Motorradmarkt in Europa legt im ersten Halbjahr 2026 kräftig zu

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Der Motorradmarkt in Europas fünf größten Ländern hat im ersten Halbjahr 2026 merklich an Fahrt gewonnen. Insgesamt wurden in Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien und Großbritannien deutlich mehr Maschinen neu zugelassen als ein Jahr zuvor.

Zahlen auf einen Blick

In den ersten sechs Monaten des Jahres meldet der europäische Herstellerverband ACEM ein kräftiges Plus bei den Neuzulassungen. Die Gesamtzahl für die fünf Märkte lag bei 636.490 Motorrädern – das entspricht einem Anstieg von 16,8 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Diagramm mit Neuzulassungen von Motorrädern in Europa
Neuzulassungen in den fünf größten Märkten: Gesamtplus 16,8 % im H1 2026.

  • Italien: 220.776 Neuzulassungen (+13,2 %)
  • Spanien: 141.101 (+23,6 %)
  • Deutschland: 114.849 (+27,6 %)
  • Frankreich: 104.802 (+6,4 %)
  • Großbritannien: 54.962 (+15,8 %)

Deutschland treibt das Wachstum

Besonders ausgeprägt war das Wachstum in Deutschland, das den stärksten Zuwachs unter den fünf Märkten verzeichnete. Mit mehr als 114.000 neuen Zulassungen lag das Plus deutlich über dem europäischen Durchschnitt.

Motorräder in einem deutschen Motorrad-Showroom
Deutschland verzeichnete das stärkste Plus bei Neuzulassungen.

Auch Spanien und Großbritannien trugen wesentlich zum Gesamtergebnis bei. Frankreich zeigte ein moderates, Italien ein solides Wachstum.

Mopeds: leichte Erholung in sechs Märkten

Auch bei Mopeds setzte sich die Aufwärtsbewegung fort. In den sechs von ACEM beobachteten Märkten wurden insgesamt 72.076 Mopeds neu zugelassen — ein Zuwachs von 4,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Deutschland meldete mit 8.658 Einheiten ein Plus von 9,3 Prozent. Zuwächse gab es zudem in Italien, Spanien, Belgien und Frankreich. Die Niederlande verzeichneten hingegen einen Rückgang von 5,4 Prozent.

Ein Blick in die Perspektive

ACEM hebt hervor, dass die Neuzulassungen inzwischen etwa 27 Prozent über dem Stand von 2019 liegen. Dieses Jahr dient als Referenz, weil es den Zustand vor der Corona-Krise und den späteren Marktverwerfungen widerspiegelt.

Der Verband verweist zugleich auf frühere Schwankungen: Nach dem Corona-Aufschwung folgte ein Einbruch 2025, der mit dem Abverkauf vor der Euro‑5-Umstellung zusammenhing. Ob das aktuelle Plus eine dauerhafte Trendwende signalisiert, wird sich nach Angaben von ACEM erst an den Verkaufszahlen im Herbst 2026 ablesen lassen.

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