Zusammenfassung zeigen Zusammenfassung verbergen
Stadler bringt mit dem Transformer einen modularen Motorradanzug, der Bewegungsfreiheit und gezielte Belüftung für Offroad-Einsätze und tourenorientierte Fahrer kombiniert. Entwickelt in Zusammenarbeit mit dem Enduro Action Team, soll die Kombi eine leichte, praxisnahe Alternative zu schweren Laminatanzügen bieten.
Entwicklung und Produktion
Die Konstruktion des Transformer lief über etwa drei Jahre und entstand in Kooperation mit dem Enduro Action Team. Jede Jacke wird in Europa in Handarbeit gefertigt; pro Exemplar fällt durchschnittlich ein kompletter Arbeitstag an. Stadler setzt auf regionale Produktion statt Massenfertigung.
Letzte Chance beim Online-Voting für Triumph Originals 2026
2027: Neue Camping-Ausstattung für Wohnwagen und Wohnmobile
Ausstattung und Aufbau
Die Jacke verfügt über insgesamt sieben Taschen, darunter zwei praktische Brustfächer. Für die Belüftung sind elf Öffnungen sowie umfangreiche Mesh-Einsätze vorgesehen, die sich stufenlos nutzen lassen.

Besonders auffällig ist das Konzept zur Arm-Belüftung: Über eine innere Schlaufe lassen sich die Ärmel gezielt öffnen, außerdem sind die Ärmel vollständig per Reißverschluss abnehmbar. An den Seiten verbessern ausklappbare „Flügel“ den Luftdurchsatz. Wird mit abgezippten Ärmeln gefahren, empfiehlt Stadler das Tragen eines separaten Protektorenhemds. Die Weite der Ärmel lässt sich oben und unten jeweils dreifach mit Druckknöpfen anpassen.
Die Hose ist ebenfalls auf Temperierung und Bewegungsfreiheit ausgelegt. Zwei Belüftungsreißverschlüsse, weitere Mesh-Zonen und doppelte Gürtelschlaufen sorgen für Komfort. Der Schnitt ist körpernah, ohne einzuschränken. Jacke und Hose verbinden sich über einen umlaufenden Reißverschluss.
Material, Schutz und Verarbeitung
Als Außenmaterial kommt Cordura 500 mit auflaminierter Rückseite zum Einsatz. Die Schutzbewertung entspricht der Norm EN 17092-3 (AA). Protektoren für Ellbogen und Knie sind höhenverstellbar – Ellbogen in zwei, Knie in drei Positionen.

Verarbeitungsdetails sollen Langlebigkeit sichern: robuste Druckknöpfe, widerstandsfähige Reißverschlüsse und verstärkte Laschen. Zipper sind so ausgeführt, dass sie sich bei Belastung nicht unbeabsichtigt öffnen. Die Jacke wird in 30 Größen angeboten.
Tragegefühl und Belüftung
Im Vergleich zu klassischen Tourenkombis wirkt der Transformer deutlich leichter. Dehnbereiche, besonders an der Hose, unterstützen Bewegungen im Gelände. Das Tragegefühl erinnert eher an hochwertige Outdoorbekleidung als an schwere Motorradprotektoren.
Die Belüftung lässt sich fein justieren. Eine Zwangsentlüftung im Rücken verhindert ein zu starkes Aufblähen der Jacke bei höheren Geschwindigkeiten. Stadler nennt einen praxisnahen Temperaturbereich von etwa 15 bis 40 °C. Bei Regen ist zusätzlicher Wetterschutz nötig; hier bietet Stadler die separat erhältliche Stormy GTX als wasserdichte Überziehkombi an.
Für wen ist der Transformer gedacht?
Der Anzug richtet sich an Fahrer mit einem aktiven Einsatzprofil: Reiseinstruktoren, Enduro- und Offroad-orientierte Tourenfahrer sowie alle, die auf längeren Etappen viel Bewegungsfreiheit und bedarfsgerechte Belüftung benötigen. Für einen Ganzjahresbetrieb in Mitteleuropa empfiehlt sich die Kombination mit funktionaler Baselayer-Wäsche und einem externen Wetterschutz.
Kurzprofil
- Material: Cordura 500, laminiert
- Belüftung: 11 Öffnungen, großflächige Mesh-Zonen
- Schutz: EN 17092-3 (AA); verstellbare Protektoren
- Besonderheiten: abnehmbare Ärmel, ausklappbare Seitenflügel
- Größen: 30
Einschätzung
Der Transformer ist kein Komplettsystem mit fester Membran, sondern ein variabler Baukasten für flexible Einsatzzwecke. Seine Stärken zeigen sich besonders bei sommerlichen Temperaturen und fahrintensiven Offroad-Passagen.
In Verbindung mit der Stormy GTX bietet das System eine praktikable, vergleichsweise leichte Alternative zu schweren Laminatanzügen, ohne Anspruch auf vollständige, integrierte Wetterschutzfunktion.












