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Ducati verknüpft die Online-Konfiguration eines Motorrads erstmals direkt mit der Produktion und setzt dafür die Visualisierungsplattform von MHP ein. Die Lösung soll Käufern eine fotorealistische Vorschau bieten und zugleich Konfigurationsdaten ohne Medienbruch an das Werk in Borgo Panigale übermitteln.
Technische Basis: Echtzeit-Rendering trifft KI
Ducati nutzt KI, um Online-Konfigurator mit Produktion zu verknüpfen
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Als Kernplattform dient die Elastic Content Platform (ECP) des IT- und Managementberaters MHP. Die ECP fasst Produktdaten aus der bestehenden CGI-Pipeline mit Echtzeit-Visualisierung auf Basis der Unreal Engine von Epic Games zusammen.

Zur Bildgestaltung werden die Motorräder weiterhin als präzise digitale 3D-Modelle gerendert, während KI-generierte Hintergründe die Szenerien ergänzen. Das Ergebnis ist eine fotorealistische Darstellung, die in Echtzeit abrufbar sein soll.
Konfiguration und Fertigung: Multistrada V4 im Fokus
Die neue Technik kommt zuerst bei der Modellfamilie Multistrada V4 im Programm Ducati Factory Made zum Einsatz. Kunden können Farben, Zubehör und Ausstattungsdetails online auswählen und das Ergebnis in einer fotorealistischen 360-Grad-Ansicht betrachten.

Zu den wählbaren Optionen zählen etwa Sitzhöhen, Bremssättel und Zusatzscheinwerfer. Nach Abschluss der Auswahl werden die Daten direkt an das Werk in Borgo Panigale übermittelt und dort individuell umgesetzt.
Kein Medienbruch zwischen Bestellung und Produktion
Ducati hebt hervor, dass durch die Direktübermittlung der Konfigurationsdaten der traditionelle Bruch zwischen digitaler Bestellung und Fertigung entfällt. Kunden sehen so vorab sehr genau, wie ihr Fahrzeug aussehen wird — und die Produktion erhält unmittelbar umsetzbare Spezifikationen.
Wirtschaftliche Folgewirkungen und Branchenbezug
Neben einer verbesserten Nutzererfahrung verspricht Ducati auch Kostenvorteile im Marketing. Wenn Marketingbilder vollständig digital erzeugt werden, lassen sich aufwendige Fotoshootings mitsamt Transport, Kulissen und Nachbearbeitung deutlich reduzieren.
Nach Angaben von MHP können dadurch sechsstellige Produktionskosten eingespart werden. Zugleich verkürzt sich die Zeit zur Erstellung neuer Bildwelten von rund zwölf Wochen auf etwa zwei Wochen, was die Marktreife variantenreicher Kampagnen beschleunigt.
Die zugrundeliegende Architektur steht außerdem für den wachsenden Einsatz von digitalen Zwillingen in der Fahrzeugindustrie: Visualisierung, Produktdaten und Fertigung werden zu einer durchgängigen digitalen Prozesskette verknüpft. Nach Herstellern wie Aston Martin, Lotus, Pagani, Ineos und Porsche nutzt nun auch Ducati diese Technologie für Konfiguration, Marketing und Produktion.











