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Der Mitsubishi Grandis (2026) präsentiert sich als unaufgeregtes, aber praktisches Kompakt‑SUV: viel Platz, zurückhaltendes Design und ein faires Einstiegsangebot. Im Test überzeugt das Mild‑Hybrid‑Modell besonders dort, wo Alltagstauglichkeit zählt – weniger bei Effekthascherei.
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Die Basisausstattung heißt Diamant und nutzt einen 1,3‑Liter‑Vierzylinder‑Turbo in Kombination mit einem 48‑Volt‑Mildhybrid‑System. Zusammen ergibt das eine Systemleistung von 104 kW (140 PS) und ein Drehmoment von 245 Nm.
Der Grandis fährt serienmäßig mit Frontantrieb und einem manuellen 6‑Gang‑Getriebe. Mitsubishi nennt 10,6 Sekunden für den Sprint auf 100 km/h und eine Höchstgeschwindigkeit von 180 km/h.
Karosserie und Design
Optisch zeigt sich der Grandis zurückhaltend. Die Proportionen auf 4,41 Metern Länge orientieren sich eng am Plattform‑Bruder Renault Symbioz. Mitsubishi hat Frontpartie und Grill jedoch an die eigene Modellfamilie angepasst.

In der günstigsten Ausführung prägen praktische Details das Bild: schwarz abgesetzte Spiegel, beplankte Radläufe und ausreichende Bodenfreiheit. Die Heckgestaltung mit schlanken Leuchten wirkt solid und verzichtet auf auffällige Lichtbänder.
Innenraum
Innen dominiert Funktionalität. Die Diamant‑Variante setzt auf dunkle Armaturen, robuste Materialien und ein nüchternes Erscheinungsbild. Wirklich luxuriös wirkt das Cockpit nicht, aber Verarbeitung und Ergonomie sind durchweg handhabbar.
Das 10,4‑Zoll‑Infotainment basiert auf Google Automotive; Android Auto lässt sich problemlos einbinden. Kritikpunkt: Das Display unseres Testwagens ließ sich nicht ausreichend dimmen und die verbaute Rückfahrkamera liefert nur mäßige Bildqualität.
Mit einem Ladevolumen von 576–1.682 Litern und ausreichender Beinfreiheit hinten zählt der Grandis zu den praktischeren Kandidaten im Segment.
Antrieb und Fahrgefühl
Das Fahrverhalten ist unaufgeregt und alltagstauglich. Das Fahrwerk arbeitet solide, ohne sportliche Ambitionen, und ergibt ein ausgewogenes Fahrbild für Stadt und Autobahn.
Der 1,3‑Liter‑Turbo ist drehfreudig, verlangt aber relativ hohe Drehzahlen, um kräftig voranzukommen. Mit einem Leergewicht von rund 1.359 kg bewältigt der Antrieb das Fahrzeug jedoch ausreichend souverän.
Bei höheren Geschwindigkeiten werden Wind‑ und Fahrgeräusche deutlicher. Insgesamt reicht die Motorisierung für normale Einsatzzwecke – lange Überholvorgänge oder ständiges höheres Tempo sind nicht seine Domäne.
Verbrauch und Preis
Mitsubishi gibt für das Mildhybrid‑Modell einen WLTP‑Wert von 5,9 l/100 km (134 g CO2/km) an. Im Praxistest lagen wir mit einer längeren Autobahnetappe bei etwa 460 Kilometern bei rund 5,6 l/100 km.

Der Grundpreis des Grandis Mildhybrid in der Diamant‑Ausstattung beträgt 29.390 Euro. Serienmäßig sind 17‑Zoll‑Räder, sechs Lautsprecher, das 10,4‑Zoll‑Infotainment, verschiedene Assistenzsysteme sowie elektrisch einstell-, beheiz‑ und anklappbare Außenspiegel mit an Bord. Die höhere Ausstattung Diamant Plus (u. a. 18‑Zoll‑Räder, Klimaautomatik, Sitzheizung) beginnt bei 31.390 Euro.
Aktuell (August 2026) läuft eine Rabattaktion von 3.000 Euro, so dass der Grandis temporär ab 26.390 Euro zu haben ist. Wettbewerber in vergleichbarer Motorisierung starten nahebei: Renault Symbioz ab 28.800 Euro, Nissan Qashqai ab 28.822 Euro; darüber liegen Kia Sportage (33.990 Euro) und VW Tiguan (39.385 Euro). Als besonders günstige Alternative bleibt der Dacia Duster (Mildhybrid ab 22.190 Euro), der jedoch etwas kürzer ausfällt.
Stärken und Schwächen
- Pro: Großzügiges Raumangebot und gutes Preis‑Leistungs‑Verhältnis
- Pro: Alltagstauglicher Antrieb und niedriger Verbrauch im Test
- Kontra: Schlichte Materialanmutung im Innenraum
- Kontra: Wahrnehmbarer Geräuschpegel bei hohen Geschwindigkeiten
- Kontra: Rückfahrkamera nur mit mäßiger Bildqualität
Bewertung
Der Mitsubishi Grandis ist kein Showcar, sondern ein nüchternes Nutzfahrzeug für den Alltag. Seine Stärken liegen in praktischem Platzangebot, zuverlässiger Technik und einem konkurrenzfähigen Preis. Insgesamt verdient das Modell eine Bewertung von 7/10.











