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- Daten zum Testwagen
- Elektrische Reichweite und Verbrauch in der Praxis
- Verbrauchswerte und Reichweiten (praktisch ermittelt)
- Technische Eckdaten
- Kostenbeispiel: Fahrt Rom–Forlì und Monatsrechner
- Wie der Lynk & Co im Vergleich abschneidet
- Eindruck: Ausstattung, Fahrverhalten, Stärken und Schwächen
- Wie wir den Verbrauch messen
<pDer chinesische Plug-in-Hybrid Lynk & Co 08 hat bei einem Praxis-Test auf der Strecke Rom–Forlì überraschende Werte geliefert: Mit vollem Akku fuhr das SUV bis zu 213 km rein elektrisch und erreichte einen Durchschnittsverbrauch von nur 1,55 Liter/100 km. Das Ergebnis stellt einen neuen Bestwert in unserer Langzeit‑Vergleichsliste dar und bringt das Fahrzeug in direkte Konkurrenz zu etablierten europäischen Modellen.
Daten zum Testwagen
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| Modell | Lynk & Co 08 More |
| Grundpreis (Italien) | 56.995 Euro |
| Testdatum | 12. Juni 2026 |
| Wetter (Start / Ziel) | Heiter, 34 °C / Heiter, 26 °C |
| Kraftstoff- und Strompreise (Italien) | 1,849 Euro/L (Benzin) · 0,27 Euro/kWh (Strom) |
| Durchschnittsgeschwindigkeit Strecke | 68 km/h |
| Bereifung | Pirelli Scorpion 255/40 R21 102V XL |
Elektrische Reichweite und Verbrauch in der Praxis
Die größte Stärke des 08 ist seine Batteriekapazität von 39,6 kWh. In realen Bedingungen gelang es, im Schnitt mindestens 180 km rein elektrisch zu fahren; auf der Autobahn waren es rund 112 km, auf einer flachen Teststrecke fast 300 km.

Bei Abfahrt aus Rom wurde am Ende eine elektrische Reichweite von 213 km verzeichnet — damit setzte der Lynk & Co einen neuen Rekord auf unserer 360‑km‑Testroute. Insgesamt führte dieser Anteil der elektrischen Fahrstrecke zu einem sehr niedrigen Verbrauchswert von 1,55 l/100 km.
Verbrauchswerte und Reichweiten (praktisch ermittelt)
| Szenario | Verbrauch / theoretische Reichweite |
| Gemischter Stadt‑ und Überlandverkehr | 5,3 l/100 km · 1.128 km |
| (Italienische) Autobahn | 7,9 l/100 km · 756 km |
| Spritspartest | 3,1 l/100 km · 1.932 km |
| Bordcomputer | 1,6 l/100 km |
| Messung an der Tankstelle | 1,5 l/100 km |
| Gemittelter Wert | 1,55 l/100 km |
| Elektro‑Reichweite bei Abfahrt aus Rom | 213 km |
Technische Eckdaten
- Antrieb: Plug‑in‑Hybrid, 1.499 cm³
- Systemleistung: 345 PS
- WLTP‑CO2: 23 g/km
- Leergewicht: 2.112 kg
- Abgasnorm: Euro 6E‑BIS
Kostenbeispiel: Fahrt Rom–Forlì und Monatsrechner
| Szenario | Kosten |
| Tatsächliche Kosten (Rom–Forlì) | 21,01 Euro (10,32 Euro Benzin + 10,69 Euro Strom) |
| Monatliche Kosten (800 km) | 22,93 Euro (ohne Stromkosten) |
| Reichweite mit 20 Euro | 698 km (ohne Stromkosten) |
| Reichweite mit voller Tankfüllung | 3.871 km |
Bemerkenswert: Bei diesem Test entfielen erstmals höhere Kosten auf Strom als auf Benzin.

Wie der Lynk & Co im Vergleich abschneidet
Mit 1,55 l/100 km steht der Lynk & Co 08 auf Platz eins unserer Verbrauchsbewertung der vergangenen zwölf Jahre. Er unterbot den bisherigen Spitzenreiter, den VW Golf 1.5 TSI eHybrid DSG (1,85 l/100 km).
Auch größere Plug‑in‑Hybride wie das Mercedes C300 e T‑Modell (2,80 l/100 km) oder das GLC 300 de Coupé (3,05 l/100 km) bleiben hinter dem Lynk & Co zurück. Der bisherige Spitzenreiter bei der elektrischen Reichweite, der Omoda 9 SHS mit 162 km, wurde ebenfalls übertroffen.
Eindruck: Ausstattung, Fahrverhalten, Stärken und Schwächen
Das getestete Fahrzeug war die Spitzenversion More, die umfangreich ausgestattet ist. Serienmäßig an Bord sind unter anderem 21‑Zoll‑Räder, Matrix‑LED‑Scheinwerfer und ein Panorama‑Glasschiebedach. Im Innenraum dominieren Kunstleder und Mikrofaser; vordere Sitze lassen sich elektrisch verstellen und bieten Belüftung sowie Massagefunktionen.
Weitere Highlights: eine Drei‑Zonen‑Klimaautomatik, beheizbare Rücksitze, ein 360‑Grad‑Kamerasystem und ein Harman‑Kardon‑Soundsystem mit 23 Lautsprechern, inklusive Kopfstützen‑Speaker und Subwoofer. All das wird in Italien ab 56.995 Euro angeboten.
| Positiv | Negativ |
| Großzügiger Innenraum, hoher Komfort und Laufruhe | Hoher Fahrzeugmasse spürbar in schnellen Kurven |
| Viel Technik zu konkurrenzfähigem Preis | Kein Head‑up‑Display, Heckklappe nicht sensorgesteuert |
| Sofort verfügbare Leistung, ausgewogenes Fahrwerk | Automatische Türöffnung bei Annäherung funktioniert nicht immer |
| Gute Materialanmutung und exklusive Details |
Wie wir den Verbrauch messen
Unser Verbrauchswert ergibt sich aus dem Mittelwert von Bordcomputer‑Anzeige und der Messung an der Zapfsäule. Die Testfahrten führt der Journalist Fabio Gemelli (Motor1.com Italien) regelmäßig auf der Strecke von Rom nach Forlì.
Die Route ist rund 360 km lang und setzt sich typischerweise so zusammen: 65 % Superstrada (schnellstraßenähnlich, 90–110 km/h), 25 % Autostrada (Autobahn, Tempo 130 km/h), 5 % Strada Statale (Landstraße, 90 km/h) und 5 % Stadtverkehr. Auf der Strecke sind zudem Apennin‑Passagen mit Steigungen enthalten; die übliche Durchschnittsgeschwindigkeit liegt zwischen 70 und 80 km/h.
Beim Verbrauchstest wird sparsam gefahren: knapp unter dem Tempolimit auf der Autobahn, mit vorausschauender Fahrweise und ohne abruptes Beschleunigen oder Bremsen. Getankt wird nach dem „voll bis voll“-Prinzip: Tanken endet beim ersten Klick der Pistole, anschließend wird der reale Verbrauch berechnet.












