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Der deutsche Markt für motorisierte Zweiräder setzt seinen Aufwärtstrend fort: Nach Angaben des Branchenverbands IVM liegen die Neuzulassungen im Jahresverlauf deutlich über dem Vorjahr. Besonders stark wuchsen kleine Fahrräder und bestimmte Rollersegmente – ein Trend, der Händler und Hersteller gleichermaßen beflügelt.
Konkrete Zahlen: Wachstum bis Juli
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Motorradmarkt in Deutschland verzeichnet erneut deutliches Plus
Von Januar bis Ende Juli wurden insgesamt 139.452 Fahrzeuge aller Klassen neu zugelassen. Das entspricht einem Zuwachs von 24,4 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum 2025. Im Juli allein kamen 23.167 Fahrzeuge neu auf die Straße, ein Plus von 11,1 Prozent.

Der Industrie-Verband Motorrad (IVM) bewertet dieses Niveau als vergleichbar mit dem Boom nach der Corona-Pandemie. Konkrete Augustzahlen liegen nicht in der Statistik vor, doch der Verband sieht den Markt weiterhin auf Wachstumskurs.
Welche Klassen treiben das Ergebnis?
Am stärksten nach Stückzahlen bleibt die Gruppe der Motorräder mit mehr als 125 Kubikzentimetern: Bis Ende Juli wurden 82.334 Neuzulassungen gezählt, ein Anstieg von 17,6 Prozent. Diese Klasse hält damit rund 59,0 Prozent Marktanteil.

Die größte relative Dynamik zeigte sich bei den Leichtkrafträdern bis 125 Kubik: Sie legten um 43,3 Prozent auf 19.750 Einheiten zu. Auch Roller gingen deutlich nach oben. Kraftroller über 125 Kubikzentimeter stiegen um 27,8 Prozent auf 12.666 Fahrzeuge, die Leichtkraftroller bis 125 Kubikzentimeter erreichten mit 22.741 Einheiten ein Plus von 36,1 Prozent.
Beliebte Bauarten innerhalb der >125‑ccm‑Klasse
In der Kategorie über 125 Kubikzentimeter dominieren Naked Bikes mit einem Anteil von 26,7 Prozent. Dahinter folgen Reiseenduros mit 16,8 Prozent und Sportler mit 11,0 Prozent. Weitere Segmente sind City Classic (8,7 Prozent), Enduro/Supermoto (7,2 Prozent) sowie Chopper und Cruiser (6,0 Prozent).
Marken im Vergleich
Im Markenranking liegt BMW Motorrad vorn: 15.688 zugelassene Fahrzeuge entsprechen einem Marktanteil von 19,1 Prozent. Das Wachstum gegenüber dem Vorjahreszeitraum fällt mit 1,4 Prozent moderat aus. Auf den Plätzen folgen Honda mit 12.618 Einheiten (minus 13,4 Prozent) und Kawasaki mit 11.947 Einheiten (plus 10,3 Prozent).
Weitere Hersteller zeigen teils starke Zuwächse: Yamaha (6.252/+22,6 Prozent), KTM (4.599/+167,2 Prozent) und CFMoto (4.503/+733,9 Prozent). Rückgänge verzeichneten unter anderem Triumph (4.461/−5,6 Prozent) und Ducati (3.801/−3,7 Prozent). Harley‑Davidson meldet 3.075 Einheiten (+38,2 Prozent), Suzuki 2.638 Einheiten (+31,6 Prozent).
Zum Gesamtvolumen von 139.452 Neuzulassungen zählen außerdem 1.249 vierrädrige Fahrzeuge (+10,3 Prozent) und 712 Dreiräder (+29,0 Prozent).
Beliebteste Modelle: die Top 20 (Januar–Juli 2026)
| Rang | Marke | Modell | Einheiten |
|---|---|---|---|
| 1 | BMW | R 1300 GS | 4.706 |
| 2 | Kawasaki | Z 900 | 3.299 |
| 3 | Honda | CBR 650 R | 1.814 |
| 4 | Kawasaki | Z 650 | 1.613 |
| 5 | Yamaha | MT-07 | 1.430 |
| 6 | Yamaha | Ténéré 700 | 1.295 |
| 7 | Honda | CB 750 Hornet | 1.284 |
| 8 | BMW | F 900 R | 1.273 |
| 9 | Yamaha | MT-09 | 1.218 |
| 10 | CF Moto | 675 SR-R | 1.102 |
| 11 | CF Moto | 450 MT | 1.088 |
| 12 | Honda | CRF 1100 Africa Twin | 1.081 |
| 13 | BMW | S 1000 RR | 963 |
| 14 | Kawasaki | Ninja 650 | 953 |
| 15 | BMW | F 800 GS | 908 |
| 16 | BMW | F 900 GS | 885 |
| 17 | Honda | XL 750 Transalp | 859 |
| 18 | Honda | NC 750 X | 843 |
| 19 | Kawasaki | Z 1100 | 817 |
| 20 | Aprilia | RS 660 | 802 |
Die vorliegenden Zahlen zeigen eine breite Nachfrage über verschiedene Segmente hinweg. Ob sich die Dynamik im weiteren Jahresverlauf fortsetzt, hängt laut IVM von Nachfrage, Lieferketten und saisonalen Effekten ab.











