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Auf der EICMA 2026 zeigte In&motion, wie Schutzkleidung künftig leichter, luftiger und einfacher zugänglich werden soll. Wichtigster Schritt: Eine enge Kooperation mit Honda, die ab April 2027 den neuen Airbag schrittweise über das Honda‑Händlernetz in ganz Europa anbieten will.
Neue Partnerschaft und ein klares Ziel
Die Zusammenarbeit zwischen In&motion und Honda hat zum Ziel, einen sehr vielseitigen Airbag auf den Markt zu bringen. Er soll sich unkompliziert an unterschiedliche Körperformen anpassen und sich sowohl über als auch unter kompatibler Motorradbekleidung tragen lassen.
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Technisch setzt das System auf ein One‑Size‑Design und ein unauffälliges Gurtsystem. Laut Hersteller bleiben Bewegungsfreiheit, Atmungsaktivität und geringes Gewicht erhalten — Eigenschaften, die den Einsatzbereich deutlich erweitern sollen.
Produkte im Fokus auf der EICMA
Auf der Messe stellte In&motion mehrere Neuheiten seines Airbag‑Ökosystems vor. Ziel aller Produkte ist gleich: besseren Schutz liefern und sich gleichzeitig unauffällig in Alltag, Rennsport und Urban Mobility integrieren lassen.
SRG‑1 Max – Offroad‑Schutz
Der SRG‑1 Max entstand in Kooperation mit SHOT. Er kombiniert die Airbag‑Technologie von In&motion mit D3O‑Protektoren und deckt einen größeren Bereich des Oberkörpers ab. Trotz erweiterten Schutzvolumens bleibt die Konstruktion laut Hersteller leicht und atmungsaktiv.
T.UR Airscud ADV – Airbag in der Jacke
Die Airscud ADV, entwickelt mit T.UR, integriert die Airbag‑Funktion direkt in eine einlagige Jacke. Der Schutz ist damit in die Bekleidung eingebettet, ohne Komfort oder Belüftung merklich einzuschränken.
Klim AI‑1 Airbag – Alltag und Adventure
In Partnerschaft mit Klim entstand der AI‑1, der für Straße und Adventure‑Touren konzipiert ist. Er soll Schutz, Luftdurchlässigkeit und Bewegungsfreiheit verbinden — zugeschnitten auf Fahrer, die sowohl im Alltag als auch auf längeren Touren unterwegs sind.
Racing als Prüfstand für neue Konzepte
In&motion testet viele Neuerungen zunächst im Rennsport. Dort sind die Anforderungen besonders hoch, deshalb fließen Erkenntnisse aus dem Renneinsatz in das Programm Racing Legacy ein. Diese Erfahrungen dienen als Basis für leichtere, flexiblere und besser belüftete Airbag‑Konzepte.
Die Entwicklungen sollen nicht nur dem Rennsport zugutekommen. Nach Renn‑Erprobung werden Konzepte für verschiedene Märkte adaptiert, um möglichst viele Fahrer zu erreichen. Für den Motocross‑Bereich arbeitet In&motion an einem speziellen Airbag‑Roost‑Guard — ein Produkt, das auf die Bedürfnisse der Fahrer in diesem Segment ausgerichtet sein soll. Hintergrund: Ab 2028 schreibt die FIM Airbags in der Motocross‑Weltmeisterschaft verpflichtend vor.
Wissenschaftlich belegte Wirksamkeit
In&motion betreibt begleitende Forschung, um die Schutzwirkung von Motorrad‑Airbags zu bewerten. Ergebnisse aus einer Studie, veröffentlicht in der Fachzeitschrift Safety Science, stützen die Wirksamkeit: Analysiert wurden reale Unfälle von 853 Fahrern mit und ohne Airbag.

Demnach ist das Tragen einer ausgelösten Airbag‑Weste mit einem um mindestens 37 % geringeren Risiko für Verletzungen im Brust‑ und Bauchbereich verbunden.
Potenzial bei breiterer Verbreitung
Der Anteil der Fahrer, die bereits Airbags nutzen, ist bisher klein. In Frankreich liegt die Schätzung laut Studie bei nur rund 8 % der Motorrad‑ und Rollerfahrer. Forscher der Université Gustave Eiffel untersuchten, welche Auswirkungen ein flächendeckender Einsatz von Airbags 2025 gehabt hätte.
Demnach hätten im Jahr 2025 schätzungsweise 65 Menschenleben gerettet und mehr als 5.000 Oberkörperverletzungen verhindert werden können, darunter 734 schwere Verletzungen. Wirtschaftlich wird der potenzielle Nutzen für dieses Jahr auf über 450 Millionen Euro geschätzt. Die Studie entstand mit Unterstützung des ONISR.
Diese Befunde bestärken In&motion offenbar in der Strategie, die Technologie weiter zu verbessern und gleichzeitig Barrieren für die Nutzung zu verringern, damit möglichst viele Fahrer Zugang zu Airbag‑Schutz erhalten.











