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Toyota startet mit drei neuen Sportwagen in eine neue GT-Ära und verfolgt dabei ein klares Ziel: das Renner-Know-how von Gazoo Racing an die nächste Generation weiterzugeben. Projektleiter und Toyota-Vorstandsvorsitzender Akio Toyoda (70) war persönlich in Entwicklung und Testfahrten involviert.
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Die Japaner präsentierten ein Trio, das verschiedene Facetten der Performance abdeckt: den straßenzugelassenen GR GT, dessen rennnahe Schwester GT3 sowie das als Studie gezeigte Lexus LFA Concept. Gemeinsam sollen sie Toyotas Präsenz in Motorsport und Supersportwagen-Segment erneuern.
Während Toyota noch keine verbindlichen Angaben zu Marktstart oder Preis macht, betont das Unternehmen, dass die Rennversionen Kundensport und Wettbewerbe ansprechen sollen — unter anderem mit dem Anspruch, in der GT-Szene für Aufsehen zu sorgen und die Nürburgring-Nordschleife anzugehen. Die GT3-Pläne folgen dem jüngsten Hypercar-Erfolg bei den 24 Stunden von Le Mans.
Antrieb und Getriebe
Beide Verbrenner setzen auf einen tief eingebauten 4,0‑Liter‑V8‑Biturbo als Herzstück. Die Serienvariante kombiniert den V8 mit einem unterstützenden Hybridsystem und einem neu entwickelten Achtstufen‑Automatikgetriebe. Für den Rennbetrieb ist gemäß Vorschriften ein sequenzielles Getriebe verbaut.

Die Rennversion des GT basiert zwar auf derselben technischen Grundlage wie das Serienauto, ist aber kompromisslos auf maximale Performance getrimmt — und soll dennoch als zugängliches Fahrzeug für Kundenteams konzipiert sein.
Chassis, Gewicht und Fahrdynamik
Technisch setzt Toyota auf eine ungewöhnliche Layout-Lösung: Der Motor sitzt als Front‑Mittelmotor hinter der Vorderachse, während eine Transaxle‑Anordnung das Getriebe hinten positioniert. Diese Konfiguration sorgt laut Hersteller für hohe Steifigkeit und eine ausgeglichene Gewichtsverteilung von etwa 45 zu 55 Prozent.
Ein Novum ist das erste Voll‑Alu‑Chassis von Toyota, das maßgeblich zur Gewichtsreduzierung beitragen soll. Ziel ist ein Gesamtgewicht von rund 1.750 Kilogramm. Zudem legten die Ingenieure großen Wert auf einen extrem tiefen Schwerpunkt und eine Sitzposition, die das Fahrzeug quasi um den Fahrer herum definiert.
Leistung, Topspeed und Bremsen
Konkrete Leistungsdaten veröffentlicht Toyota noch zurückhaltend, nennt aber als Ziel mindestens 650 PS und eine Spitzengeschwindigkeit oberhalb der magischen 200 mph-Marke (mehr als 320 km/h). Solche Werte verlangen entsprechend dimensionierte Verzögerungswerte.
Für die Bremskraft vertraut Toyota auf eine Carbon‑Keramik‑Anlage von Brembo, vorne wie hinten. Die Standfestigkeit und Verzögerungsleistung dieser Komponenten demonstrierte der Hersteller bei der Premiere seiner sogenannten „Trinity“-Modelle beim Goodwood‑Festival of Speed.
Lexus LFA Concept: elektrisch und visionär
Als Gegenpol zu den Verbrennern zeigt Lexus mit dem LFA Concept einen vollelektrischen Supersportler als Zukunftsvision. Auf der Bergrenn‑Demonstration in Goodwood fuhr die Studie zunächst noch getarnt, später gab ein Blick in Präsentationsmaterialien Aufschluss über die kantige, futuristische Formensprache.
Die Studie punktet mit markanten Designdetails und hochwertigen Materialien. Negativäußerungen zum akustischen Auftritt des Konzepts: Statt des charakteristischen V10‑Klangs des Originals kommt ein künstlich erzeugter Sound zum Einsatz, was einigen Beobachtern noch ungewohnt erscheint.
Für Toyota geht es bei dem Programm nicht nur um schnelle Rundenzeiten: Es geht darum, technisches Können weiterzugeben und die Brücke zwischen Rennsport und Seriensportwagen zu stärken — sowohl auf der Straße als auch auf der Rennstrecke.












