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	<title> &#187; Meinung</title>
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		<title>Neues Jahr und alte Lasten: Deutschland pflegt die Teilung</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Jan 2014 12:05:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Ingo Koecher]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mit 2014 jährt sich das Datum der deutschen Wiedervereinigung zum 24. Mal. Und mit jedem Jahreswechsel werden den Menschen die immer noch bestehenden Unterschiede zwischen Ost und West einmal mehr bewusst. So beginnt auch das vierundzwanzigste Jahr der Deutschen Einheit mit Regelungen Ost und Regelungen West. Das zeigt sich nicht im Porto für Briefe, den Kosten für ein<br /><span class="excerpt_more"><br /><a href="/4109/neues-jahr-und-alte-lasten-deutschland-pflegt-die-teilung/">[weiterlesen ...]</a></span>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong><span style="line-height: 1.5em;">Mit 2014 jährt sich das Datum der deutschen Wiedervereinigung zum 24. Mal. Und mit jedem Jahreswechsel werden den Menschen die immer noch bestehenden Unterschiede zwischen Ost und West einmal mehr bewusst. So beginnt auch das </span>vierundzwanzigste<span style="line-height: 1.5em;"> Jahr der Deutschen Einheit mit Regelungen Ost und Regelungen West. Das zeigt sich nicht im Porto für Briefe, den Kosten für ein Bahnticket oder unterschiedlichen Bemessungsgrundlagen für die Kraftfahrzeugsteuer. Hier ist alles schön einheitlich.</span></strong></p>
<div id="attachment_4196" style="width: 109px" class="wp-caption alignleft"><a href="/wp-content/uploads/2014/01/spothits_logo_kuerzel_namenszug99_99.jpg#utm_source=feed&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=feed"><img class="size-full wp-image-4196" alt="© spothits" src="/wp-content/uploads/2014/01/spothits_logo_kuerzel_namenszug99_99.jpg" width="99" height="99" /></a><p class="wp-caption-text">© spothits</p></div>
<h2>Mütter und Löhne</h2>
<p>Vielmehr sind es elementare Dingen wie Löhne oder Mütterrente, die auch 24 Jahre nach der Vereinigung in Ost und West immer noch unterschiedlich ausfallen. Dabei wird der Osten auch in den kommenden Jahren unter dem Westniveau liegen.</p>
<h2>Sonderfall Altersrente</h2>
<p>Einen Sonderfall gibt es dennoch: die Altersrente. Aufgrund der Erwerbsbiografien fällt die ab Juli 2014 kommende Anhebung der Rente im Osten höher aus als im Westen. Das ändert sich jedoch, sobald die gezahlten <a href="/3089/mindestlohn-und-die-maer-verlorener-arbeitsplaetze/#utm_source=feed&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=feed">Gehälter nicht einmal mehr hoch genug</a> sein werden, die Rente auf Grundsicherungsniveau zu erreichen. Die politische Weichenstellung hierfür vollzieht sich in diesen Tagen mit dem schon jetzt als zu niedrig eingestuften Mindestlohn – <a href="/3659/studie-trotz-vollzeitbeschaeftigung-jeder-zehnte-von-arbeitsarmut-betroffen/#utm_source=feed&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=feed">spothits berichtete</a>.</p>
<h2>Erziehung Ost, Erziehung West</h2>
<p>Nach annähernd einem Viertel Jahrhundert gelten selbst für die Mütterrente West andere Beträge als im Osten des Landes. Es drängt sich die Frage auf, ob die Mütter im Osten vielleicht schlechtere Erziehungsarbeit geleistet haben, als die Generation West? Gleiches gilt für die Löhne von Leiharbeitern. Auch hier wird im Osten offensichtlich weniger qualitätsvoll gearbeitet als im Westen. Bemerkenswert ist dabei die Sicht des Ehrenvorsitzenden der CSU Edmund Stoiber auf die Dinge. Er stellt fest, dass besonders im Osten schlecht ausgebildete und gering qualifizierte Menschen leben (Anne Will, 18.12.2013 »Wirtschaft sieht rot – Zu viel SPD in der großen Koalition?«, <a href="http://daserste.ndr.de/annewill/videos/annewill3937.html" target="_blank">Redebeitrag Edmund Stoiber,</a> 00:37:00 ff.)«.</p>
<h2>Mütterrente, Mindestlohn</h2>
<p>Mütter im Westen bekommen ab 1. Juli 28,14 Euro zusätzlich, während die Rente für Mütter im Osten um 25,74 Euro angehoben wird. Der Mindestlohn für Leiharbeiter West liegt bei 8,50 Euro, der im Osten bei 7,86 Euro. Dabei soll im Westen eine Anhebung bis 2016 auf 9 Euro pro Stunde erfolgen. Zeitgleich steigt der Mindestlohn im Osten auf 8,50 Euro.</p>
<h2>Altersrente</h2>
<p>Einzig bei der Altersrente verkehrt sich das Verhältnis. Ursache dafür ist die Rentnergeneration Ost, deren Erwerbsbiografien oft lückenlos vom Einstieg ins Berufsleben bis zum Ausscheiden und dem Eintritt ins Rentenalter verliefen. Dies gilt insbesondere für berufstätige Frauen im Osten. So wird die Altersrente ab Juli 2014 im Westen um 2,13 Prozent, im Osten um 2,25 Prozent erhöht. Bei einer Rente von 900 Euro bedeutet das für den Rentner West eine Anhebung um 19,17 Euro, für den Rentner Ost eine Erhöhung um 20,25 Euro pro Monat.</p>
<h2>spothits informiert</h2>
<p><strong><a href="/4123/steigender-strompreis-und-mehr-rente-das-aendert-sich-2014/#utm_source=feed&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=feed">+++++Steigender Strompreis und mehr Rente: Das ändert sich 2014+++++<br />
</a></strong><strong><a href="/4103/steuerliche-neuregelungen-2014-kfz-steuer-reisekosten-uebungsleiterpauschale-ehrenamt/#utm_source=feed&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=feed">+++++Steuerliche Neuregelungen 2014: Kfz-Steuer, Reisekosten, Ehrenamt, Ausbilder+++++</a></strong></p>
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		<title>Neue Sozialdemokratie in Deutschland: Machen die Jusos mobil?</title>
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		<pubDate>Fri, 13 Dec 2013 21:52:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Ingo Koecher]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Teilnehmerzahl ist ausreichend. Ob das am Ende auch für die Pro-Stimmen des Koalitionsvertrages gilt, wird sich zeigen, wenn am Samstag (14.12.2013) die abgegebenen Stimmen der SPD-Mitgliederabstimmung zum Koalitionsvertrag ausgezählt sind. Eines indes ist schon jetzt sicher: Die SPD hat eine rebellische Jugend. Und das ist gut so, bleibt so wenigstens etwas Hoffnung, dass sozialdemokratische<br /><span class="excerpt_more"><br /><a href="/3952/neue-sozialdemokratie-in-deutschland-machen-die-jusos-mobil/">[weiterlesen ...]</a></span>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_3954" style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><a href="/wp-content/uploads/2013/12/623463_web_r_by_gabi-eder_pixelio.de_.jpg#utm_source=feed&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=feed"><img class="size-medium wp-image-3954" alt="Neue Sozialdemokratie in Deutschland: Machen die Jusos mobil? © spothits/Gabi Eder/PIXELIO www.pixelio.de" src="/wp-content/uploads/2013/12/623463_web_r_by_gabi-eder_pixelio.de_-300x225.jpg" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Neue Sozialdemokratie in Deutschland: Machen die Jusos mobil? © spothits/Gabi Eder/PIXELIO <a href="http://www.pixelio.de/" target="_blank">www.pixelio.de</a></p></div>
<p><strong>Die Teilnehmerzahl ist ausreichend. Ob das am Ende auch für die Pro-Stimmen des Koalitionsvertrages gilt, wird sich zeigen, wenn am Samstag (14.12.2013) die abgegebenen Stimmen der SPD-Mitgliederabstimmung zum Koalitionsvertrag ausgezählt sind. Eines indes ist schon jetzt sicher: Die SPD hat eine rebellische Jugend. Und das ist gut so, bleibt so wenigstens etwas Hoffnung, dass sozialdemokratische Politik endlich wieder wird, was sie einmal war.</strong></p>
<h2>Säbelrasseln und Drohgebärden</h2>
<p>Dass es beim Verständnis um sozialdemokratische Werte zwischen der SPD-Spitze und den Jusos viel Gegensätzliches gibt, wurde beim Säbelrasseln während Sigmar Gabriels »Überzeugungstour« zu den Jusos nach Nürnberg deutlich. Ziel war es, den Parteinachwuchs davon zu überzeugen, für den Koalitionsvertrag zu stimmen. Doch hoppla, was war da los? Die taten nicht dergleichen. Und das, obwohl Andrea Nahles (SPD) zuvor damit drohte, dass die gesamte Parteispitze bei einem Nein zurücktreten werde.</p>
<p><strong>Davon sichtlich unbeeindruckt</strong> ging die frisch gewählte Juso-Vorsitzende Johanna Ueckermann im Beisein des SPD-Chefs in die Offensive. Sie und die Jusos sind gegen den Koalitionsvertrag. Damit endete für Gabriel das Intermezzo Nürnberg.</p>
<h2>Ungestüme Jugend &#8230;</h2>
<p>Natürlich gab es danach Stimmen, die der Jugend unkooperative Sturheit vorwarfen. Andere jedoch sehen hier eine neue SPD-Generation heranwachsen. Letztere besinnt sich wieder ihrer sozialdemokratischen Werte. Und dabei ist es unerheblich, ob das Parteipräsidium zurücktritt oder nicht. Die frischen Ideen lassen aufhorchen, denn die SPD-Generation, die sich hier gegen den vermeintlich großen Wurf des Koalitionsvertrages ausgesprochen hat, muss das ausbaden, was die Funktionäre derzeit verbocken.</p>
<h3>Alternative</h3>
<p>Eine Abkehr von Koalitionsvertrag bedeutet nicht zwangsläufig, aus der Regierungsverantwortung entlassen zu werden. Denn im Falle von Neuwahlen wäre eine Rot-Rot-Grüne Koalition in ihren politischen Zielen weit näher beieinander, als es die Schwarz-Rote große Koalition jemals sein wird.</p>
<p><strong>Auch darüber haben die Jusos nachgedacht</strong>, ebenso wie die Linken in der SPD. Laut verkündet wurde der nahezu einhellige Standpunkt der Jusos durch Johanna Ueckermann im Beisein Sigmar Gabriels.</p>
<h2>Die sind noch nicht so weit &#8230;</h2>
<p>Der zeigte sich angesichts des Widerspruchs kämpferisch und wies darauf hin, ein Rot-Rotes Bündnis sei mit der Linken derzeit nicht zu machen – soweit sei die Linke noch nicht. Was immer das heißen mag. Was aber ist die Alternative? Die Jusos jedenfalls sehen den Koalitionsvertrag als Ausverkauf sozialdemokratischer Werte. Da wollen sie nicht länger mitspielen.</p>
<p><strong>Es bleibt also spannend</strong>, was die Stimmenauszählung am morgigen Samstag bringen wird.</p>
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		<title>»Mindestlohn jetzt!«: Ver.di und NGG fordern 8,50 Euro Mindestlohn für alle</title>
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		<pubDate>Tue, 12 Nov 2013 08:20:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Ingo Koecher]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mit der Kampagne »Mindestlohn jetzt!« geben die Gewerkschaften Ver.di und Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) Menschen ein Gesicht, die von ihrer Arbeit nicht leben können. Und das, obgleich sie in Vollzeit tätig sind. Die Politik schaut seit Jahren tatenlos zu. Zudem subventioniert sie die Gewinne sozialschmarotzender Unternehmer, die ihre Angestellten zum Amt schicken, um aufzustocken. Die Zeche zahlen<br /><span class="excerpt_more"><br /><a href="/3419/mindestlohn-jetzt-ver-di-und-ngg-fordern-850-euro-mindestlohn-fuer-alle/">[weiterlesen ...]</a></span>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Mit der Kampagne »<a href="https://www.mindestlohn-jetzt.de/" target="_blank">Mindestlohn jetzt!</a>« geben die Gewerkschaften Ver.di und Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) Menschen ein Gesicht, die von ihrer Arbeit nicht leben können. Und das, obgleich sie in Vollzeit tätig sind. Die Politik schaut seit Jahren tatenlos zu. Zudem subventioniert sie die Gewinne sozialschmarotzender Unternehmer, die ihre Angestellten zum Amt schicken, um aufzustocken. Die Zeche zahlen Steuerzahler. Das sind ordentlich bezahlte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, aber auch Unternehmer, die ihre Angestellten fair entlohnen.</strong></p>
<div id="attachment_3424" style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><a href="/wp-content/uploads/2013/11/662744_web_r_by_andreas-hermsdorf_pixelio.de_.jpg#utm_source=feed&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=feed"><img class="size-medium wp-image-3424" alt="»Mindestlohn jetzt!«: Ver.di und NGG fordern 8,50 Euro Mindestlohn für alle. © spothits/Andreas Hermsdorf/PIXELIO www.pixelio.de" src="/wp-content/uploads/2013/11/662744_web_r_by_andreas-hermsdorf_pixelio.de_-300x200.jpg" width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">»Mindestlohn jetzt!«: Ver.di und NGG fordern 8,50 Euro Mindestlohn für alle. © spothits/Andreas Hermsdorf/PIXELIO <a href="http://www.pixelio.de/" target="_blank">www.pixelio.de</a></p></div>
<h2>Es werden immer mehr</h2>
<p>Moralisch verwerfliche Lohnzahlungen sind schon lange keine Einzelfälle mehr. Und während die Politik versucht, den Menschen genau das immer wieder aufs Neue glauben zu machen, werden es Jahr für Jahr mehr Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die in <a href="/2397/einmal-geliehen-immer-geliehen-leiharbeit-als-normales-beschaeftigungsverhaeltnis/#utm_source=feed&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=feed">prekären Beschäftigungsverhältnissen wie etwa Leiharbeit</a> stecken und aufstocken müssen. In einer aktuellen Studie belegt die Universität Duisburg-Essen, dass im April 2013 insgesamt 1,33 Millionen Menschen als Aufstocker bei der Agentur für Arbeit gemeldet waren. Damit erhöhte sich die Zahl derer, die in Vollzeit arbeiten, aber nicht vom gezahlten Lohn leben können, von 23,1 Prozent in 2007 auf 30,4 Prozent im Oktober 2012 – <a href="/3089/mindestlohn-und-die-maer-verlorener-arbeitsplaetze/#utm_source=feed&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=feed">spothits berichtete</a>.</p>
<h2>Sie wollen doch nur das Beste &#8230;</h2>
<p>Die Liberalisierung des Arbeitsmarktes bedeutet seit Jahren nichts anderes, als die Rechte der Arbeitnehmer Stück für Stück zu demontieren. Zudem ist zu beobachten, dass die Arbeitgeberlobby Forderungen nach flächendeckendem Mindestlohn mit der immer gleichen sinnleeren Argumentation wegfallender Arbeitsplätze abschmettert.</p>
<h2>Ein wenig Dankbarkeit</h2>
<p>Da sollten die Arbeitnehmer doch dankbar sein, dass sich Arbeitgeber so um das soziale Wohl sorgen, könnte man meinen. Doch bei genauem Hinsehen wird schnell klar, dass es sich dabei um haltlose Angstmacherei handelt. Zudem zeigen unsere europäischen Nachbarn das es geht und wie es geht. Denn in 21 Staaten der europäischen Union gibt es bereits einen Mindestlohn. Und Staaten, in denen Unternehmer ihre Angestellte fair bezahlen, sind wirtschaftlich stark – trotz Mindestlohn. Warum sollte das also in Deutschland anders sein?</p>
<h2>Geht doch &#8230;</h2>
<p>In einer aktuellen Studie geht das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung sogar noch einen Schritt weiter – <a href="/3352/deutscher-mindestlohn-von-850-euro-im-europaeischen-vergleich-durchschnittlich/#utm_source=feed&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=feed">spothits berichtete</a>. So hat das Institut die Mindestlöhne von 21 EU-Staaten miteinander verglichen, wobei für Deutschland ein flächendeckender Mindestlohn von 8,50 Euro zugrunde gelegt wurde. Nach Luxemburg, Frankreich, Belgien, den Niederlanden und Irland liegt Deutschland auf Rang sechs im europäischen Vergleich. Noch schlechter sieht es bei der Bewertung der Kaufkraft aus, die unter Berücksichtigung der Lebenshaltungskosten in den einzelnen Ländern errechnet wurde. Hiernach landet Deutschland gerade noch im Mittelfeld, und die 8,50 Euro reduzieren sich auf effektiv 7,14 Euro im europäischen Vergleich.</p>
<h2>Kampagne »Mindestlohn jetzt!«</h2>
<p>Mit der Kampagne »<a href="https://www.mindestlohn-jetzt.de/" target="_blank">Mindestlohn jetzt!</a>« fordern die Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di und die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) gemeinsam einen flächendeckenden Mindestlohn von 8,50 Euro für Deutschland. Um das zu erreichen, machen beide Gewerkschaften mobil und rufen Betroffene, aber auch sozial Engagierte mit mehr als 8,50 Euro im Monat auf, sich aktiv zu beteiligen.</p>
<p><iframe src="//www.youtube.com/embed/dylm_0IfxVM" height="480" width="640" allowfullscreen="" frameborder="0"></iframe></p>
<p><a href="http://www.youtube.com/Mindestlohnjetzt" target="_blank"><strong>+++++ Alle Videos der Initiative »Mindestlohn jetzt!« +++++</strong></a></p>
<p><em>Video © spothits/Initiative Mindestlohn, Ver.di, NGG</em></p>
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		<title>Mindestlohn und die Mär verlorener Arbeitsplätze</title>
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		<pubDate>Thu, 24 Oct 2013 07:20:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Ingo Koecher]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Jeder fängt klein an. Immer mehr bleiben es in jüngster Zeit aber bis zum Ende. Und dann wird das Wenige bei der Rente nochmals reduziert, weil die Altersrente mit jeder Anpassung immer ein wenig dünner ausfällt. So steht schon jetzt fest, dass eine wachsende Zahl Menschen im Alter von Armut betroffen sein wird. Hiervor verschließt<br /><span class="excerpt_more"><br /><a href="/3089/mindestlohn-und-die-maer-verlorener-arbeitsplaetze/">[weiterlesen ...]</a></span>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Jeder fängt klein an. Immer mehr bleiben es in jüngster Zeit aber bis zum Ende. Und dann wird das Wenige bei der Rente nochmals reduziert, weil die Altersrente mit jeder Anpassung immer ein wenig dünner ausfällt. So steht schon jetzt fest, dass eine wachsende Zahl Menschen im Alter von Armut betroffen sein wird. Hiervor verschließt die Politik konsequent die Augen. Stattdessen liefern vermeintliche Experten gebetsmühlenartig die immer gleiche Leier, dass Mindestlohn Arbeitsplätze koste. Das ist schlichtweg Unsinn. Denn wenn es eine rechtsverbindliche Regelung gibt, an die sich jeder halten muss, kommt es nicht zu Marktverzerrungen.<br />
</strong></p>
<div id="attachment_4196" style="width: 109px" class="wp-caption alignleft"><a href="/wp-content/uploads/2014/01/spothits_logo_kuerzel_namenszug99_99.jpg#utm_source=feed&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=feed"><img class="size-full wp-image-4196" alt="© spothits" src="/wp-content/uploads/2014/01/spothits_logo_kuerzel_namenszug99_99.jpg" width="99" height="99" /></a><p class="wp-caption-text">© spothits</p></div>
<h2>Lunte ist entzündet</h2>
<p>Seit Juli 2013 gilt in 21 von 28 EU-Staaten ein Mindestlohn. Der Supergau blieb wenig überraschend aus. Stattdessen erholen sich die benachbarten Volkswirtschaften von der durch die Banken herbeiführten Katastrophe. Warum haben Vertreter aus Wirtschaft und Politik also solche Angst vor einem Mindestlohn? Vielleicht haben die Experten noch nicht erkannt, dass unterdessen eine ganz andere Zeitbombe tickt. Die Lunte hat das Statistische Bundesamt mit dem Ergebnis der Untersuchung zur Grundsicherung entzündet. Hiernach hat sich die Zahl der Betroffenen 65-Jährigen, deren Rente bis zur Grundsicherung aufgebessert werden muss, um 6,6 Prozent gegenüber 2012 erhöht. In Zahlen bedeutet dass: 464.836 Betroffene leben in Armut.</p>
<h2>Vermeintliche Experten</h2>
<p>Aufgrund der Strukturen beider deutscher Staaten bis 1990 sind besonders im Westen viele Frauen  betroffen. In ihren Händen lag die Erziehung der Kinder, während der Mann das Geld verdiente. Hat sich auch das Frauenbild gewandelt, ist die Situation lange nicht entschärft. Freiere Lebensformen, alleinerziehende Mütter und Väter sowie Löhne, die Familien kaum mehr ernähren, garantieren Armut im Alter. Dabei wächst die Zahl Betroffener unaufhörlich. Denn viele Menschen stecken in prekären Beschäftigungsverhältnissen. Bei  denen handelt es sich, glaubt man vermeintlichen Experten, um Einzelfälle.</p>
<h2>Das große Heer der Einzelfälle</h2>
<p>So waren nach einer Untersuchung der <a href="http://www.uni-due.de/de/presse/meldung.php?id=7987" target="_blank">Universität Duisburg-Essen</a> im April 2013 insgesamt 1,33 Millionen Menschen als »Aufstocker« bei der Agentur für Arbeit gemeldet. Aufstocker sind Menschen, deren Lohn trotz Vollbeschäftigung so niedrig ist, dass sie weder sich noch ihre Familie davon ernähren können. Die Studie belegt zudem den kontinuierlichen Anstieg der Zahl Betroffener von 23,1 Prozent 2007 auf 30,4 Prozent bis Oktober 2012. Dabei arbeiten mit 57,7 Prozent mehr als die Hälfte der Leistungsbezieher in Vollzeit (Daten 2011). Durch ergänzendes ALG II werde der Niedriglohn subventioniert, heißt es weiter.</p>
<h2>Gewinn steuerfinanziert</h2>
<p>Dabei muss man weder Statistiker noch Politologe sein, um zu erkennen, dass dieses System auf Dauer so nicht funktionieren kann. Während auf der einen Seite in regelmäßigen Abständen Wachstumszahlen nach oben korrigiert werden, erwirtschaften einige Unternehmer Gewinne aus Steuergeldern, indem sie Niedriglöhne zahlen und die Angestellten zum Aufstocken zur Arbeitsagentur schicken.</p>
<h2>Goldesel streck dich</h2>
<p>Genau dieser Goldesel würde durch den gesetzlichen Mindestlohn vom Hof gejagt. Verständlich, dass auf Seiten der Wirtschaft alles dafür getan wird, die eigenen Schäfchen im trocknen zu halten. Und was bietet sich da besseres an, als von wegfallenden Arbeitsplätzen zu fabulieren?</p>
<h2>Tarifkultur wird ausgehöhlt</h2>
<p>Auch die Hans Böckler Stiftung sieht im Lohndumping eine große Gefahr – <a href="/2884/studie-bruttoloehne-ost-17-prozent-niedriger-als-im-westen/#utm_source=feed&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=feed">spothits berichtete</a>. Hierbei würde die Tarifkultur ausgehöhlt, wodurch die Altersarmut in den kommenden Jahren stark zunehmen werde. Die Politik müsse gegensteuern, heißt es in einer Studie.</p>
<h2>Genau hinschauen &#8230;</h2>
<p>Die SPD hat den Mindestlohn im Wahlprogramm. Nun müssen die Demokraten zeigen, wie sozial sie noch sind, oder ob auch die SPD den Goldesel lieber in Ruhe auf dem Hof stehen lassen möchte.</p>
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		<title>Autovermieter-Verband klagt gegen private Carsharing-Plattform Autonetzer</title>
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		<pubDate>Wed, 16 Oct 2013 07:20:57 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Die Idee des Teilens verbreitet sich rasend schnell &#8211; spothits berichtete. Für immer mehr Leute wird es wichtiger Auto, Fahrrad, Bohrmaschine oder Kamera bei Bedarf zur Verfügung zu haben, anstatt die Dinge zu besitzen. Das ist neu und passt so gar nicht ins Wirtschaftsprinzip der westlichen Welt. Da überrascht es nicht, dass Lobbyisten auf den<br /><span class="excerpt_more"><br /><a href="/2860/autovermieter-verband-klagt-gegen-private-carsharing-plattform-autonetzer/">[weiterlesen ...]</a></span>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Idee des Teilens verbreitet sich rasend schnell &#8211; <a href="/803/haeusertausch-und-carsharing-tauschboersen-sprengen-regionale-grenzen/#utm_source=feed&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=feed">spothits berichtete</a>. Für immer mehr Leute wird es wichtiger Auto, Fahrrad, Bohrmaschine oder Kamera bei Bedarf zur Verfügung zu haben, anstatt die Dinge zu besitzen. Das ist neu und passt so gar nicht ins Wirtschaftsprinzip der westlichen Welt. Da überrascht es nicht, dass Lobbyisten auf den Plan treten, um diesem »Zinnober« Einhalt zu gebieten. Aktuell trifft es die private Carsharing-Plattform »<a href="http://www.autonetzer.de/car2share" target="_blank">Autonetzer</a>«, die vom Bundesverband Deutscher Autovermieter verklagt wurde. Und warum? Nicht etwa, weil die private Carsharing Plattform als Wettbewerber wahrgenommen wird, sondern weil die Lobbyisten die bislang etwa 30.000 Nutzer des Stuttgarter Startups vor Schaden bewahren wollen. Welch honorer Anspruch.</strong></p>
<div id="attachment_4196" style="width: 109px" class="wp-caption alignleft"><a href="/wp-content/uploads/2014/01/spothits_logo_kuerzel_namenszug99_99.jpg#utm_source=feed&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=feed"><img class="size-full wp-image-4196" alt="© spothits" src="/wp-content/uploads/2014/01/spothits_logo_kuerzel_namenszug99_99.jpg" width="99" height="99" /></a><p class="wp-caption-text">© spothits</p></div>
<h2>Neue Nutzungsmuster</h2>
<p>Doch die Klage des Verbandes legt offen, dass hier bereits ein Brand schwelt. Denn seit in immer mehr Bereichen neue Nutzungsmuster bisheriges Besitzstandsdenken ablösen, kommt Bewegung ins Kaufgelüste schürende System. Es zeigt sich, dass diese Entwicklung zu radikalen Verschiebungen im Konsumverhalten führt. Besitzen verliert an Bedeutung, nur die Verfügbarkeit ist wesentlich. Vollkommen bedeutungslos sind indes Marken oder gar Fragen nach Images, die mit den Produkten verknüpft sind.</p>
<h2>Weit mehr als ein Klage</h2>
<p>Dabei ist die Klage gegen <a href="http://www.autonetzer.de/car2share" target="_blank">Autonetzer</a> weitreichender, als es auf den ersten Blick scheint. Zum einen wäre ein Urteilsspruch, der Privat-Sharing in dieser Form verbietet, richtungweisend für ähnliche Portale wie »<a href="http://www.tamyca.de/" target="_blank">Tamyca</a>« oder »<a href="https://www.nachbarschaftsauto.de/" target="_blank">Nachbarschaftsauto</a>«. Zum anderen führe eine entsprechende Entscheidung dazu, wirtschaftliche Entwicklungen mit richterlicher Instanz auszuhebeln, um etablierte Strukturen zu schützen.</p>
<h2>Lobbyarbeit ist alles</h2>
<p>Ähnliches widerfuhr dem Portal »<a href="https://www.airbnb.de/" target="_blank">Airbnb</a>«. Auch hier sind es Privatpersonen, die ihre Geschicke selbst in die Hand nehmen und sich organisieren. Auf der Sharing-Plattform bieten Leute Gästen einen Schlafplatz, ein Zimmer, die Wohnung oder das eigene Haus zum Übernachten an. Wie »<a href="http://www.gruenderszene.de/news/airbnb-wimdu-9flats-probleme-illegal" target="_blank">Gründerszene</a>« im Mai 2013 berichtete, wurde in New York gegen Airbnb-Gastgeber geurteilt. Privatpersonen dürften keine Hotelräume anbieten, hieß es in der Begründung. Gleichlautende Urteile folgten in Kanada. Nun dürfte es nicht mehr lange dauern, bis dem Sharing-Projekt Airbnb auch hierzulande die »Lizenz« entzogen wird.</p>
<h2>Gute Lobbyarbeit zahlt sich  aus</h2>
<p>Das erkannte schon Erich Fromm in seinem Band »Haben oder Sein« – <a href="/2583/spothits-buchtipp-erich-fromm-haben-oder-sein-die-seelischen-grundlagen-einer-neuen-gesellschaft/#utm_source=feed&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=feed">spothits berichtete</a>. Dabei stammt dessen Systemanalyse bereits aus dem Jahr 1979. Damals hatte der Philosoph und Sozialpsychologe das System untersucht und festgestellt, dass sich einiges ändern müsse. Denn ewiges Wachstum ist eine ebensolche Illusion, wie die irrige Annahme, Besitz sei das höchste und einzig Glückseligkeit bringende Gut im Leben eines Menschen.</p>
<h2>Weniger Balzgehabe</h2>
<p>Fromm fordert von Entscheidungsträgern, dass sie weniger Energie in die Konstruktion ihres an die Öffentlichkeit dringenden Bildes stecken sollten. Vielmehr hätten sie die Aufgabe, den gesellschaftlichen Umbau anzugehen. So schließt sein Band damit, dass Unternehmen für das Wohl des Menschen da seien und nicht wie bisher, um den Profit zu maximieren.</p>
<h2>»Teilen statt Kaufen«</h2>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Ganz gleich ob Fromms »Entscheider« Dankanstöße geben oder der Entwicklung hinterher laufen: Schon jetzt wird »<a href="/803/haeusertausch-und-carsharing-tauschboersen-sprengen-regionale-grenzen/#utm_source=feed&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=feed">Teilen statt Kaufen</a>« für immer mehr Menschen zur praktikablen Alternative. Und das unabhängig von Lobbyarbeit und richterlichen Urteilssprüchen. Denn während vielerorts nur von Nachhaltigkeit geschwätzt wird, um das grüne Image aufzupeppen, lebt es die täglich wachsenden Sharing-Familie schon seit langem.</p>
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		<title>Einmal verliehen, immer verliehen: Leiharbeit als normales Beschäftigungsverhältnis</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Sep 2013 07:20:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Ingo Koecher]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Christian Graupner war es, der Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) während der ARD Wahlarena am 10. September 2013 darüber informierte, dass es in Deutschland Menschen gibt, die sich seit vielen Jahren in Leiharbeit befinden. Nahezu rekordverdächtig ist dabei Graupners eigene Erwerbsbiografie, der seit nunmehr zehn Jahren als Leiharbeiter tätig ist. Edle Zielsetzung Leiharbeit war dazu gedacht,<br /><span class="excerpt_more"><br /><a href="/2397/einmal-geliehen-immer-geliehen-leiharbeit-als-normales-beschaeftigungsverhaeltnis/">[weiterlesen ...]</a></span>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Christian Graupner war es, der Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) während der ARD Wahlarena am 10. September 2013 darüber informierte, dass es in Deutschland Menschen gibt, die sich seit vielen Jahren in Leiharbeit befinden. Nahezu rekordverdächtig ist dabei Graupners eigene Erwerbsbiografie, der seit nunmehr zehn Jahren als Leiharbeiter tätig ist.</strong></p>
<div id="attachment_4196" style="width: 109px" class="wp-caption alignleft"><a href="/wp-content/uploads/2014/01/spothits_logo_kuerzel_namenszug99_99.jpg#utm_source=feed&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=feed"><img class="size-full wp-image-4196" alt="© spothits" src="/wp-content/uploads/2014/01/spothits_logo_kuerzel_namenszug99_99.jpg" width="99" height="99" /></a><p class="wp-caption-text">© spothits</p></div>
<h2>Edle Zielsetzung</h2>
<p>Leiharbeit war dazu gedacht, Menschen wieder in Arbeit zu bringen. Dieses Ziel wird jedoch in vielen Fällen nicht erreicht. Stattdessen sind immer mehr Menschen in als prekär bezeichneten Arbeitsverhältnissen beschäftigt.</p>
<p><strong>Verdient wird dennoch:</strong> So bekommen Arbeitnehmer zu hören, dass Unternehmer mit Leiharbeitern Produktionsspitzen abfangen könnten. Das ist sicherlich richtig. Nur wenn es sich bei Produktionsspitzen um, wie in Graupners Fall, zehn Jahre handelt, scheint an der Sinnhaftigkeit der Leiharbeit etwas faul zu sein. Denn Leiharbeit bedeutet allzu oft, dass der fest angestellte Kollege für die gleiche Arbeitsleistung um ein Vielfaches mehr entlohnt wird – und das bei oft gleicher Qualifikation.</p>
<h2>Wieder nur ein Einzelfall?</h2>
<p>Dabei ist Graupner kein Einzelfall. Vielmehr markiert er den Werteverfall in der Gesellschaft. Das sieht Rainer Brüderle (FDP) ganz anders, schließlich habe man in Deutschland keinen <a href="/448/sittenwidrig-und-skandalos-fdp-will-4-euro-lohnuntergrenze/#utm_source=feed&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=feed" target="_blank">»Manchester Kapitalismus« – spothits berichtete</a>. Aber wie lässt sich diese immer stärker um sich greifende Entwicklung erklären? Selbst die Behauptung, dass es sich um wenig qualifizierte Arbeitskräfte handelt, funktioniert nicht, ist sie doch schlichtweg falsch.</p>
<h2>Gewinn hier, Abstieg da &#8230;</h2>
<p>Prekäre Arbeitsverhältnisse ziehen sich durch alle Bildungsschichten der Gesellschaft. Während hier auf dem Rücken der Arbeitnehmer Profitmaximierung betrieben wird, kommt ein weiterer schwerwiegender Sachverhalt hinzu: Das eigene Leben lässt sich nicht planen. Familiengründung ist Luxus und Zukunft verschwindet in Perspektivlosigkeit. Stattdessen hangeln sich Beschäftigte von einem Zeitvertrag zum nächsten, um dann auch dort die Spitzen abzufangen. Dann leisten sie wieder Arbeit, für die das Stammpersonal um ein Vielfaches besser bezahlt wird als sie selbst. Denn lohnen soll sich der Einsatz von Leiharbeit nicht nur für den Unternehmer, sondern auch für die Zeitarbeitsfirma, die den Leiharbeiter vermittelt. Dabei leuchtet ein, dass auch für Personalvermieter über Jahre andauernde Produktionsspitzen lukrativ sind. Mit gesundem Menschenverstand ist das nicht zu erklären. Vielmehr ist es verwerflich und hat schon lange nichts mehr mit sozialer Marktwirtschaft zu tun.</p>
<h2>Aktionismus vor der Wahl?</h2>
<p>In wenigen Tagen ist Bundestagswahl und Frau Merkel auf das Problem ausufernder Leiharbeit aufmerksam geworden, will die Sache prüfen. Dabei besteht die berechtigte Sorge, dass es medienwirksamer Aktionismus ist. Denn unmittelbar nach der Sendung beim Mitteldeutschen Rundfunk wurde bei der Leipziger Volkszeitung LVZ in der Samstag-Ausgabe (14.09.2013) nachgelegt. Merkel wolle die Einschränkung der Leiharbeit per Gesetz prüfen, zitiert das Blatt die Bundeskanzlerin. Das bedeutet, die Bundesregierung ist bislang davon ausgegangen, dass Leihverträge etwa ein Jahr Bestand hätten. Anschließend wechsle der Arbeitnehmer in eine Festanstellung. Eine Beschäftigungsdauer von zehn Jahren sei jedoch nicht hinnehmbar. Hier gelte es, die schriftliche Begründung eines im Juli dieses Jahres gefällten Urteils vom Bundesarbeitsgericht abzuwarten. Zudem sei der Begriff »vorübergehend« deutlicher zu definieren, heißt es weiter.</p>
<h2>Studien belegen verheerende Situation</h2>
<p>Wahlkampfwirksam wird hier mit dem Schicksal vieler deutscher Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gespielt. Denn das der Fall Graupner kein Einzelfall ist, dürfte auch der Regierung nicht entgangen sein. So belegen Gutachten und Studien die verheerende Situation im Leiharbeitssektor, die ihren Gipfel in Werkverträgen findet. Belegt wurde das letztmalig im April 2013 in einer <a href="/681/deutschland-2013-motor-oder-armenhaus-europas/#utm_source=feed&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=feed" target="_blank">Untersuchung der Hans Böckler Stiftung – spothits berichtete</a>. Aus der geht hervor, dass nach zwanzig Jahren Flexibilisierung am deutschen Arbeitsmarkt ein Drittel aller Arbeitnehmer atypisch beschäftigt ist. Dazu gehören Leihverträge, Werkverträge aber auch immer mehr Menschen, die von ihrer Arbeit nicht leben können und deshalb aufstocken müssen.</p>
<h2>Volle Leistung für Dumpinglohn</h2>
<p>Um den Standort Deutschland zu sichern, sind Dumpinglöhne der falsche Weg. Und menschenverachtend ist es zudem. Überdies lässt sich die Augenwischerei immer schwieriger an den Mann und die Frau bringen. Ob am Ende alles weiter läuft wie bisher, zeigt die Bundestagswahl am 22. September 2013.</p>
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		<title>Wie viel Netzwerk braucht der Mensch? Hilfloses und unsinniges Networking</title>
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		<pubDate>Mon, 05 Aug 2013 07:09:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Ingo Koecher]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mit sozialen Netzwerken ist es wie mit Car-Sharing: Es gibt unzählige Anbieter, wobei jeder von sich behauptet, der beste zu sein. Diesen Anspruch kann man zunächst niemandem absprechen, garantiert ein Alleinstellungsmerkmal doch wirtschaftlichen Erfolg. Aber wie groß sind die Unterschiede der Plattformen wirklich? Und braucht man sie am Ende überhaupt? Es ist anstrengend, all seine<br /><span class="excerpt_more"><br /><a href="/849/wie-viel-netzwerk-braucht-der-mensch-hilfloses-und-unsinniges-networking/">[weiterlesen ...]</a></span>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1075" style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><a href="/wp-content/uploads/2013/05/598266_original_r_k_b_by_gerd-altmann_pixelio_klein.jpg#utm_source=feed&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=feed"><img class="size-medium wp-image-1075" alt="Wie viel Netzwerk braucht der Mensch? Hilfloses und unsinniges Networking. © spothits/gerd altmann/ pixelio.de" src="/wp-content/uploads/2013/05/598266_original_r_k_b_by_gerd-altmann_pixelio_klein-300x212.jpg" width="300" height="212" /></a><p class="wp-caption-text">Wie viel Netzwerk braucht der Mensch? Hilfloses und unsinniges Networking. © spothits/Gerd Altmann/PIXELIO<br /><a href="https://www.pixelio.de" target="_blank">www.pixelio.de</a></p></div>
<p><strong style="letter-spacing: 0.05em; line-height: 1.6875;">Mit sozialen Netzwerken ist es wie mit Car-Sharing: Es gibt unzählige Anbieter, wobei jeder von sich behauptet, der beste zu sein. Diesen Anspruch kann man zunächst niemandem absprechen, garantiert ein Alleinstellungsmerkmal doch wirtschaftlichen Erfolg. Aber wie groß sind die Unterschiede der Plattformen wirklich? Und braucht man sie am Ende überhaupt?</strong></p>
<p><strong style="letter-spacing: 0.05em; line-height: 1.6875;">Es ist anstrengend, all seine Web-Profile </strong><span style="letter-spacing: 0.05em; line-height: 1.6875;">auch nur annähernde aktuell zu halten. Und als bewege man sich mit den einschlägig bekannten Diensten nicht schon an der eigenen Leistungsgrenze, kommen immer neue Portale hinzu.</span></p>
<h2>Im Netzwerk nichts Neues</h2>
<p>Doch die Chancen solcher Plattformen, bereits aktive Netzwerker zu gewinnen, nehmen allmählich ab. Denn unter den Nutzern reift die Erkenntnis, nicht auf allen Hochzeiten tanzen zu müssen. Zumal am Ende ohnehin nichts Neues auf Portal F veröffentlicht wird, was nicht schon längst bei den Plattformen A bis E online verfügbar wäre. Denn um etwas Neues produzieren zu können, muss man sich auch mal abmelden und raus gehen.</p>
<h2>Nur nichts verpassen</h2>
<p>Dennoch kommt der aktive Netzwerker bei jedem neuen Angebot ins Grübeln. Denn eine Chance, Leser zu gewinnen, möchte niemand ungenutzt lassen. Genau darauf zielen die Angebote ab: auf die Hoffnung neue Leser zu binden. Aber in der Regel bleibt es bei besagter Hoffnung. Der Einzige, der den Traffic gewinnbringend nutzen kann, ist der Plattformbetreiber des neuen Netzwerks. Man selbst hat einmal mehr seine Daten preisgegeben und wird im Folgenden mit Informationen überhäuft, die darauf abzielen, zu überzeugen, wie gut es für einen selbst wäre, Beiträge auf dem neuen Portal zu veröffentlichen.</p>
<h2>Vom wachen Netzwerk-Geist</h2>
<p>Und das, obwohl jeder halbwegs wache Netzwerk-Geist weiß, dass Unique Content doch um einiges besser auf der eigenen Seite aufgehoben ist. Wozu also sollte man ein Fremdportal beliefern? Das Zauberwort heißt Linktausch. Schreibst Du für mich, gebe ich Dir … Die allmächtige google-Mutter honoriert diesen Vorgang. Wenn man sich dazu hinreißen lässt, sollte man nur tunlichst darauf achten, ein Portal zu befüttern, das im Ranking besser dasteht als das eigene. Dann steigt das eigene Portal auf wundersame Weise im Page-Ranking des google-Systems. Plötzlich haben die Inhalte Qualität, die kurioserweise bislang nicht vorhanden gewesen sein soll.</p>
<h2>Sinnfreies Klicken</h2>
<p>Der hier geführte google-Nachweis qualitativer Beiträge ist im Einzelnen noch nachvollziehbar. Vollkommen abstrus geht es hingegen bei Facebook zu. Wer hier eine Fanpage seiner Onlinepräsenz anlegt, wird noch während der Anmeldung mit Werbeangeboten überhäuft. Hiernach würden für zehn Dollar Leute per Mail aufgefordert, die eigene Fanpage zu liken. Diese Leute kennen weder den Seitenbetreiber noch dessen Produkte oder Beiträge. Sinnfreies Klicken für Geld. Mehr steckt also nicht hinter einigen der Facebook-Likes.</p>
<h2>Abgestraft</h2>
<p>Wer sich nicht für die Facebook-Kampagne entscheidet, wird zunächst einmal abgestraft. Denn der bekommt erst dann eine Statistik eigener Besucherzahlen zu Gesicht, wenn mehr als 30 Freunde den Like-Button gedrückt haben. Hier allerdings dürfte die Aussagekraft der Likes weit höher sein, als die luftleeren Beurteilungen hunderter gekaufter Likes.</p>
<h2>Sei online, und du bist &#8230;</h2>
<p>Trotz derlei sinnfreier Auswüchse ist Networking hilfreich. Denn unbestritten existiert nur, wer Onlinepräsenz lebt. Je besser man es versteht, die Kanäle zu nutzen, desto breiter ist die Streuung eigener Inhalte. Und das gilt leider auch für eine Vielzahl von Äußerungen, die, gezwitschert im Offline-Zeitalter, schlicht als Papierverschwendung bezeichnet worden wären. Und weil jede These nur so gut ist, wie das sie untermauernde Beispiel, sei eine Zwitscher-Orgie um den Umlaut »Ä« genannt. Ein fest in der Medienwelt verankerter Multiplikator zwitscherte vor einigen Tagen ein »Ä«. Das wäre kaum bemerkenswert, hätten sich nicht ebenfalls in der Branche stehende Multiplikatoren genötigt gefühlt, diese Umlaut-Äußerung zu kommentieren. Abschließend stellt sich die Frage: Warum kam es zu dieser »Kommunikation«, will man in diesem Zusammenhang überhaupt von einer Kommunikation sprechen?</p>
<h2>Medienpräsenz und inhaltsleere Blasen</h2>
<p>Die Erklärung ist so einfach wie bedenklich: Medienpräsenz. Die hat man, oder man hat sie eben nicht. Wer mehrfach täglich zwitschert, wird irgendwann wahrgenommen. Das bedeutet allerdings nicht zwangsläufig, dass derjenige auch ernst genommen wird. Denn immer nur inhaltsleere Blasen zu produzieren schadet eher, als dass es nützt. Ja und ein bisschen kommt dabei auch der Egomane durch, denn schließlich warf das »Ä« eine Persönlichkeit in den Zwitscher-Ring, mit der man selbst nun eine »Unterhaltung« hatte. Das wiederum trifft es jedoch nur zum Teil, denn der Verfasser des »Ä« hat sich kein weiteres Mal geäußert. Stattdessen entwickelte sich eine Unterhaltung unter denen, die gern mit dem Verfasser gesprochen hätten.</p>
<p><strong>Und so scheint auch im Internetzeitalter</strong> dem aus der Offline-Lebenswelt stammenden olympischen Gedanken, dabei gewesen zu sein, eine nach wie vor bedeutsame Rolle zuzukommen.</p>
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		<title>Rechtsanspruch auf Kita-Platz: Familienpolitik bleibt löchriger Flickenteppich</title>
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		<pubDate>Fri, 02 Aug 2013 07:10:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Ingo Koecher]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Während der DGB vergangenen Mittwoch in Berlin die Abschaffung des Betreuungsgeldes sowie die Bereitstellung weiterer Krippenplätze forderte – spothits berichtete, verkündete Familienministerin Kristina Schröder bereits am 11. Juli dieses Jahres, dass ab 1. August 2013 genügend Kita-Plätze vorhanden sind, wonach jedes Kind ab dem ersten Lebensjahr einen Platz in Anspruch nehmen könnte. Soweit die Theorie.<br /><span class="excerpt_more"><br /><a href="/1903/rechtsanspruch-auf-kita-platz-familienpolitik-bleibt-loechriger-flickenteppich/">[weiterlesen ...]</a></span>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1907" style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><a href="/wp-content/uploads/2013/08/children-14067_bea.jpg#utm_source=feed&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=feed"><img class="size-medium wp-image-1907" alt="Rechtsanspruch auf Kita-Platz: Familienpolitik bleibt löchriger Flickenteppich. © spothits/pixabay.com" src="/wp-content/uploads/2013/08/children-14067_bea-300x225.jpg" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Rechtsanspruch auf Kita-Platz: Familienpolitik bleibt löchriger Flickenteppich. © spothits/pixabay.com</p></div>
<p><strong>Während der DGB vergangenen Mittwoch in Berlin die Abschaffung des Betreuungsgeldes sowie die Bereitstellung weiterer Krippenplätze forderte – <a href="/1891/dgb-fordert-abschaffung-des-betreuungsgelds-und-mehr-kita-plaetze/#utm_source=feed&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=feed"><span style="text-decoration: underline;">spothits berichtete</span></a>, verkündete <a href="http://www.bmfsfj.de/BMFSFJ/Ministerium/ministerin,did=199506.html" target="_blank">Familienministerin Kristina Schröder bereits am 11. Juli</a> dieses Jahres, dass ab 1. August 2013 genügend Kita-Plätze vorhanden sind, wonach jedes Kind ab dem ersten Lebensjahr einen Platz in Anspruch nehmen könnte. Soweit die Theorie. Was die Ministerin verschweigt, sind regionale Besonderheiten. Wenn es überhaupt genug Plätze gibt, dann liegen die überwiegend in Städten. Und selbst hier dürfte es oft eng werden. Um jedoch einer Klagewelle aus dem Weg zu gehen, werden viele Städte und Gemeinden in letzter Konsequenz Plätze schaffen, indem bestehende Gruppen kurzerhand vergrößert werden. Entlastung erhoffen sich Städte und Gemeinden aber auch durch das Betreuungsgeld. Ab 1. August 2013 werden 100 Euro, ab 1. August 2014 150 Euro an Eltern gezahlt, die ihren Nachwuchs nicht in die Kita geben. </strong></p>
<h2>Teufelskreis</h2>
<p>In größeren Gruppen leidet die Qualität der Betreuungsarbeit, da Erzieherinnen und Erzieher hoffnungslos überlastet sein werden. Gegensteuern mittels Personalaufstockung  ist wegen fehlender finanzieller Mittel nicht möglich. Und das ist ein Teufelskreis. Denn in größeren Gruppen ist die Förderung des Einzelnen nicht umsetzbar. Zudem entwickeln sich Kinderkrippe und Kindergarten zu »Verwahranstalten«. Das darf nicht passieren. So fordert der DGB, Kindererziehung und -bildung unter der Maßgabe »besser statt billiger« umzusetzen –  <a href="/1461/familien-verarmen-familien-sterben-aus-desastroese-familienpolitik-in-deutschland/#utm_source=feed&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=feed">spothits berichtete</a>.</p>
<h2>Säbelrasseln</h2>
<p>Unterdessen Säbelrasseln zwischen Regierung und Opposition: Während die CDU der SPD Sabotage bei der neuen Familienleistung vorwirft, sind die Sozialdemokraten der Auffassung, dass keine familienpolitische Leistung so häufig in den Medien präsent gewesen sei, wie das Betreuungsgeld (Handelsblatt, 31. Juli 2013, Ausgabe 145). Weiter heißt es, dass man bei der SPD verwundert darüber sei, dass in Bayern potenziell Berechtigte Post bekommen hätten, die teilweise ausgefüllte Anträge zum Betreuungsgeld enthalten habe. Bei Bildungsgutscheinen für Hartz-IV-Empfänger hätte es das nicht gegeben.</p>
<h2>Grundlegendes ungeklärt</h2>
<p>Trotz des seit 1. August geltenden Rechtsanspruchs auf einen Kita-Platz bleiben grundlegende Fragen offen. Dabei wird deutlich, wie löchrig der familienpolitische Teppich in Deutschland ist.</p>
<h2>Familie und Beruf</h2>
<p><a href="/681/2013/05/15/deutschland-2013-motor-oder-armenhaus-europas/#utm_source=feed&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=feed">Zeitverträge, Dumping-Löhne, Arbeitslosigkeit</a> und eine ungewisse wirtschaftliche Zukunft verhindern bei immer mehr jungen Paaren die Familiengründung. Zudem ist nachweislich bekannt, dass, wer sich für ein Kind entscheidet, finanziell schlechtergestellt ist, als kinderlose. Dies zieht sich vom Erwerbsalter bis zur Rente und betrifft Mütter und Väter gleichermaßen – <a href="/1461/2013/07/24/familien-verarmen-familien-sterben-aus-desastroese-familienpolitik-in-deutschland/#utm_source=feed&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=feed">spothits berichtete</a>.</p>
<p><strong>Für finanzielle Mehrbelastung sorgen etwa </strong>Kosten für Betreuung, Schule, Bildungsmaterialien, Freizeitgestaltung und vieles mehr.</p>
<h2>Kinderbetreuung und -bildung</h2>
<p>Warum also kosten Krippen- und Kindergartenplatz sowie die Nachmittagsbetreuung im Schulhort Geld? Warum sind Essen in Kindergarten, Schule und Hort nicht kostenfrei? Weshalb sind Lehrmittel, Bücher und alles, was mit schulischer Bildung von Kindern zusammenhängt, nicht unentgeldlich zu bekommen?</p>
<h2>Kinder sind Zukunft</h2>
<p>Einen Aufschrei muss es an dieser Stelle nicht geben! Was auf den ersten Blick maßlos scheint, ist es nicht. Denn Kinder sind – auch für Deutschland – Zukunft. Sie erwirtschaften, was die alternde Gesellschaft in den kommenden Dekaden benötigt. Dabei steht schon jetzt fest, dass die kritische Zahl der Geburten weit unter den Wert abgesunken ist, der eine funktionierende Gesellschaft ausmacht. So garantiert eine Geburtenrate von zwei Kindern pro Frau, dass eine Gesellschaft weder wächst, noch schrumpft. Ideal wäre ein Wert von 2,1 Kindern pro Frau (oder höher). <a href="https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/GesellschaftStaat/Bevoelkerung/Geburten/AktuellGeburtenentwicklung.html" target="_blank">Heute bringt eine Frau laut Statistischem Bundesamt in Deutschland 1,36 Kinder zur Welt</a>. Dabei ist die nach unten weisende Tendenz kaum mehr aufzuhalten. Sie ließe sich bestenfalls verlangsamen, wenn das wirtschaftliche Umfeld für Familien gesichert wäre und Familienpolitik nicht nach dem Gießkannenprinzip – mal hier, mal da – etwas Geld hinstreute.</p>
<h2>Lösungsansatz</h2>
<p>Stabile Rahmenbedingungen wie kostenlose Betreuungs- und Bildungsangebote wären ein erster wirkungsvoller Schritt. Stattdessen können Herdprämie und Bildungsgutscheine entfallen. Und ganz nebenbei käme die indirekte finanzielle Unterstützung dann tatsächlich bei den Kindern an. Die könnten alle Angebote nutzen, ohne das deren Eltern Anträge ausfüllen oder ähnliche Hürden nehmen zu müssten.</p>
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		<title>Familien verarmen – Familien sterben aus: Desaströse Familienpolitik in Deutschland</title>
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		<pubDate>Wed, 24 Jul 2013 07:10:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Ingo Koecher]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Familie]]></category>
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		<description><![CDATA[Familien verarmen, die Gesellschaft überaltert, das Sozialsystem kollabiert. Was überspitzt klingt, spiegelt wider, was sich in Deutschland im Rentenalter in jeder Geldbörse schmerzhaft niederschlagen wird: Kindermangel gefährdet das ganze System. Und bei alledem stehen die Verlierer schon jetzt fest. Die großen Verlierer Und dabei stehen schon jetzt die großen Verlierer fest. Das sind diejenigen, die<br /><span class="excerpt_more"><br /><a href="/1461/familien-verarmen-familien-sterben-aus-desastroese-familienpolitik-in-deutschland/">[weiterlesen ...]</a></span>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong><span style="letter-spacing: 0.05em; line-height: 1.6875;">Familien verarmen, die Gesellschaft überaltert, das Sozialsystem kollabiert. Was überspitzt klingt, spiegelt wider, was sich in Deutschland im <a title="Deutschland 2013: Motor oder Armenhaus Europas?" href="/681/2013/05/15/deutschland-2013-motor-oder-armenhaus-europas/#utm_source=feed&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=feed">Rentenalter</a> in jeder Geldbörse schmerzhaft niederschlagen wird: Kindermangel gefährdet das ganze System. Und bei alledem stehen die Verlierer schon jetzt fest.</span></strong></p>
<div id="attachment_4196" style="width: 109px" class="wp-caption alignleft"><a href="/wp-content/uploads/2014/01/spothits_logo_kuerzel_namenszug99_99.jpg#utm_source=feed&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=feed"><img class="size-full wp-image-4196" alt="© spothits" src="/wp-content/uploads/2014/01/spothits_logo_kuerzel_namenszug99_99.jpg" width="99" height="99" /></a><p class="wp-caption-text">© spothits</p></div>
<h2>Die großen Verlierer</h2>
<p>Und dabei stehen schon jetzt die großen Verlierer fest. Das sind diejenigen, die sich Kinder leisten. Denn während sie ihren Nachwuchs aufziehen, verkümmert der bislang gültige Generationenvertrag. So werden schon die eigenen Kinder nicht mehr in der Lage sein, den Lebensabend ihrer Eltern zu sichern. Und das, obgleich sie während der gesamten Erwerbstätigkeit Jahr für Jahr Tausende Euro in die Rentenkasse einzahlen werden. Mit diesem Tenor beschließt Frank Schirrmacher, Mitherausgeber der <a href="http://www.faz.net/" target="_blank">Frankfurter Allgemeinen Zeitung</a>, seinen Band »<a href="/1497/2013/07/11/spothits-de-buchtipp-minimum-vom-vergehen-und-neuentstehen-unserer-gemeinschaft/#utm_source=feed&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=feed">Minimum - Vom Vergehen und Neuentstehen unserer Gemeinschaft</a>«.</p>
<h2>Stigmatisierung</h2>
<p>Dabei belässt es Schirrmacher nicht und geht noch einen Schritt weiter, indem er die These aufstellt, dass Eltern, die mehr als drei Kinder haben, in Deutschland bereits stigmatisiert würden. Denn dann, so die landläufige Meinung, bekäme der eigene Nachwuchs nicht die notwendige Aufmerksamkeit. Das ist schlichtweg unsinnig und dumm. Vielmehr erlangen Kinder intakter Familienverbände einen Vorsprung in sozialer Kompetenz. Schirrmacher bemüht in diesem Zusammenhang mehrfach den Begriff Altruismus, der Aufopferung für jemanden beschreibt, ohne dafür eine Gegenleistung zu erhalten. Was in heutiger Zeit geradezu heroisch anmutet, ist nichts anderes, als ein gesunder und funktionierender Familienverband. Schön wär&#8217;s, nur die Realität sieht gänzlich anders aus.</p>
<h2>Gewinnmaximierung</h2>
<p>Kinderlosigkeit sei Gewinnmaximierung für Kinderlose. Dabei profitieren gerade Kinderlose von Kindern materiell. Heruntergebrochen bedeutet das nichts anderes, als dass Eltern ihre Kinder großziehen, sodass die über Jahrzehnte in die Kassen des Gemeinwesens einzahlen können.</p>
<p><strong>Schirrmacher bemüht Verfassungs- und Steuerrechtler</strong> Paul Kirchhof, der noch weiter geht und feststellt, dass Familien mit Kindern aufgrund fehlender oder hoffnungslos überteuerter Krippen- und Kindergartenplätze doppelt benachteiligt würden. Dies ist der Fall, wenn die Erziehung bis zum schulfähigem Alter zu Hause stattfindet, wodurch zwangsläufig ein Gehalt entfällt. Im Gegensatz dazu verfüge »[...] ein Paar ohne Kinder über zwei Einkommen, zwei Rentenansprüche und deren Kumulation im Hinterbliebenenfall.«</p>
<h2>Bevölkerungsrückgang</h2>
<p>Alles reduziert sich auf Bevölkerungsrückgang. Der wird messbar, sobald die Absatzzahlen sinken, meint Schirrmacher. Und damit dürfte er Recht behalten. Denn sobald Aufwärtstrends ausbleiben, gerät das auf Wachstum und Expansion ausgerichtete System ins Wanken. Konsolidierung war und wird nie Thema sein.</p>
<h2>Vernünftige Familienpolitik</h2>
<p>Ebenso wenig ist vernünftige Familienpolitik Thema. Ohne wissenschaftliche Datensätze analysieren zu müssen, erleben Eltern täglich, was Familienpolitik in Deutschland bedeutet: geldintensive Krippen- und Kindergartenplätze, ein Schulsystem, dass eher Unsicherheit statt Zuversicht bei der Wahl des Bildungsweges schafft, und Mehrbelastungen, wie etwa die sich beim täglichen Einkauf in Familien vervielfachende Mehrwertsteuer.</p>
<h2>Es ist Hauptsaison &#8230;</h2>
<p>Gerade in diesen Tagen werden Eltern wieder besonders zur Kasse gebeten. Denn mit dem ersten Ferientag in Deutschland springt das Barometer in allen Urlaubsregionen sofort auf »Hauptsaison« mit der Folge, dass die Preise explodieren. Wohl dem, der keine Kinder oder wenigsten keinen schulpflichtigen Nachwuchs hat.</p>
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		<title>Mitwohnen.org: Neue Strukturen gegen Überalterung und sich auflösende Familienverbände</title>
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		<pubDate>Wed, 17 Jul 2013 07:10:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Ingo Koecher]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Meinung]]></category>
		<category><![CDATA[Altruismus]]></category>
		<category><![CDATA[Familie]]></category>
		<category><![CDATA[Generation]]></category>
		<category><![CDATA[Mitwohnen.org]]></category>
		<category><![CDATA[sozial]]></category>
		<category><![CDATA[Struktur]]></category>

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		<description><![CDATA[Mitwohnen.org: Die Idee dahinter ist so simpel wie genial: Ich ziehe bei dir ein, im Gegenzug helfe ich in Haushalt oder Geschäft. Aber es geht nicht mehr nur um Aushilfen, denen Unterkunft gewährt wird. Vielmehr hat Mitwohnen.org das Potenzial, gesellschaftlich relevant zu werden. Dann nämlich, wenn das Projekt Generationen zusammenführt und Familien neue Omas oder<br /><span class="excerpt_more"><br /><a href="/1543/mitwohnen-org-neue-strukturen-gegen-ueberalterung-und-wegfallende-familienverbaende/">[weiterlesen ...]</a></span>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong><span style="letter-spacing: 0.05em; line-height: 1.6875;">Mitwohnen.org: Die Idee dahinter ist so simpel wie genial: Ich ziehe bei dir ein, im Gegenzug helfe ich in Haushalt oder Geschäft. Aber es geht nicht mehr nur um Aushilfen, denen Unterkunft gewährt wird. Vielmehr hat Mitwohnen.org das Potenzial, gesellschaftlich relevant zu werden. Dann nämlich, wenn das Projekt Generationen zusammenführt und Familien neue Omas oder Opas bekommen. Hier kann Mitwohnen.org beiden Seiten Bereicherung, Sicherheit und Zukunft bieten.</span></strong></p>
<div id="attachment_4196" style="width: 109px" class="wp-caption alignleft"><a href="/wp-content/uploads/2014/01/spothits_logo_kuerzel_namenszug99_99.jpg#utm_source=feed&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=feed"><img class="size-full wp-image-4196" alt="© spothits" src="/wp-content/uploads/2014/01/spothits_logo_kuerzel_namenszug99_99.jpg" width="99" height="99" /></a><p class="wp-caption-text">© spothits</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Geträumt wird hier nicht &#8230;</h2>
<p>Einen Schreck muss niemand bekommen, denn beim Projekt Mitwohnen.org geht es nicht um »Müslies« oder verträumte und weltfremde Einsiedler. Vielmehr sind es praktische Überlegungen, die das Projekt zur interessanten Alternative für immer mehr Menschen werden lassen.</p>
<h2>So funktioniert es &#8230;</h2>
<p>Das Portal führt Wohnraumsuchende mit Leuten zusammen, die ein Zimmer, manchmal auch weitere, zur Verfügung stellen. Fester Bestandteil der Vereinbarung nach Einzug ist, dass der Zugezogene praktische Hilfe im Haushalt oder im Geschäft leistet. Dafür wohnt derjenige dann kostenfrei. In einigen Fällen kann sogar ein Minijob daraus werden.</p>
<p><strong>Interessant ist dieses Wohnkonzept</strong> für einen breiter werdenden Kreis. So kann durch den Zuzug etwa die Kinderbetreuung abgedeckt werden. Es können Arbeiten im Haushalt erledigt werden, für die man selbst wenig oder gar keine Zeit zur Verfügung hat. Ebenso ist es denkbar, dass die Hilfe auch im Geschäft zur Hand geht. Praktische Beispiele gibt es unter anderem im ländlichen Raum auf Höfen oder in Handwerksbetrieben in Stadt und Land.</p>
<h2>Neue Familienstrukturen</h2>
<p>Neben der praktischen Ausrichtung bietet das Projekt Mitwohnen.org aber noch weiterreichende Ansätze. Denn mit der entstehenden Gemeinschaft wachsen auch soziale Strukturen, aus denen neue Familienverbände hervorgehen.</p>
<p><strong>Und das ist in einer Zeit</strong>, in der es weniger funktionierende Familienverbände, weniger Kinder und weniger Menschen gibt, die sich altruistisch für andere aufopfern, von besonderer Bedeutung – <a title="Familien verarmen – Familien sterben aus: Desaströse Familienpolitik in Deutschland" href="/1461/2013/07/09/familien-verarmen-familien-sterben-aus-desastroese-familienpolitik-in-deutschland/#utm_source=feed&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=feed">spothits berichtete</a>. Damit gelingt es dem Projekt Mitwohnen.org gleichsam die eigenen Grenzen »Wohnen gegen Hilfe oder Minijob« um ein Vielfaches zu überschreiten.</p>
<p><strong>Alle Informationen</strong> sowie Möglichkeiten, die eigene Wohnung anzubieten oder bei jemandem als Hilfe einzuziehen, unter <a href="http://mitwohnen.org/" target="_blank">mitwohnen.org</a>.</p>
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