Start, Patrick Long für Black Swan Racing. Aufgrund der starken Resonanz von Kundenteams in aller Welt hat Porsche beschlossen, die Produktion des 911 GT3 R auszuweiten und knapp 40 Fahrzeuge ausliefern.

Porsche setzt auch in der Saison die Tradition fort, 911 GT3 R Kundenteams in aller Welt mit Werksfahrern zu unterstützen. So soll Jörg Bergmeister Einsätze in der japanischen Super GT absolvieren, Patrick Long wird in der Pirelli World Challenge mit Effort Racing an den Start gehen. Beim 24-Stunden-Rennen am Nürburgring soll Wolf Henzler erneut für das Team Falken Motorsports an den Start gehen.

Porsche setzt über die Mannschaft von Manthey Racing in der Saison 2016 beim beliebtesten Autorennen in Deutschland, dem 24-Stunden-Rennen am Nürburgring, zwei neue 911 GT3 R mit jeweils vier Werksfahrern am Steuer ein.

Porsche baut sein Nachwuchs-Förderungsprogramm 2016 weiter aus. Der Deutsche Sven Müller (23) und der Italiener Matteo Cairoli (19) werden im Porsche Mobil 1 Supercup ein weiteres Jahr mit jeweils 200 000 Euro gefördert. Neu an Bord sind Dennis Olsen (19) aus Norwegen, der im Porsche Carrera Cup Deutschland die erste Stufe seiner Ausbildung zum Profirennfahrer durchlaufen wird. Der Franzose Mathieu Jaminet (21) steigt als Vizemeister des Carrera Cup in den Porsche Mobil 1 Supercup auf.

sph/ampnet/Sm

Weitere Meldungen