Mitwohnen.org: Neue Strukturen gegen Überalterung und sich auflösende Familienverbände

© spothits
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Mitwohnen.org: Die Idee dahinter ist so simpel wie genial: Ich ziehe bei dir ein, im Gegenzug helfe ich in Haushalt oder Geschäft. Aber es geht nicht mehr nur um Aushilfen, denen Unterkunft gewährt wird. Vielmehr hat Mitwohnen.org das Potenzial, gesellschaftlich relevant zu werden. Dann nämlich, wenn das Projekt Generationen zusammenführt und Familien neue Omas oder Opas bekommen. Hier kann Mitwohnen.org beiden Seiten Bereicherung, Sicherheit und Zukunft bieten.

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Geträumt wird hier nicht …

Einen Schreck muss niemand bekommen, denn beim Projekt Mitwohnen.org geht es nicht um »Müslies« oder verträumte und weltfremde Einsiedler. Vielmehr sind es praktische Überlegungen, die das Projekt zur interessanten Alternative für immer mehr Menschen werden lassen.

So funktioniert es …

Das Portal führt Wohnraumsuchende mit Leuten zusammen, die ein Zimmer, manchmal auch weitere, zur Verfügung stellen. Fester Bestandteil der Vereinbarung nach Einzug ist, dass der Zugezogene praktische Hilfe im Haushalt oder im Geschäft leistet. Dafür wohnt derjenige dann kostenfrei. In einigen Fällen kann sogar ein Minijob daraus werden.

Interessant ist dieses Wohnkonzept für einen breiter werdenden Kreis. So kann durch den Zuzug etwa die Kinderbetreuung abgedeckt werden. Es können Arbeiten im Haushalt erledigt werden, für die man selbst wenig oder gar keine Zeit zur Verfügung hat. Ebenso ist es denkbar, dass die Hilfe auch im Geschäft zur Hand geht. Praktische Beispiele gibt es unter anderem im ländlichen Raum auf Höfen oder in Handwerksbetrieben in Stadt und Land.

Neue Familienstrukturen

Neben der praktischen Ausrichtung bietet das Projekt Mitwohnen.org aber noch weiterreichende Ansätze. Denn mit der entstehenden Gemeinschaft wachsen auch soziale Strukturen, aus denen neue Familienverbände hervorgehen.

Und das ist in einer Zeit, in der es weniger funktionierende Familienverbände, weniger Kinder und weniger Menschen gibt, die sich altruistisch für andere aufopfern, von besonderer Bedeutung – spothits berichtete. Damit gelingt es dem Projekt Mitwohnen.org gleichsam die eigenen Grenzen »Wohnen gegen Hilfe oder Minijob« um ein Vielfaches zu überschreiten.

Alle Informationen sowie Möglichkeiten, die eigene Wohnung anzubieten oder bei jemandem als Hilfe einzuziehen, unter mitwohnen.org.

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