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Volvo Cars hat einen neuen Chef bestimmt: Der Aufsichtsrat verpflichtete Klaus Zellmer als Präsident und CEO. Die Amtsübergabe soll spätestens am 1. Oktober 2027 erfolgen, während der bisherige CEO Hakan Samuelsson einen geordneten Übergang begleiten wird.
Wechsel und Übergangszeitplan
Der neu benannte Unternehmenschef leitet aktuell den Volkswagen-Konzernableger Škoda. Sein Amtsantritt bei Volvo ist formell bis Oktober 2027 datiert. Bis dahin bleibt Hakan Samuelsson an der Spitze und arbeitet dem Aufsichtsrat zufolge mit dem Vorstand zusammen, um den Führungswechsel planvoll umzusetzen.
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Erfahrungsprofil von Zellmer
Klaus Zellmer bringt mehr als drei Jahrzehnte Berufserfahrung in der Automobilbranche mit. Stationen in seiner Laufbahn umfassen Funktionen im Vertrieb bei Volkswagen Pkw sowie Managementrollen bei Porsche, darunter Führungsaufgaben in Deutschland und Nordamerika.

Diese Kombination aus Tätigkeiten im Volumen- und Premiumsegment gilt als ein zentraler Grund für seine Berufung. Der Vorsitzende des Volvo-Verwaltungsrats, Eric Li, betonte, Zellmer verfüge über tiefes Branchenwissen und Erfahrung in Transformationsprojekten — Attribute, die Volvo in der aktuellen Phase benötige.
Marke, Strategie und Erwartungen
Zellmer selbst bezeichnete den Schritt zu Volvo als bedeutsam für seine Karriere und verwies auf die lange Tradition der Marke. Er hob insbesondere den Ruf der Schweden in puncto Sicherheit hervor und lobte die klare Markenidentität sowie das Design und die Belegschaft.
Volvo steht laut Unternehmensangaben vor einer strategischen Phase als Premiumhersteller. Zugleich hat das Unternehmen aktuelle Herausforderungen: Umsatz, Ergebnis und Verkäufe seien zuletzt rückläufig gewesen, während der Absatz von Elektroautos hingegen neue Rekordwerte erreichte.
Samuelssons Rolle bis zur Übergabe
Hakan Samuelsson hatte Volvo bereits von 2012 bis 2022 geleitet und kehrte im April 2025 an die Spitze zurück. Sein Auftrag beinhaltete, das Unternehmen durch eine schwierige Marktphase zu führen und die strategische Ausrichtung für die kommenden Jahre vorzubereiten. Mit Zellmers Ernennung ist nun ein langfristiger Nachfolger bestimmt.
Škoda unter Zellmer: Wachstum gegen den Trend
Ein wesentliches Argument für Zellmers Berufung ist seine Bilanz bei Škoda. Unter seiner Führung entwickelte sich die Marke zu einem der absatzstärksten Anbieter in Europa.
Die Zahlen belegen die Entwicklung: Für 2025 meldete Škoda Rekordergebnisse, und im ersten Halbjahr 2026 stiegen die Auslieferungen um 9,1 Prozent auf rund 556.000 Fahrzeuge. Der Umsatz lag in diesem Zeitraum bei etwa 16 Milliarden Euro, womit Škoda zu den wichtigsten Wachstumstreibern innerhalb des VW-Konzerns zählte.
Erfolgsfaktoren waren laut Unternehmensangaben ein pragmatisches Produktportfolio, eine starke Position auf dem europäischen Markt sowie der Ausbau des Elektroportfolios. Zugleich nutzte Škoda konsequent die Synergien im Volkswagen-Verbund, ohne sein eigenes Markenprofil aufzugeben.












