BDR und AMA wollen beim Erhalt von Offroadstrecken zusammenarbeiten

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Am 9. September unterzeichneten zwei einflussreiche US-Organisationen in Seattle eine Partnerschaft, um den Zugang zu Offroad‑Strecken für Reiseenduros zu sichern und gemeinsame Trainings‑ sowie Pflegeaktivitäten zu stärken. Die Vereinbarung zwischen Backcountry Discovery Routes und der American Motorcyclist Association zielt darauf ab, die Interessen von Adventure‑Rider gegenüber Behörden wirkungsvoller zu vertreten.

Die Partner und ihr Hintergrund

Backcountry Discovery Routes (BDR) ist eine gemeinnützige Initiative, die seit fast zwei Jahrzehnten Offroad‑Routen für Adventure‑ und Dual‑Sport‑Motorräder erschließt. Über die Plattform RideBDR.com stellt die Organisation unter anderem GPS‑Tracks, digitale Karten und Streckenzustands‑Informationen bereit.

Motorrad und aufgeklappte GPS‑Karte auf staubigem Gelände
BDR stellt GPS‑Tracks und Karten für Adventure‑Routen bereit.

Die American Motorcyclist Association (AMA) wurde 1924 gegründet und bezeichnet sich als weltweit größte Interessenvertretung für Motorradfahrer sowie als bedeutender Veranstalter von Motorrad‑Events. Die AMA fungiert als Dachorganisation eines landesweiten Netzwerks unabhängiger Clubs und tritt gegenüber Behörden für Fahreranliegen ein.

Worum die Vereinbarung konkret geht

Beide Seiten haben klare Gegenseitigkeiten vereinbart: BDR will die Aktivitäten der AMA unterstützen, Vertreter zu Streckeneröffnungen und Filmtouren einladen und seine Nutzer für eine Mitgliedschaft bei der AMA werben. Umgekehrt soll die AMA ihre Kommunikationskanäle nutzen, um den Erhalt der BDR‑Routen zu befürworten und Mitglieder zur Teilnahme an Instandhaltungs‑Einsätzen aufzurufen.

Freiwillige mit Schaufeln arbeiten an einem Schotterweg
Gemeinsame Instandhaltungseinsätze sollen künftig mehr Teilnehmer erreichen.

Die Koordination soll außerdem die Entwicklung neuer Strecken, die Förderung von Trainingsangeboten für Motorradfahrer und die Stärkung des ehrenamtlichen Engagements vorantreiben.

Warum die Zusammenarbeit als notwendig angesehen wird

BDR‑Geschäftsführerin Inna Thorn begründet den Schritt damit, dass gerade die besonders beliebten Streckenabschnitte häufig am stärksten von Schließungen bedroht seien. Langfristiger Zugang lasse sich demnach nur durch aktive Interessenvertretung auf mehreren politischen Ebenen sichern.

AMA‑Präsident und CEO Rob Dingman hob die wirtschaftliche Bedeutung der zugänglichen Offroad‑Netze hervor: Laut den Angaben der Organisationen macht BDR mehr als 20.000 Meilen Offroad‑Tracks zugänglich und löst in den bereisten Regionen einen jährlichen wirtschaftlichen Effekt von über 60 Millionen US‑Dollar aus.

Ein Blick nach Europa

Als europäisches Äquivalent nennt der Bericht den Verein Adventure Country Tracks (ACT), der zwar ein deutlich kleineres Routennetz betreibt, aber ebenfalls unbefestigte, wenig befahrene Wege in Hinterlandregionen erschließt. ACT hat demnach bislang neun Strecken in verschiedenen europäischen Ländern gescoutet und veröffentlicht.

Was Fahrer davon haben

Beide Organisationen versprechen, dass Adventure‑Rider künftig von einer besser koordinierten Interessenvertretung profitieren sollen. Im Fokus stehen der Erhalt legaler Schotterpisten, erweiterte Trainingsangebote und mehr Unterstützung für ehrenamtliche Pflegeeinsätze.

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