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Armutsbericht 2013: Armut auf Rekordniveau – Regionen gehen zugrunde

20. Dezember 2013 | Von | Kategorie: Meldung

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Die Armut in Deutschland hat mit 15,2 Prozent ein noch nie dagewesenes Ausmaß erreicht. Zur Mittellosigkeit der Menschen kommt die Verödung der Lebensbereiche und damit das Sterben ganzer Regionen – spothits berichtete. Zudem gehe der Riss zwischen Arm und Reich immer tiefer, belegt der Armutsbericht 2013. Hiernach warnt der Paritätische Wohlfahrtsverband die Politik und fordert gemeinsam mit der Nationalen Armutskonferenz Maßnahmen zur Bekämpfung von Armut sowie Schritte zum Erhalt der sozialen Infrastruktur in den Regionen.

Armutsbericht 2013: Armut auf Rekordniveaus, Regionen gehen zugrunde. © spothits/Peter Ries Düsseldorf/PIXELIO www.pixelio.de

Armutsbericht 2013: Armut auf Rekordniveaus, Regionen gehen zugrunde. © spothits/Peter Ries Düsseldorf/PIXELIO www.pixelio.de

Kluft wird immer tiefer

Alles was bislang positive Trends gesetzt habe, sei zum Stillstand gekommen. Dabei wachsen die Unterschiede zwischen Wohlstands- und Armutsregionen immer weiter. Deutschland war noch nie so gespalten wie heute, meint Ulrich Schneider, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes.

Armutspolitische Problemregion

Lag die Zahl der Armen 2006 noch bei 14 Prozent, sind es heute 15,2 Prozent. Nach Bundesländern steht Baden-Württemberg mit 11,1 Prozent am besten da, wohingegen Bremen mit 23,1 Prozent das Ende der Skala markiert. Dabei habe sich der Abstand beider Regionen zueinander auf 12 Prozent vergrößert. Armutspolitische Problemregion Nummer 1 bleibe aber das Ruhrgebiet, so Schneider weiter. Die Abwärtsspirale aus zunehmender Armut und schwindender Wirtschaftskraft habe eine neue Qualität erreicht.

Sechs Punkte Plan

Schneider fordert finanzielle Förderung und soziale Programme, um der Verödung entgegenzuwirken. Joachim Speicher von der Nationale Armutskonferenz nennt sechs Punkte, mit denen der alarmierenden Entwicklung entgegengewirkt werden kann. Dazu gehören eine bedarfsgerechte Erhöhung der Regelsätze, Beschäftigungsangebote für Langzeitarbeitslose sowie eine Stärkung des sozialen Wohnungsbaus. Finanzierbar sei alles durch Steuererhöhungen großer Vermögen und Einkommen. Warum die neue Bundesregierung sich dagegen sperre, sei nicht nachvollziehbar.

sph/koe


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