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	<title>spothits &#187; Leitartikel</title>
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		<title>Autovermieter-Verband klagt gegen private Carsharing-Plattform Autonetzer</title>
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		<pubDate>Wed, 16 Oct 2013 07:20:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ingo Koecher</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Idee des Teilens verbreitet sich rasend schnell &#8211; spothits berichtete. Für immer mehr Leute wird es wichtiger Auto, Fahrrad, Bohrmaschine oder Kamera bei Bedarf zur Verfügung zu haben, anstatt die Dinge zu besitzen. Das ist neu und passt so gar nicht ins Wirtschaftsprinzip der westlichen Welt. Da überrascht es nicht, dass Lobbyisten auf den<br /><span class="excerpt_more"><br /><a href="/2860/autovermieter-verband-klagt-gegen-private-carsharing-plattform-autonetzer/">[weiterlesen ...]</a></span>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Idee des Teilens verbreitet sich rasend schnell &#8211; <a href="/803/haeusertausch-und-carsharing-tauschboersen-sprengen-regionale-grenzen/#utm_source=feed&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=feed">spothits berichtete</a>. Für immer mehr Leute wird es wichtiger Auto, Fahrrad, Bohrmaschine oder Kamera bei Bedarf zur Verfügung zu haben, anstatt die Dinge zu besitzen. Das ist neu und passt so gar nicht ins Wirtschaftsprinzip der westlichen Welt. Da überrascht es nicht, dass Lobbyisten auf den Plan treten, um diesem »Zinnober« Einhalt zu gebieten. Aktuell trifft es die private Carsharing-Plattform »<a href="http://www.autonetzer.de/car2share" target="_blank">Autonetzer</a>«, die vom Bundesverband Deutscher Autovermieter verklagt wurde. Und warum? Nicht etwa, weil die private Carsharing Plattform als Wettbewerber wahrgenommen wird, sondern weil die Lobbyisten die bislang etwa 30.000 Nutzer des Stuttgarter Startups vor Schaden bewahren wollen. Welch honorer Anspruch.</strong></p>
<div id="attachment_2863" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="/wp-content/uploads/2013/10/640564_web_r_k_b_by_lupo_pixelio.de_.jpg#utm_source=feed&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=feed"><img class="size-medium wp-image-2863" alt="Autovermieter-Verband klagt gegen private Carsharing-Plattform Autonetzer. © spothits/Lupo/PIXELIO www.pixelio.de" src="/wp-content/uploads/2013/10/640564_web_r_k_b_by_lupo_pixelio.de_-300x168.jpg" width="300" height="168" /></a><p class="wp-caption-text">Autovermieter-Verband klagt gegen private Carsharing-Plattform Autonetzer. © spothits/Lupo/PIXELIO <a href="http://www.pixelio.de/" target="_blank">www.pixelio.de</a></p></div>
<h2>Neue Nutzungsmuster</h2>
<p>Doch die Klage des Verbandes legt offen, dass hier bereits ein Brand schwelt. Denn seit in immer mehr Bereichen neue Nutzungsmuster bisheriges Besitzstandsdenken ablösen, kommt Bewegung ins Kaufgelüste schürende System. Es zeigt sich, dass diese Entwicklung zu radikalen Verschiebungen im Konsumverhalten führt. Besitzen verliert an Bedeutung, nur die Verfügbarkeit ist wesentlich. Vollkommen bedeutungslos sind indes Marken oder gar Fragen nach Images, die mit den Produkten verknüpft sind.</p>
<h2>Weit mehr als ein Klage</h2>
<p>Dabei ist die Klage gegen <a href="http://www.autonetzer.de/car2share" target="_blank">Autonetzer</a> weitreichender, als es auf den ersten Blick scheint. Zum einen wäre ein Urteilsspruch, der Privat-Sharing in dieser Form verbietet, richtungweisend für ähnliche Portale wie »<a href="http://www.tamyca.de/" target="_blank">Tamyca</a>« oder »<a href="https://www.nachbarschaftsauto.de/" target="_blank">Nachbarschaftsauto</a>«. Zum anderen führe eine entsprechende Entscheidung dazu, wirtschaftliche Entwicklungen mit richterlicher Instanz auszuhebeln, um etablierte Strukturen zu schützen.</p>
<h2>Lobbyarbeit ist alles</h2>
<p>Ähnliches widerfuhr dem Portal »<a href="https://www.airbnb.de/" target="_blank">Airbnb</a>«. Auch hier sind es Privatpersonen, die ihre Geschicke selbst in die Hand nehmen und sich organisieren. Auf der Sharing-Plattform bieten Leute Gästen einen Schlafplatz, ein Zimmer, die Wohnung oder das eigene Haus zum Übernachten an. Wie »<a href="http://www.gruenderszene.de/news/airbnb-wimdu-9flats-probleme-illegal" target="_blank">Gründerszene</a>« im Mai 2013 berichtete, wurde in New York gegen Airbnb-Gastgeber geurteilt. Privatpersonen dürften keine Hotelräume anbieten, hieß es in der Begründung. Gleichlautende Urteile folgten in Kanada. Nun dürfte es nicht mehr lange dauern, bis dem Sharing-Projekt Airbnb auch hierzulande die »Lizenz« entzogen wird.</p>
<h2>Gute Lobbyarbeit zahlt sich  aus</h2>
<p>Das erkannte schon Erich Fromm in seinem Band »Haben oder Sein« – <a href="/2583/spothits-buchtipp-erich-fromm-haben-oder-sein-die-seelischen-grundlagen-einer-neuen-gesellschaft/#utm_source=feed&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=feed">spothits berichtete</a>. Dabei stammt dessen Systemanalyse bereits aus dem Jahr 1979. Damals hatte der Philosoph und Sozialpsychologe das System untersucht und festgestellt, dass sich einiges ändern müsse. Denn ewiges Wachstum ist eine ebensolche Illusion, wie die irrige Annahme, Besitz sei das höchste und einzig Glückseligkeit bringende Gut im Leben eines Menschen.</p>
<h2>Weniger Balzgehabe</h2>
<p>Fromm fordert von Entscheidungsträgern, dass sie weniger Energie in die Konstruktion ihres an die Öffentlichkeit dringenden Bildes stecken sollten. Vielmehr hätten sie die Aufgabe, den gesellschaftlichen Umbau anzugehen. So schließt sein Band damit, dass Unternehmen für das Wohl des Menschen da seien und nicht wie bisher, um den Profit zu maximieren.</p>
<h2>»Teilen statt Kaufen«</h2>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Ganz gleich ob Fromms »Entscheider« Dankanstöße geben oder der Entwicklung hinterher laufen: Schon jetzt wird »<a href="/803/haeusertausch-und-carsharing-tauschboersen-sprengen-regionale-grenzen/#utm_source=feed&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=feed">Teilen statt Kaufen</a>« für immer mehr Menschen zur praktikablen Alternative. Und das unabhängig von Lobbyarbeit und richterlichen Urteilssprüchen. Denn während vielerorts nur von Nachhaltigkeit geschwätzt wird, um das grüne Image aufzupeppen, lebt es die täglich wachsenden Sharing-Familie schon seit langem.</p>
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		<title>Einmal verliehen, immer verliehen: Leiharbeit als normales Beschäftigungsverhältnis</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Sep 2013 07:20:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ingo Koecher</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Christian Graupner war es, der Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) während der ARD Wahlarena am 10. September 2013 darüber informierte, dass es in Deutschland Menschen gibt, die sich seit vielen Jahren in Leiharbeit befinden. Nahezu rekordverdächtig ist dabei Graupners eigene Erwerbsbiografie, der seit nunmehr zehn Jahren als Leiharbeiter tätig ist. Edle Zielsetzung Leiharbeit war dazu gedacht,<br /><span class="excerpt_more"><br /><a href="/2397/einmal-geliehen-immer-geliehen-leiharbeit-als-normales-beschaeftigungsverhaeltnis/">[weiterlesen ...]</a></span>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2400" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="/wp-content/uploads/2013/09/30502_web_r_k_by_paul-georg-meister_pixelio.de_.jpg#utm_source=feed&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=feed"><img class="size-medium wp-image-2400" alt="Einmal geliehen, immer geliehen: Leiharbeit als normales Beschäftigungsverhältnis. © spothits/Paul-Georg Meister/PIXELIO www.pixelio.de" src="/wp-content/uploads/2013/09/30502_web_r_k_by_paul-georg-meister_pixelio.de_-300x225.jpg" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Einmal geliehen, immer geliehen: Leiharbeit als normales Beschäftigungsverhältnis. © spothits/Paul-Georg Meister/PIXELIO <a href="http://www.pixelio.de" target="_blank">www.pixelio.de</a></p></div>
<p><strong>Christian Graupner war es, der Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) während der ARD Wahlarena am 10. September 2013 darüber informierte, dass es in Deutschland Menschen gibt, die sich seit vielen Jahren in Leiharbeit befinden. Nahezu rekordverdächtig ist dabei Graupners eigene Erwerbsbiografie, der seit nunmehr zehn Jahren als Leiharbeiter tätig ist.</strong></p>
<h2>Edle Zielsetzung</h2>
<p>Leiharbeit war dazu gedacht, Menschen wieder in Arbeit zu bringen. Dieses Ziel wird jedoch in vielen Fällen nicht erreicht. Stattdessen sind immer mehr Menschen in als prekär bezeichneten Arbeitsverhältnissen beschäftigt.</p>
<p><strong>Verdient wird dennoch:</strong> So bekommen Arbeitnehmer zu hören, dass Unternehmer mit Leiharbeitern Produktionsspitzen abfangen könnten. Das ist sicherlich richtig. Nur wenn es sich bei Produktionsspitzen um, wie in Graupners Fall, zehn Jahre handelt, scheint an der Sinnhaftigkeit der Leiharbeit etwas faul zu sein. Denn Leiharbeit bedeutet allzu oft, dass der fest angestellte Kollege für die gleiche Arbeitsleistung um ein Vielfaches mehr entlohnt wird – und das bei oft gleicher Qualifikation.</p>
<h2>Wieder nur ein Einzelfall?</h2>
<p>Dabei ist Graupner kein Einzelfall. Vielmehr markiert er den Werteverfall in der Gesellschaft. Das sieht Rainer Brüderle (FDP) ganz anders, schließlich habe man in Deutschland keinen <a href="/448/sittenwidrig-und-skandalos-fdp-will-4-euro-lohnuntergrenze/#utm_source=feed&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=feed" target="_blank">»Manchester Kapitalismus« – spothits berichtete</a>. Aber wie lässt sich diese immer stärker um sich greifende Entwicklung erklären? Selbst die Behauptung, dass es sich um wenig qualifizierte Arbeitskräfte handelt, funktioniert nicht, ist sie doch schlichtweg falsch.</p>
<h2>Gewinn hier, Abstieg da &#8230;</h2>
<p>Prekäre Arbeitsverhältnisse ziehen sich durch alle Bildungsschichten der Gesellschaft. Während hier auf dem Rücken der Arbeitnehmer Profitmaximierung betrieben wird, kommt ein weiterer schwerwiegender Sachverhalt hinzu: Das eigene Leben lässt sich nicht planen. Familiengründung ist Luxus und Zukunft verschwindet in Perspektivlosigkeit. Stattdessen hangeln sich Beschäftigte von einem Zeitvertrag zum nächsten, um dann auch dort die Spitzen abzufangen. Dann leisten sie wieder Arbeit, für die das Stammpersonal um ein Vielfaches besser bezahlt wird als sie selbst. Denn lohnen soll sich der Einsatz von Leiharbeit nicht nur für den Unternehmer, sondern auch für die Zeitarbeitsfirma, die den Leiharbeiter vermittelt. Dabei leuchtet ein, dass auch für Personalvermieter über Jahre andauernde Produktionsspitzen lukrativ sind. Mit gesundem Menschenverstand ist das nicht zu erklären. Vielmehr ist es verwerflich und hat schon lange nichts mehr mit sozialer Marktwirtschaft zu tun.</p>
<h2>Aktionismus vor der Wahl?</h2>
<p>In wenigen Tagen ist Bundestagswahl und Frau Merkel auf das Problem ausufernder Leiharbeit aufmerksam geworden, will die Sache prüfen. Dabei besteht die berechtigte Sorge, dass es medienwirksamer Aktionismus ist. Denn unmittelbar nach der Sendung beim Mitteldeutschen Rundfunk wurde bei der Leipziger Volkszeitung LVZ in der Samstag-Ausgabe (14.09.2013) nachgelegt. Merkel wolle die Einschränkung der Leiharbeit per Gesetz prüfen, zitiert das Blatt die Bundeskanzlerin. Das bedeutet, die Bundesregierung ist bislang davon ausgegangen, dass Leihverträge etwa ein Jahr Bestand hätten. Anschließend wechsle der Arbeitnehmer in eine Festanstellung. Eine Beschäftigungsdauer von zehn Jahren sei jedoch nicht hinnehmbar. Hier gelte es, die schriftliche Begründung eines im Juli dieses Jahres gefällten Urteils vom Bundesarbeitsgericht abzuwarten. Zudem sei der Begriff »vorübergehend« deutlicher zu definieren, heißt es weiter.</p>
<h2>Studien belegen verheerende Situation</h2>
<p>Wahlkampfwirksam wird hier mit dem Schicksal vieler deutscher Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gespielt. Denn das der Fall Graupner kein Einzelfall ist, dürfte auch der Regierung nicht entgangen sein. So belegen Gutachten und Studien die verheerende Situation im Leiharbeitssektor, die ihren Gipfel in Werkverträgen findet. Belegt wurde das letztmalig im April 2013 in einer <a href="/681/deutschland-2013-motor-oder-armenhaus-europas/#utm_source=feed&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=feed" target="_blank">Untersuchung der Hans Böckler Stiftung – spothits berichtete</a>. Aus der geht hervor, dass nach zwanzig Jahren Flexibilisierung am deutschen Arbeitsmarkt ein Drittel aller Arbeitnehmer atypisch beschäftigt ist. Dazu gehören Leihverträge, Werkverträge aber auch immer mehr Menschen, die von ihrer Arbeit nicht leben können und deshalb aufstocken müssen.</p>
<h2>Volle Leistung für Dumpinglohn</h2>
<p>Um den Standort Deutschland zu sichern, sind Dumpinglöhne der falsche Weg. Und menschenverachtend ist es zudem. Überdies lässt sich die Augenwischerei immer schwieriger an den Mann und die Frau bringen. Ob am Ende alles weiter läuft wie bisher, zeigt die Bundestagswahl am 22. September 2013.</p>
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		<title>Wie viel Netzwerk braucht der Mensch? Hilfloses und unsinniges Networking</title>
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		<pubDate>Mon, 05 Aug 2013 07:09:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ingo Koecher</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mit sozialen Netzwerken ist es wie mit Car-Sharing: Es gibt unzählige Anbieter, wobei jeder von sich behauptet, der beste zu sein. Diesen Anspruch kann man zunächst niemandem absprechen, garantiert ein Alleinstellungsmerkmal doch wirtschaftlichen Erfolg. Aber wie groß sind die Unterschiede der Plattformen wirklich? Und braucht man sie am Ende überhaupt? Es ist anstrengend, all seine<br /><span class="excerpt_more"><br /><a href="/849/wie-viel-netzwerk-braucht-der-mensch-hilfloses-und-unsinniges-networking/">[weiterlesen ...]</a></span>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1075" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="/wp-content/uploads/2013/05/598266_original_r_k_b_by_gerd-altmann_pixelio_klein.jpg#utm_source=feed&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=feed"><img class="size-medium wp-image-1075" alt="Wie viel Netzwerk braucht der Mensch? Hilfloses und unsinniges Networking. © spothits/gerd altmann/ pixelio.de" src="/wp-content/uploads/2013/05/598266_original_r_k_b_by_gerd-altmann_pixelio_klein-300x212.jpg" width="300" height="212" /></a><p class="wp-caption-text">Wie viel Netzwerk braucht der Mensch? Hilfloses und unsinniges Networking. © spothits/Gerd Altmann/PIXELIO<br /><a href="https://www.pixelio.de" target="_blank">www.pixelio.de</a></p></div>
<p><strong style="letter-spacing: 0.05em; line-height: 1.6875;">Mit sozialen Netzwerken ist es wie mit Car-Sharing: Es gibt unzählige Anbieter, wobei jeder von sich behauptet, der beste zu sein. Diesen Anspruch kann man zunächst niemandem absprechen, garantiert ein Alleinstellungsmerkmal doch wirtschaftlichen Erfolg. Aber wie groß sind die Unterschiede der Plattformen wirklich? Und braucht man sie am Ende überhaupt?</strong></p>
<p><strong style="letter-spacing: 0.05em; line-height: 1.6875;">Es ist anstrengend, all seine Web-Profile </strong><span style="letter-spacing: 0.05em; line-height: 1.6875;">auch nur annähernde aktuell zu halten. Und als bewege man sich mit den einschlägig bekannten Diensten nicht schon an der eigenen Leistungsgrenze, kommen immer neue Portale hinzu.</span></p>
<h2>Im Netzwerk nichts Neues</h2>
<p>Doch die Chancen solcher Plattformen, bereits aktive Netzwerker zu gewinnen, nehmen allmählich ab. Denn unter den Nutzern reift die Erkenntnis, nicht auf allen Hochzeiten tanzen zu müssen. Zumal am Ende ohnehin nichts Neues auf Portal F veröffentlicht wird, was nicht schon längst bei den Plattformen A bis E online verfügbar wäre. Denn um etwas Neues produzieren zu können, muss man sich auch mal abmelden und raus gehen.</p>
<h2>Nur nichts verpassen</h2>
<p>Dennoch kommt der aktive Netzwerker bei jedem neuen Angebot ins Grübeln. Denn eine Chance, Leser zu gewinnen, möchte niemand ungenutzt lassen. Genau darauf zielen die Angebote ab: auf die Hoffnung neue Leser zu binden. Aber in der Regel bleibt es bei besagter Hoffnung. Der Einzige, der den Traffic gewinnbringend nutzen kann, ist der Plattformbetreiber des neuen Netzwerks. Man selbst hat einmal mehr seine Daten preisgegeben und wird im Folgenden mit Informationen überhäuft, die darauf abzielen, zu überzeugen, wie gut es für einen selbst wäre, Beiträge auf dem neuen Portal zu veröffentlichen.</p>
<h2>Vom wachen Netzwerk-Geist</h2>
<p>Und das, obwohl jeder halbwegs wache Netzwerk-Geist weiß, dass Unique Content doch um einiges besser auf der eigenen Seite aufgehoben ist. Wozu also sollte man ein Fremdportal beliefern? Das Zauberwort heißt Linktausch. Schreibst Du für mich, gebe ich Dir … Die allmächtige google-Mutter honoriert diesen Vorgang. Wenn man sich dazu hinreißen lässt, sollte man nur tunlichst darauf achten, ein Portal zu befüttern, das im Ranking besser dasteht als das eigene. Dann steigt das eigene Portal auf wundersame Weise im Page-Ranking des google-Systems. Plötzlich haben die Inhalte Qualität, die kurioserweise bislang nicht vorhanden gewesen sein soll.</p>
<h2>Sinnfreies Klicken</h2>
<p>Der hier geführte google-Nachweis qualitativer Beiträge ist im Einzelnen noch nachvollziehbar. Vollkommen abstrus geht es hingegen bei Facebook zu. Wer hier eine Fanpage seiner Onlinepräsenz anlegt, wird noch während der Anmeldung mit Werbeangeboten überhäuft. Hiernach würden für zehn Dollar Leute per Mail aufgefordert, die eigene Fanpage zu liken. Diese Leute kennen weder den Seitenbetreiber noch dessen Produkte oder Beiträge. Sinnfreies Klicken für Geld. Mehr steckt also nicht hinter einigen der Facebook-Likes.</p>
<h2>Abgestraft</h2>
<p>Wer sich nicht für die Facebook-Kampagne entscheidet, wird zunächst einmal abgestraft. Denn der bekommt erst dann eine Statistik eigener Besucherzahlen zu Gesicht, wenn mehr als 30 Freunde den Like-Button gedrückt haben. Hier allerdings dürfte die Aussagekraft der Likes weit höher sein, als die luftleeren Beurteilungen hunderter gekaufter Likes.</p>
<h2>Sei online, und du bist &#8230;</h2>
<p>Trotz derlei sinnfreier Auswüchse ist Networking hilfreich. Denn unbestritten existiert nur, wer Onlinepräsenz lebt. Je besser man es versteht, die Kanäle zu nutzen, desto breiter ist die Streuung eigener Inhalte. Und das gilt leider auch für eine Vielzahl von Äußerungen, die, gezwitschert im Offline-Zeitalter, schlicht als Papierverschwendung bezeichnet worden wären. Und weil jede These nur so gut ist, wie das sie untermauernde Beispiel, sei eine Zwitscher-Orgie um den Umlaut »Ä« genannt. Ein fest in der Medienwelt verankerter Multiplikator zwitscherte vor einigen Tagen ein »Ä«. Das wäre kaum bemerkenswert, hätten sich nicht ebenfalls in der Branche stehende Multiplikatoren genötigt gefühlt, diese Umlaut-Äußerung zu kommentieren. Abschließend stellt sich die Frage: Warum kam es zu dieser »Kommunikation«, will man in diesem Zusammenhang überhaupt von einer Kommunikation sprechen?</p>
<h2>Medienpräsenz und inhaltsleere Blasen</h2>
<p>Die Erklärung ist so einfach wie bedenklich: Medienpräsenz. Die hat man, oder man hat sie eben nicht. Wer mehrfach täglich zwitschert, wird irgendwann wahrgenommen. Das bedeutet allerdings nicht zwangsläufig, dass derjenige auch ernst genommen wird. Denn immer nur inhaltsleere Blasen zu produzieren schadet eher, als dass es nützt. Ja und ein bisschen kommt dabei auch der Egomane durch, denn schließlich warf das »Ä« eine Persönlichkeit in den Zwitscher-Ring, mit der man selbst nun eine »Unterhaltung« hatte. Das wiederum trifft es jedoch nur zum Teil, denn der Verfasser des »Ä« hat sich kein weiteres Mal geäußert. Stattdessen entwickelte sich eine Unterhaltung unter denen, die gern mit dem Verfasser gesprochen hätten.</p>
<p><strong>Und so scheint auch im Internetzeitalter</strong> dem aus der Offline-Lebenswelt stammenden olympischen Gedanken, dabei gewesen zu sein, eine nach wie vor bedeutsame Rolle zuzukommen.</p>
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		<title>Rechtsanspruch auf Kita-Platz: Familienpolitik bleibt löchriger Flickenteppich</title>
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		<pubDate>Fri, 02 Aug 2013 07:10:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ingo Koecher</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Während der DGB vergangenen Mittwoch in Berlin die Abschaffung des Betreuungsgeldes sowie die Bereitstellung weiterer Krippenplätze forderte – spothits berichtete, verkündete Familienministerin Kristina Schröder bereits am 11. Juli dieses Jahres, dass ab 1. August 2013 genügend Kita-Plätze vorhanden sind, wonach jedes Kind ab dem ersten Lebensjahr einen Platz in Anspruch nehmen könnte. Soweit die Theorie.<br /><span class="excerpt_more"><br /><a href="/1903/rechtsanspruch-auf-kita-platz-familienpolitik-bleibt-loechriger-flickenteppich/">[weiterlesen ...]</a></span>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1907" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="/wp-content/uploads/2013/08/children-14067_bea.jpg#utm_source=feed&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=feed"><img class="size-medium wp-image-1907" alt="Rechtsanspruch auf Kita-Platz: Familienpolitik bleibt löchriger Flickenteppich. © spothits/pixabay.com" src="/wp-content/uploads/2013/08/children-14067_bea-300x225.jpg" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Rechtsanspruch auf Kita-Platz: Familienpolitik bleibt löchriger Flickenteppich. © spothits/pixabay.com</p></div>
<p><strong>Während der DGB vergangenen Mittwoch in Berlin die Abschaffung des Betreuungsgeldes sowie die Bereitstellung weiterer Krippenplätze forderte – <a href="/1891/dgb-fordert-abschaffung-des-betreuungsgelds-und-mehr-kita-plaetze/#utm_source=feed&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=feed"><span style="text-decoration: underline;">spothits berichtete</span></a>, verkündete <a href="http://www.bmfsfj.de/BMFSFJ/Ministerium/ministerin,did=199506.html" target="_blank">Familienministerin Kristina Schröder bereits am 11. Juli</a> dieses Jahres, dass ab 1. August 2013 genügend Kita-Plätze vorhanden sind, wonach jedes Kind ab dem ersten Lebensjahr einen Platz in Anspruch nehmen könnte. Soweit die Theorie. Was die Ministerin verschweigt, sind regionale Besonderheiten. Wenn es überhaupt genug Plätze gibt, dann liegen die überwiegend in Städten. Und selbst hier dürfte es oft eng werden. Um jedoch einer Klagewelle aus dem Weg zu gehen, werden viele Städte und Gemeinden in letzter Konsequenz Plätze schaffen, indem bestehende Gruppen kurzerhand vergrößert werden. Entlastung erhoffen sich Städte und Gemeinden aber auch durch das Betreuungsgeld. Ab 1. August 2013 werden 100 Euro, ab 1. August 2014 150 Euro an Eltern gezahlt, die ihren Nachwuchs nicht in die Kita geben. </strong></p>
<h2>Teufelskreis</h2>
<p>In größeren Gruppen leidet die Qualität der Betreuungsarbeit, da Erzieherinnen und Erzieher hoffnungslos überlastet sein werden. Gegensteuern mittels Personalaufstockung  ist wegen fehlender finanzieller Mittel nicht möglich. Und das ist ein Teufelskreis. Denn in größeren Gruppen ist die Förderung des Einzelnen nicht umsetzbar. Zudem entwickeln sich Kinderkrippe und Kindergarten zu »Verwahranstalten«. Das darf nicht passieren. So fordert der DGB, Kindererziehung und -bildung unter der Maßgabe »besser statt billiger« umzusetzen –  <a href="/1461/familien-verarmen-familien-sterben-aus-desastroese-familienpolitik-in-deutschland/#utm_source=feed&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=feed">spothits berichtete</a>.</p>
<h2>Säbelrasseln</h2>
<p>Unterdessen Säbelrasseln zwischen Regierung und Opposition: Während die CDU der SPD Sabotage bei der neuen Familienleistung vorwirft, sind die Sozialdemokraten der Auffassung, dass keine familienpolitische Leistung so häufig in den Medien präsent gewesen sei, wie das Betreuungsgeld (Handelsblatt, 31. Juli 2013, Ausgabe 145). Weiter heißt es, dass man bei der SPD verwundert darüber sei, dass in Bayern potenziell Berechtigte Post bekommen hätten, die teilweise ausgefüllte Anträge zum Betreuungsgeld enthalten habe. Bei Bildungsgutscheinen für Hartz-IV-Empfänger hätte es das nicht gegeben.</p>
<h2>Grundlegendes ungeklärt</h2>
<p>Trotz des seit 1. August geltenden Rechtsanspruchs auf einen Kita-Platz bleiben grundlegende Fragen offen. Dabei wird deutlich, wie löchrig der familienpolitische Teppich in Deutschland ist.</p>
<h2>Familie und Beruf</h2>
<p><a href="/681/2013/05/15/deutschland-2013-motor-oder-armenhaus-europas/#utm_source=feed&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=feed">Zeitverträge, Dumping-Löhne, Arbeitslosigkeit</a> und eine ungewisse wirtschaftliche Zukunft verhindern bei immer mehr jungen Paaren die Familiengründung. Zudem ist nachweislich bekannt, dass, wer sich für ein Kind entscheidet, finanziell schlechtergestellt ist, als kinderlose. Dies zieht sich vom Erwerbsalter bis zur Rente und betrifft Mütter und Väter gleichermaßen – <a href="/1461/2013/07/24/familien-verarmen-familien-sterben-aus-desastroese-familienpolitik-in-deutschland/#utm_source=feed&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=feed">spothits berichtete</a>.</p>
<p><strong>Für finanzielle Mehrbelastung sorgen etwa </strong>Kosten für Betreuung, Schule, Bildungsmaterialien, Freizeitgestaltung und vieles mehr.</p>
<h2>Kinderbetreuung und -bildung</h2>
<p>Warum also kosten Krippen- und Kindergartenplatz sowie die Nachmittagsbetreuung im Schulhort Geld? Warum sind Essen in Kindergarten, Schule und Hort nicht kostenfrei? Weshalb sind Lehrmittel, Bücher und alles, was mit schulischer Bildung von Kindern zusammenhängt, nicht unentgeldlich zu bekommen?</p>
<h2>Kinder sind Zukunft</h2>
<p>Einen Aufschrei muss es an dieser Stelle nicht geben! Was auf den ersten Blick maßlos scheint, ist es nicht. Denn Kinder sind – auch für Deutschland – Zukunft. Sie erwirtschaften, was die alternde Gesellschaft in den kommenden Dekaden benötigt. Dabei steht schon jetzt fest, dass die kritische Zahl der Geburten weit unter den Wert abgesunken ist, der eine funktionierende Gesellschaft ausmacht. So garantiert eine Geburtenrate von zwei Kindern pro Frau, dass eine Gesellschaft weder wächst, noch schrumpft. Ideal wäre ein Wert von 2,1 Kindern pro Frau (oder höher). <a href="https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/GesellschaftStaat/Bevoelkerung/Geburten/AktuellGeburtenentwicklung.html" target="_blank">Heute bringt eine Frau laut Statistischem Bundesamt in Deutschland 1,36 Kinder zur Welt</a>. Dabei ist die nach unten weisende Tendenz kaum mehr aufzuhalten. Sie ließe sich bestenfalls verlangsamen, wenn das wirtschaftliche Umfeld für Familien gesichert wäre und Familienpolitik nicht nach dem Gießkannenprinzip – mal hier, mal da – etwas Geld hinstreute.</p>
<h2>Lösungsansatz</h2>
<p>Stabile Rahmenbedingungen wie kostenlose Betreuungs- und Bildungsangebote wären ein erster wirkungsvoller Schritt. Stattdessen können Herdprämie und Bildungsgutscheine entfallen. Und ganz nebenbei käme die indirekte finanzielle Unterstützung dann tatsächlich bei den Kindern an. Die könnten alle Angebote nutzen, ohne das deren Eltern Anträge ausfüllen oder ähnliche Hürden nehmen zu müssten.</p>
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		<title>Familien verarmen – Familien sterben aus: Desaströse Familienpolitik in Deutschland</title>
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		<pubDate>Wed, 24 Jul 2013 07:10:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ingo Koecher</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Familien verarmen, die Gesellschaft überaltert, das Sozialsystem kollabiert. Was überspitzt klingt, spiegelt wider, was sich in Deutschland im Rentenalter in jeder Geldbörse schmerzhaft niederschlagen wird: Kindermangel gefährdet das ganze System. Und bei alledem stehen die Verlierer schon jetzt fest. Die großen Verlierer Und dabei stehen schon jetzt die großen Verlierer fest. Das sind diejenigen, die<br /><span class="excerpt_more"><br /><a href="/1461/familien-verarmen-familien-sterben-aus-desastroese-familienpolitik-in-deutschland/">[weiterlesen ...]</a></span>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1467" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="/wp-content/uploads/2013/07/82258_web_r_k_b_by_s.-hofschlaeger_pixelio.de_.jpg#utm_source=feed&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=feed"><img class="size-medium wp-image-1467" alt="Familien verarmen – Familien sterben aus: Desaströse Familienpolitik in Deutschland. © spothits/s. hofschlaeger/pixelio.de" src="/wp-content/uploads/2013/07/82258_web_r_k_b_by_s.-hofschlaeger_pixelio.de_-300x199.jpg" width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">Familien verarmen – Familien sterben aus: Desaströse Familienpolitik in Deutschland. © spothits/S. Hofschlaeger/PIXELIO <a href="http://www.pixelio.de/" target="_blank">www.pixelio.de</a></p></div>
<p><strong><span style="letter-spacing: 0.05em; line-height: 1.6875;">Familien verarmen, die Gesellschaft überaltert, das Sozialsystem kollabiert. Was überspitzt klingt, spiegelt wider, was sich in Deutschland im <a title="Deutschland 2013: Motor oder Armenhaus Europas?" href="/681/2013/05/15/deutschland-2013-motor-oder-armenhaus-europas/#utm_source=feed&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=feed">Rentenalter</a> in jeder Geldbörse schmerzhaft niederschlagen wird: Kindermangel gefährdet das ganze System. Und bei alledem stehen die Verlierer schon jetzt fest.</span></strong></p>
<h2>Die großen Verlierer</h2>
<p>Und dabei stehen schon jetzt die großen Verlierer fest. Das sind diejenigen, die sich Kinder leisten. Denn während sie ihren Nachwuchs aufziehen, verkümmert der bislang gültige Generationenvertrag. So werden schon die eigenen Kinder nicht mehr in der Lage sein, den Lebensabend ihrer Eltern zu sichern. Und das, obgleich sie während der gesamten Erwerbstätigkeit Jahr für Jahr Tausende Euro in die Rentenkasse einzahlen werden. Mit diesem Tenor beschließt Frank Schirrmacher, Mitherausgeber der <a href="http://www.faz.net/" target="_blank">Frankfurter Allgemeinen Zeitung</a>, seinen Band »<a href="/1497/2013/07/11/spothits-de-buchtipp-minimum-vom-vergehen-und-neuentstehen-unserer-gemeinschaft/#utm_source=feed&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=feed">Minimum - Vom Vergehen und Neuentstehen unserer Gemeinschaft</a>«.</p>
<h2>Stigmatisierung</h2>
<p>Dabei belässt es Schirrmacher nicht und geht noch einen Schritt weiter, indem er die These aufstellt, dass Eltern, die mehr als drei Kinder haben, in Deutschland bereits stigmatisiert würden. Denn dann, so die landläufige Meinung, bekäme der eigene Nachwuchs nicht die notwendige Aufmerksamkeit. Das ist schlichtweg unsinnig und dumm. Vielmehr erlangen Kinder intakter Familienverbände einen Vorsprung in sozialer Kompetenz. Schirrmacher bemüht in diesem Zusammenhang mehrfach den Begriff Altruismus, der Aufopferung für jemanden beschreibt, ohne dafür eine Gegenleistung zu erhalten. Was in heutiger Zeit geradezu heroisch anmutet, ist nichts anderes, als ein gesunder und funktionierender Familienverband. Schön wär&#8217;s, nur die Realität sieht gänzlich anders aus.</p>
<h2>Gewinnmaximierung</h2>
<p>Kinderlosigkeit sei Gewinnmaximierung für Kinderlose. Dabei profitieren gerade Kinderlose von Kindern materiell. Heruntergebrochen bedeutet das nichts anderes, als dass Eltern ihre Kinder großziehen, sodass die über Jahrzehnte in die Kassen des Gemeinwesens einzahlen können.</p>
<p><strong>Schirrmacher bemüht Verfassungs- und Steuerrechtler</strong> Paul Kirchhof, der noch weiter geht und feststellt, dass Familien mit Kindern aufgrund fehlender oder hoffnungslos überteuerter Krippen- und Kindergartenplätze doppelt benachteiligt würden. Dies ist der Fall, wenn die Erziehung bis zum schulfähigem Alter zu Hause stattfindet, wodurch zwangsläufig ein Gehalt entfällt. Im Gegensatz dazu verfüge »[...] ein Paar ohne Kinder über zwei Einkommen, zwei Rentenansprüche und deren Kumulation im Hinterbliebenenfall.«</p>
<h2>Bevölkerungsrückgang</h2>
<p>Alles reduziert sich auf Bevölkerungsrückgang. Der wird messbar, sobald die Absatzzahlen sinken, meint Schirrmacher. Und damit dürfte er Recht behalten. Denn sobald Aufwärtstrends ausbleiben, gerät das auf Wachstum und Expansion ausgerichtete System ins Wanken. Konsolidierung war und wird nie Thema sein.</p>
<h2>Vernünftige Familienpolitik</h2>
<p>Ebenso wenig ist vernünftige Familienpolitik Thema. Ohne wissenschaftliche Datensätze analysieren zu müssen, erleben Eltern täglich, was Familienpolitik in Deutschland bedeutet: geldintensive Krippen- und Kindergartenplätze, ein Schulsystem, dass eher Unsicherheit statt Zuversicht bei der Wahl des Bildungsweges schafft, und Mehrbelastungen, wie etwa die sich beim täglichen Einkauf in Familien vervielfachende Mehrwertsteuer.</p>
<h2>Es ist Hauptsaison &#8230;</h2>
<p>Gerade in diesen Tagen werden Eltern wieder besonders zur Kasse gebeten. Denn mit dem ersten Ferientag in Deutschland springt das Barometer in allen Urlaubsregionen sofort auf »Hauptsaison« mit der Folge, dass die Preise explodieren. Wohl dem, der keine Kinder oder wenigsten keinen schulpflichtigen Nachwuchs hat.</p>
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		<item>
		<title>Mitwohnen.org: Neue Strukturen gegen Überalterung und sich auflösende Familienverbände</title>
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		<pubDate>Wed, 17 Jul 2013 07:10:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ingo Koecher</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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		<description><![CDATA[Mitwohnen.org: Die Idee dahinter ist so simpel wie genial: Ich ziehe bei dir ein, im Gegenzug helfe ich in Haushalt oder Geschäft. Aber es geht nicht mehr nur um Aushilfen, denen Unterkunft gewährt wird. Vielmehr hat Mitwohnen.org das Potenzial, gesellschaftlich relevant zu werden. Dann nämlich, wenn das Projekt Generationen zusammenführt und Familien neue Omas oder<br /><span class="excerpt_more"><br /><a href="/1543/mitwohnen-org-neue-strukturen-gegen-ueberalterung-und-wegfallende-familienverbaende/">[weiterlesen ...]</a></span>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1546" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="/wp-content/uploads/2013/07/590064_web_r_by_sabine-menge_pixelio.de_.jpg#utm_source=feed&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=feed"><img class="size-medium wp-image-1546 " alt="Mitwohnen.org: Neue Strukturen gegen Überalterung und wegfallende Familienverbände. © spothits.de/sabine menge/pixelio.de" src="/wp-content/uploads/2013/07/590064_web_r_by_sabine-menge_pixelio.de_-300x225.jpg" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Mitwohnen.org: Neue Strukturen gegen Überalterung und sich auflösende Familienverbände. © spothits.de/Sabine Menge/PIXELIO <a href="http://www.pixelio.de/" target="_blank">www.pixelio.de</a></p></div>
<p><strong><span style="letter-spacing: 0.05em; line-height: 1.6875;">Mitwohnen.org: Die Idee dahinter ist so simpel wie genial: Ich ziehe bei dir ein, im Gegenzug helfe ich in Haushalt oder Geschäft. Aber es geht nicht mehr nur um Aushilfen, denen Unterkunft gewährt wird. Vielmehr hat Mitwohnen.org das Potenzial, gesellschaftlich relevant zu werden. Dann nämlich, wenn das Projekt Generationen zusammenführt und Familien neue Omas oder Opas bekommen. Hier kann Mitwohnen.org beiden Seiten Bereicherung, Sicherheit und Zukunft bieten.</span></strong></p>
<h2>Geträumt wird hier nicht &#8230;</h2>
<p>Einen Schreck muss niemand bekommen, denn beim Projekt Mitwohnen.org geht es nicht um »Müslies« oder verträumte und weltfremde Einsiedler. Vielmehr sind es praktische Überlegungen, die das Projekt zur interessanten Alternative für immer mehr Menschen werden lassen.</p>
<h2>So funktioniert es &#8230;</h2>
<p>Das Portal führt Wohnraumsuchende mit Leuten zusammen, die ein Zimmer, manchmal auch weitere, zur Verfügung stellen. Fester Bestandteil der Vereinbarung nach Einzug ist, dass der Zugezogene praktische Hilfe im Haushalt oder im Geschäft leistet. Dafür wohnt derjenige dann kostenfrei. In einigen Fällen kann sogar ein Minijob daraus werden.</p>
<p><strong>Interessant ist dieses Wohnkonzept</strong> für einen breiter werdenden Kreis. So kann durch den Zuzug etwa die Kinderbetreuung abgedeckt werden. Es können Arbeiten im Haushalt erledigt werden, für die man selbst wenig oder gar keine Zeit zur Verfügung hat. Ebenso ist es denkbar, dass die Hilfe auch im Geschäft zur Hand geht. Praktische Beispiele gibt es unter anderem im ländlichen Raum auf Höfen oder in Handwerksbetrieben in Stadt und Land.</p>
<h2>Neue Familienstrukturen</h2>
<p>Neben der praktischen Ausrichtung bietet das Projekt Mitwohnen.org aber noch weiterreichende Ansätze. Denn mit der entstehenden Gemeinschaft wachsen auch soziale Strukturen, aus denen neue Familienverbände hervorgehen.</p>
<p><strong>Und das ist in einer Zeit</strong>, in der es weniger funktionierende Familienverbände, weniger Kinder und weniger Menschen gibt, die sich altruistisch für andere aufopfern, von besonderer Bedeutung – <a title="Familien verarmen – Familien sterben aus: Desaströse Familienpolitik in Deutschland" href="/1461/2013/07/09/familien-verarmen-familien-sterben-aus-desastroese-familienpolitik-in-deutschland/#utm_source=feed&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=feed">spothits berichtete</a>. Damit gelingt es dem Projekt Mitwohnen.org gleichsam die eigenen Grenzen »Wohnen gegen Hilfe oder Minijob« um ein Vielfaches zu überschreiten.</p>
<p><strong>Alle Informationen</strong> sowie Möglichkeiten, die eigene Wohnung anzubieten oder bei jemandem als Hilfe einzuziehen, unter <a href="http://mitwohnen.org/" target="_blank">mitwohnen.org</a>.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Häusertausch und Carsharing: Tauschbörsen sprengen regionale Grenzen</title>
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		<pubDate>Sun, 26 May 2013 07:15:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ingo Koecher</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#160; Teilen und Tauschen – nachhaltiger lässt sich nicht wirtschaften. Dabei verbreitet sich gerade unter jungen Großstädtern Carsharing besonders schnell. Und das hat nichts mit Geldmangel, sondern vielmehr mit praktischen Überlegungen zu tun. Ebenso verhält es sich mit Tauschbörsen. Auch hier ist ein deutliches Community-Wachstum auszumachen. Dabei spielt Geld kaum eine Rolle. Die Idee dahinter<br /><span class="excerpt_more"><br /><a href="/803/haeusertausch-und-carsharing-tauschboersen-sprengen-regionale-grenzen/">[weiterlesen ...]</a></span>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_807" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="/wp-content/uploads/2013/05/sharing429706_original_r_by_m.e._pixelio.de_.jpg#utm_source=feed&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=feed"><img class="size-medium wp-image-807" alt="Häusertausch und Carsharing: Tauschbörsen sprengen regionale Grenzen. © spothits/m. e./ pixelio.de" src="/wp-content/uploads/2013/05/sharing429706_original_r_by_m.e._pixelio.de_-300x158.jpg" width="300" height="158" /></a><p class="wp-caption-text">Häusertausch und Carsharing: Tauschbörsen sprengen regionale Grenzen. © spothits/M. E./PIXELIO<br /><a href="http://www.pixelio.de/" target="_blank">www.pixelio.de</a></p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Teilen und Tauschen – nachhaltiger lässt sich nicht wirtschaften. Dabei verbreitet sich gerade unter jungen Großstädtern Carsharing besonders schnell. Und das hat nichts mit Geldmangel, sondern vielmehr mit praktischen Überlegungen zu tun. Ebenso verhält es sich mit Tauschbörsen. Auch hier ist ein deutliches Community-Wachstum auszumachen. Dabei spielt Geld kaum eine Rolle.</strong></p>
<h2><span style="letter-spacing: 0.05em; line-height: 1.6875;">Die Idee dahinter</span></h2>
<p>Sich von der globalen Wirtschaft entkoppeln. Regionalität liefert Sicherheit und Unabhängigkeit. Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten der Umsetzung.</p>
<p><strong>Ein Tauschring funktioniert</strong>, indem Mitglieder Leistungen anbieten, um etwa eine Wohnung zu tapezieren oder ein Fahrrad zur reparieren. Im Gegenzug wird dem Maler oder Monteur ein Geldwert gutgeschrieben  Bei der Leipziger Tauschbörse sind das »Batzen«. Benötigt nun der Maler oder Monteur Hilfe, hat er die Wahl, Batzen als »Zahlungsmittel« einzusetzen oder eine handwerkliche Leistung anzubieten.</p>
<h2>Über Deutschlands Grenzen hinaus</h2>
<p><a href="http://www.tauschring.de/hauptseite.php" target="_blank">Tauschringe haben sich bis heute in Deutschland</a> mit Hamburg, Leipzig, Dresden, Kassel, Stuttgart oder München in nahezu jeder größeren Stadt entwickelt. Zudem sind die Netzwerke europa- und weltweit aktiv. Dabei wächst das Angebot mit jedem Neuzugang in der Gemeinschaft. »Lieferbar« sind handwerkliche Leistungen, die Übernahme von Schreib-, Computer- oder Fotoarbeiten, oder auch eine zeitweise Überlassung des eigenen Fahrzeuges. Wesentlich bei jeder Transaktion: Beide Seiten profitieren gleichermaßen.</p>
<p><strong>Aber auch Tauschen im eigentlichen Sinn</strong> findet statt, wenn etwa Möbel oder Bücher den Besitzer wechseln. Hierbei rückt die Nachhaltigkeit des Systems besonders in den Fokus.</p>
<h2>Was das System leistet</h2>
<p>Tauschbörsen waren bislang von Regionalität geprägt. In Zeiten wachsender Vernetzung über das Internet entwickelt sich die lokale Idee mehr und mehr zu einem globalisierten Angebot. Wenn auch der überwiegende Teil im regionalen Bereich aktiv bleibt, bereichern europäische und weltweite Netzwerke das lokale Angebot zusätzlich.</p>
<p><strong>So haben sich selbst <a href="http://de.homeforhome.com/" target="_blank">Tauschbörsen für Wohnungen und Häuser</a></strong> entwickelt. Gerade hier ist Internationalität von besonderer Bedeutung. Dann nämlich, wenn man einer kanadischen Familie die eigene Wohnung oder das eigene Haus zur Verfügung stellt, um zeitgleich in deren Wohnung oder Haus die eigenen Ferien zu verleben.</p>
<p><strong>Aber egal ob Haus oder Möbel</strong> getauscht, oder eine Reparatur ausgeführt wird, die Community-Mitglieder sparen und lernen Leute kennen, die sie sonst nie getroffen hätten. Zudem werden visuelle Bekanntschaften ins reale Leben transformiert. Da bekommt Social Networking eine vollkommen neue Bedeutung.</p>
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		<item>
		<title>Bezahlschranken hin oder her: Qualitätsjournalismus kostet Geld</title>
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		<pubDate>Fri, 24 May 2013 07:10:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ingo Koecher</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Springer Presse prognostiziert: Onlinejournalismus wird besser, als es Printjournalismus jemals war. Content gewinnt an Bedeutung, Journalisten komme die Aufgabe zu, aus der Angebotsvielfalt Wesentliches auszuwählen. So wird Journalist zur Kontrollinstanz qualitativer Berichterstattung. Das könnte ein Weg sein, den Onlinejournalisten beschreiten. Soweit die Theorie Mathias Döpfner (Vorstandsvorsitzender Axel Springer AG) erklärt im Interview mit »Gründerszene«, bei Springer<br /><span class="excerpt_more"><br /><a href="/787/bezahlschranken-hin-oder-her-qualitaetsjournalismus-kostet-geld/">[weiterlesen ...]</a></span>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_791" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="/wp-content/uploads/2013/05/606117_original_r_k_b_by_gerd-altmann_pixelio.de_.jpg#utm_source=feed&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=feed"><img class="size-medium wp-image-791" alt="Bezahlschranken hin oder her: Qualitätsjournalismus kostet Geld. © spothits/gerd altmann/ pixelio.de" src="/wp-content/uploads/2013/05/606117_original_r_k_b_by_gerd-altmann_pixelio.de_-300x212.jpg" width="300" height="212" /></a><p class="wp-caption-text">Bezahlschranken hin oder her: Qualitätsjournalismus kostet Geld. © spothits/Gerd Altmann/PIXELIO <br /><a href="http://www.pixelio.de/" target="_blank">www.pixelio.de</a></p></div>
<p><strong><span style="letter-spacing: 0.05em; line-height: 1.6875;">Springer Presse prognostiziert: Onlinejournalismus wird besser, als es Printjournalismus jemals war. Content gewinnt an Bedeutung, Journalisten komme die Aufgabe zu, aus der Angebotsvielfalt Wesentliches auszuwählen. So wird Journalist zur Kontrollinstanz qualitativer Berichterstattung. Das könnte ein Weg sein, den Onlinejournalisten beschreiten.</span></strong></p>
<h2>Soweit die Theorie</h2>
<p><a href="http://www.gruenderszene.de/interviews/doepfner-axel-springer-startups" target="_blank">Mathias Döpfner (Vorstandsvorsitzender Axel Springer AG) erklärt im Interview mit »Gründerszene«</a>, bei Springer hätte man die vergangenen Jahre damit verbracht, Content wenig Gewicht beizumessen. Das soll sich nun grundlegend ändern. Die Herausforderung sei es, die Fülle der im Internet verfügbaren Informationen zu filtern und durch professionelle Auswahl zu kanalisieren. Hier würden in Zukunft neue Geschäftsmodelle entstehen, meint Döpfner. So würde der Onlinejournalismus zu einer neuen Blüte geführt und besser, als es Printjournalismus je war.</p>
<p><strong>Die Frage, ob Bezahlinhalte funktionieren</strong>, bejaht Döpfner. Dennoch sieht er den gegenwärtigen digitalen Auftritt seines Medienhauses noch zu nah an den klassischen Printausgaben von »Welt« oder »Bild«. Man müsse noch viel dazulernen.</p>
<h2>Innovation von der Basis</h2>
<p>So soll die bereits zum dritten Mal stattfindende <a href="http://hy.co/" target="_blank">Start-up-Eventreihe &#8220;hy! Berlin&#8221;</a> (2. bis 4. Juni 2013) auch die Fantasie bei Springer beflügeln. Zudem erwarte man im Medienhaus, dass innovative Geister Kontakt mit Springer aufnehmen und sich, sowie ihre Ideen und Konzepte vorstellen. Denn <a href="/584/2013/05/11/wird-internet-bald-richtig-teuer-zeitungsbranche-sucht-nach-neuen-konzepten/#utm_source=feed&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=feed">wie in anderen Verlagshäusern, ist auch bei Springer noch kein praktikables Geschäftsmodell gefunden</a>, das den Herausforderungen des Onlinejournalismus gerecht wird. Fest steht nur, dass der Leser für qualitativ hochwertigen Content zahlen müsse.</p>
<h2>Leser kennen sich aus &#8230;</h2>
<p>Und zahlen wird er, denn dumm ist der Leser nicht. Er weiß sehr genau, dass Recherche und Schreiben Geld kosten. So schön Ideale sein mögen, müssen am Ende auch Verleger und Journalist ihre Familien ernähren. Schwierig ist es dennoch, da Informationen im Internet »gefühlt« überall kostenfrei zu haben sind. Genau genommen ist das jedoch ein Trugschluss. Denn selbst dem Einmann-Betrieb entstehen auf Produzentenseite Kosten. Das ist selbst dann der Fall, wenn es nur um den Schutz der Domain oder Stromkosten für den Server geht.</p>
<h2>Lösungsansätze</h2>
<p>Lösungen können sein: Content verkaufen, Werbung schalten oder beides. Welcher Weg der bessere ist, zeigt sich in naher Zukunft. Fest steht, dass es Bezahlschranken oder wie auch immer der Contentverkauf genannt wird, geben dürfte. Wie Geschäftsmodelle aussehen könnten, ist im Moment noch nicht absehbar. Hier wartet man selbst bei Springer noch auf die zündende Idee.</p>
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		<title>Schnelles Internet oder Wahlkampf-Getöse: Wirtschaftsminister Rösler kämpft für Sie!</title>
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		<pubDate>Sun, 19 May 2013 07:45:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ingo Koecher</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Hurra: Jetzt greift die FDP ins Internetgeschäft ein. Wirtschaftsminister Rösler hat es zur Chefsache erklärt, Kunden endlich schnelles Internet zu geben. Wie das geht? Zunächst hat Rösler für Anfang Juni 2013 Internetdienstleister zur Bundesnetzagentur eingeladen. Dort will er dann einfordern, was Kunden zusteht (Spiegel Online).  Klingt gut – ohne Frage Ein Wahlkampfthema ist es kaum,<br /><span class="excerpt_more"><br /><a href="/701/schnelles-internet-die-fdp-kaempft-fuer-sie-oder-doch-nur-wahlkampf-getoese/">[weiterlesen ...]</a></span>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_706" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="/wp-content/uploads/2013/05/605410_original_r_by_joerg-trampert_pixelio.de_.jpg#utm_source=feed&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=feed"><img class="size-medium wp-image-706 " alt="Schnelles Internet oder Wahlkampf-Getöse: Wirtschaftsminister Rösler kämpft für Sie! © spothits.de/joerg trampert/pixelio.de" src="/wp-content/uploads/2013/05/605410_original_r_by_joerg-trampert_pixelio.de_-300x200.jpg" width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Schnelles Internet oder Wahlkampf-Getöse: Wirtschaftsminister Rösler kämpft für Sie! © spothits.de/Joerg Trampert/PIXELIO <a href="http://www.pixelio.de/" target="_blank">www.pixelio.de</a></p></div>
<p><strong><span style="letter-spacing: 0.05em; line-height: 1.6875;">Hurra: Jetzt greift die FDP ins Internetgeschäft ein. Wirtschaftsminister Rösler hat es zur Chefsache erklärt, Kunden endlich schnelles Internet zu geben. Wie das geht? Zunächst hat Rösler für Anfang Juni 2013 Internetdienstleister zur Bundesnetzagentur eingeladen. Dort will er dann einfordern, was Kunden zusteht </span></strong><span style="letter-spacing: 0.05em; line-height: 1.6875;">(</span><span style="letter-spacing: 0.05em; line-height: 1.6875;"><a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/dsl-und-lte-roesler-will-versprochene-netzgeschwindigkeit-einfordern-a-900434.html" target="_blank">Spiegel Online</a></span><span style="letter-spacing: 0.05em; line-height: 1.6875;">)</span><strong><span style="letter-spacing: 0.05em; line-height: 1.6875;">. </span></strong></p>
<h2>Klingt gut – ohne Frage</h2>
<p>Ein Wahlkampfthema ist es kaum, könnte man glauben. Aber schließlich ist es die FDP, die sich der Sache mit der Verbindungsgeschwindigkeit annimmt. Und so wird die Sache dann doch zum Wahlkampfthema. Es betrifft irgendwie jeden, schafft aber nicht die Probleme wie Mindestlohn oder Reglementierung des Arbeitsmarktes im Sinne von Gewerkschaften.</p>
<h2>Ehrenhaft ist&#8217;s, und a bisserl heroisch obendrein</h2>
<p>In Zeiten, da die <a href="/286/2013/04/26/telekom-kunden-sollen-laufen-nur-wohin-weis-keiner/#utm_source=feed&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=feed" target="_blank">Telekom ankündigt, ihre Geschwindigkeit nach Erreichen einer festgelegten Datenmenge zu drosseln</a>, fordert Rösler nun von Internetdienstanbietern, die Verträge zu erfüllen. Sie sollen liefern, was vereinbart wurde. Das klingt ehrenhaft. Allerdings dürfte es einem Kabelkunden wohl recht egal sein, ob er mit 16 MBit/s oder »nur« mit 14 MBit/s surft. Denn am Ende wird er es nicht einmal merken, da selbst die geringere Leistung noch schnell genug ist, alle Browseranfragen gelassen umzusetzen.</p>
<h2>Säbelrasseln oder wahres Anliegen?</h2>
<p>Was ist nun aber der Grund, sich dieser Problematik so hingebungsvoll zu widmen? Hängt es vielleicht mit dem bevorstehenden Wahlkampf zusammen? Vielleicht will die FDP so zusätzliche Wählerstimmen mobilisieren, da es kommenden Herbst wieder eng werden könnte?</p>
<p><strong>Möglich wär&#8217;s, denn mit der klaren <a title="Sittenwidrig und skandalös: FDP will 4-Euro-Lohnuntergrenze" href="/448/2013/05/04/sittenwidrig-und-skandalos-fdp-will-4-euro-lohnuntergrenze/#utm_source=feed&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=feed" target="_blank">Absage an Mindestlöhne</a></strong><a title="Sittenwidrig und skandalös: FDP will 4-Euro-Lohnuntergrenze" href="/448/2013/05/04/sittenwidrig-und-skandalos-fdp-will-4-euro-lohnuntergrenze/#utm_source=feed&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=feed" target="_blank">, von denen Menschen in Deutschland auch leben können</a>, dürfte das schwer möglich sein. Und massenkompatible Themen hat die FDP ohnehin nicht im Programm. Der Aktionsradius beschränkt sich auf einen kleinen Kreis, der mit jeder neuen Wahl vor der immer gleichen Herausforderung steht: der 5-Prozent-Hürde.</p>
<h2>Dankbare Themen sind rar &#8230;</h2>
<p>Da kommt so ein dankbares Thema wie die Geschwindigkeit der Internetverbindung gerade recht. Zudem ist der Zeitpunkt geschickt gewählt. Denn während die Telekom ihre Geschwindigkeit reduzieren will, wirkt Röslers Forderung geradezu heroisch. Dabei wäre es um einiges wichtiger, sich um existenzielle Probleme wie etwa Leiharbeit oder Werksverträge, dem demografischen Wandel oder der sich zunehmend dramatisch gestaltenden Rentensituation zu kümmern.</p>
<h2>Brisante Thematik &#8211; ganz ohne Wahlkampf</h2>
<p>Wenn auch die Aktivität der FDP in der Sache wenig überzeugt, ist es die Brisanz umso mehr. Die Netzneutralität ist durch die Telekom-Initiative gefährdet. So liegt es nah, dass andere Internetdienstleister auf das Pferd aufspringen. Am Ende bekommen dann nur die eine schnelle Verbindung, die extra dafür zahlen. Alle anderen Nutzer fallen unter die »Bis zu &#8230;« Klausel, die nach der <a href="http://www.bundesnetzagentur.de/cln_1911/DE/Sachgebiete/Telekommunikation/Unternehmen_Institutionen/Breitband/Dienstequalitaet/qualitaetsstudie/qualitaetsstudie-node.html;jsessionid=4EB1EBE784A51B26A765D8ACD42E6477" target="_blank">Untersuchung der Bundesnetzagentur zur Verbindungsgeschwindigkeit von Breitbandanschlüssen</a> Bestandteil jedes Vertrages sei. Es fehle an Transparenz, der Kunde könne nicht erkennen, was er am Ende für eine Leistung bekomme.</p>
<p><strong>Das soll sich mit dem von der Bundesnetzagentur</strong> angeregten Termin am 4. Juni 2013 ändern. Die Einladungen dafür wurden vom Bundeswirtschaftsministerium an Unternehmen geschickt.</p>
<p><strong>Folgend Sie <a href="/#utm_source=feed&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=feed">spothits.de</a> auf <a href="https://plus.google.com/u/0/b/101335245648928607180/101335245648928607180/posts" target="_blank">google+</a>, <a href="https://twitter.com/Ingo_Koecher" target="_blank">Twitter</a> oder <a href="http://facebook.de/spothits" target="_blank">Facebook</a>.</strong></p>
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		<title>Deutschland 2013: Motor oder Armenhaus Europas?</title>
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		<pubDate>Wed, 15 May 2013 07:10:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ingo Koecher</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leitartikel]]></category>
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		<description><![CDATA[Jeder Motor braucht Kraftstoff. Für Deutschland sind das zu einem großen Teil die Arbeitnehmer. Also die Gruppe der Gesellschaft, die, und das steckt ja bereits im Wort, arbeitet. Das machen eine ganze Reihe von Leuten, Tag für Tag und Jahr für Jahr in den unterschiedlichsten Berufen. Nur haben trotz Nachhaltigkeitsgetöse und zunehmender Flexibilisierung immer weniger<br /><span class="excerpt_more"><br /><a href="/681/deutschland-2013-motor-oder-armenhaus-europas/">[weiterlesen ...]</a></span>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_685" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="/wp-content/uploads/2013/05/559989_original_r_b_by_gerd-altmann_shapes-allsilhouettes.com_pixelio.de_.jpg#utm_source=feed&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=feed"><img class="size-medium wp-image-685" alt="Deutschland 2013: Motor oder Armenhaus Europas?.  © spothits.de/gerd altmann/shapes: allSilhouettes.com/pixelio.de" src="/wp-content/uploads/2013/05/559989_original_r_b_by_gerd-altmann_shapes-allsilhouettes.com_pixelio.de_-300x150.jpg" width="300" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Deutschland 2013: Motor oder Armenhaus Europas?. © spothits.de/Gerd Altmann/Shapes: AllSilhouettes.com/Pixelio <a href="http://www.pixelio.de/" target="_blank">www.pixelio.de</a></p></div>
<p><strong>Jeder Motor braucht Kraftstoff. Für Deutschland sind das zu einem großen Teil die Arbeitnehmer. Also die Gruppe der Gesellschaft, die, und das steckt ja bereits im Wort, arbeitet. Das machen eine ganze Reihe von Leuten, Tag für Tag und Jahr für Jahr in den unterschiedlichsten Berufen. Nur haben trotz Nachhaltigkeitsgetöse und zunehmender Flexibilisierung immer weniger etwas von der damit verbundenen Wertschöpfung. Die findet am Ende in anderen Geldbörsen ihren Niederschlag. Und da klingelt es erwiesenermaßen gewaltig.</strong></p>
<h2>Das ist keine Neid-Debatte!</h2>
<p>Nun kann sich der gewogene Arbeitnehmer die Frage stellen, warum das so ist. Die erste Antwort, die ihm da von Arbeitgeberseite und deren Lobby immer entgegen geschmettert wird: So werden Arbeitsplätze gesichert. Nun gut, denkt man sich. Aber warum bin ich, wenn doch Arbeitsplätze gesichert werden, in keinem richtigen Anstellungsverhältnis, obgleich mein Kollege auf der anderen Seite des Bandes unbefristet für beinahe das doppelte Gehalt arbeitet?</p>
<p><strong>Dann folgt Antwort zwei</strong>: Spitzen abfangen, Engpässe abfedern heißt es da. Auch hier bleibt irgendwie ein ungutes Gefühl, denn die abgefederte Spitze ist eigentlich ein Plateau, das manchmal über Jahre unermüdlich geschliffen wird. Aber was bitte federe ich denn da ab? Vermutlich Gewinneinbußen – eine andere Erklärung gibt es eigentlich nicht.</p>
<h2>Ein Drittel atypisch beschäftigt</h2>
<p>Unterdessen kommt die <a href="http://www.boeckler.de/41389_41400.htm" target="_blank">Hans Böckler Stiftung</a> im April 2013 zu dem Schluss, dass nach zwanzig Jahren Flexibilisierung heute ein Drittel aller Arbeitnehmer in Deutschland einer atypischen Beschäftigung nachgeht.  Hierbei handelt es sich um Leiharbeit, Minijobs, Teilzeit oder befristete Arbeitsverträge. Die erzielten <a href="/archive/111/2013/04/20/armut-ist-politisch-gewollt-oder-hangematten-mentalitat-der-unternehmer/#utm_source=feed&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=feed" target="_blank">Einkommen sind nicht selten so niedrig, dass ein Zuschuss vom Staat gewährt werden muss</a>, um bis zum Existenzminimum aufzuschließen.</p>
<h2>Kein Einzelfall</h2>
<p>Ein anderer Auswuchs ist, dass Arbeitgeber händeringend nach Minijobbern suchen, um die normal Beschäftigten nach und nach zu ersetzen. So lassen sich Kosten reduzieren und Einnahmen steigern. Ein anderes probates Mittel der Gewinnoptimierung ist es, die Belegschaft zu entlassen und im gleichen Atemzug anzubieten, wieder angestellt zu werden. Der Haken: Das Gehalt wird deutlich gekürzt.</p>
<p><strong>Wer nun glaubt, dass es nicht noch frühkapitalistischer geht</strong>, stelle sich vor, dass es unter den Spitzen abfangenden und Plateau schleifenden Leiharbeitern noch rechtlosere Arbeitnehmer gibt. Das sind die mit Werkverträgen. Noch schlechter bezahlt als Leiharbeiter und noch schneller wieder draußen.</p>
<h2>Steuergeld zur Gewinnoptimierung</h2>
<p>Es bedarf keiner analytischen Fähigkeiten, zu erkennen, dass diese Entwicklung durchaus Züge von <a href="/archive/448/2013/05/04/sittenwidrig-und-skandalos-fdp-will-4-euro-lohnuntergrenze/#utm_source=feed&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=feed" target="_blank">Manchester-Kapitalismus zeigt. Auch wenn Rainer Brüderle (FDP) das vehement bestreitet</a>.</p>
<p><strong>Sich in dieser Situation gegen einen Mindestlohn</strong> auszusprechen, ist entweder naiv oder ignorant. Was davon allerdings das kleinere Übel ist, bleibt unklar. Denn beide kosten den Steuerzahler Millionen. Als Erstes während der Arbeitsjahre in denen das Einkommen auf Grundsicherungsniveau aufgestockt werden muss. Geld fließt hier natürlich nicht in die Sozialkassen. Ein zweites Mal bei Eintritt ins Rentenalter. Denn auch dann sind Zuschüsse zum Erreichen der Grundsicherung nötig.</p>
<h2>Armes reiches Deutschland</h2>
<p>Insgesamt hat sich die Armut bei Erwerbstätigen und Arbeitslosen mit Beginn der Hartz IV Reformen in Deutschland stärker als in anderen EU-Ländern ausgebreitet, so <a href="http://www.boeckler.de/39820_39827.htm" target="_blank">ein Ergebnis der Böckler Studie</a>.</p>
<p>Sie können spothits.de auf <a href="https://twitter.com/Ingo_Koecher" target="_blank">Twitter folgen</a> oder <a href="https://plus.google.com/u/0/b/101335245648928607180/101335245648928607180/posts" target="_blank">auf google+</a> besuchen.</p>
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