Im Test: Kia PV5 Passenger (2026) – ernstzunehmende Alternative zum VW ID. Buzz

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Kia bringt mit dem PV5 Passenger einen elektrischen Großraumvan, der viel Platz mit einer überraschend ordentlichen Reichweite verbindet. Mit der größeren Batterie sollen rund 412 Kilometer möglich sein – und das zu einem Einstiegspreis, der den etablierten Konkurrenten ins Visier nimmt.

Design und Maße

Äußerlich erinnert der PV5 an praktische Transporterformate, wirkt aber mit klaren Linien und moderner Front zeitgemäß. Die Karosserie misst etwa 4,70 Meter in der Länge und ist mit 1,89 Metern in der Breite für viele Parklücken geeignet. Die Höhe von knapp 1,90 Metern verlangt hingegen Aufmerksamkeit in engen Parkhäusern.

Im Alltag zahlt sich das Design durch gute Übersicht aus: tief angesetzte Seitenfenster, große Außenspiegel und auf Wunsch eine 360-Grad-Kamera helfen, den kastenförmigen Aufbau im Stadtverkehr zu kontrollieren.

Innenraum und Flexibilität

Der Innenraum setzt auf Nutzwert: hohe Sitzposition, ein durchgehender Fußraum und zahlreiche Ablagen prägen das Raumgefühl. Im Testwagen befanden sich fünf Sitze; gegen einen Aufpreis von rund 2.000 Euro sind auch Varianten mit sechs oder sieben Plätzen erhältlich.

Flexibler Innenraum mit umklappbaren Sitzen und großzügigen Ablageflächen
Der PV5 bietet bis zu 3.615 Liter Stauraum und variable Sitzoptionen für bis zu sieben Personen.

Das Ladeabteil bietet zwischen 1.330 und 3.615 Litern Stauraum. Beim Umklappen der Sitze entsteht zwar eine Kante, trotzdem liegt das Volumen damit sogar über dem des VW ID. Buzz (1.340–3.456 l). Praktische Extras wie elektrische Schiebetüren (optional), USB‑C-Anschlüsse, Sitzheizung hinten und eine 230‑Volt‑Steckdose mit V2L‑Funktion (bis 3,6 kW) erhöhen die Alltagstauglichkeit.

Antrieb, Fahrgefühl und Verbrauch

Kia bietet den PV5 in zwei Batterieversionen an: das Basismodell mit einer 51,5‑kWh‑Batterie und 89 kW (122 PS) sowie die größere Ausführung mit 71,2 kWh und 120 kW (163 PS), wie in unserem Testwagen. Alle Varianten sind frontgetrieben.

Schnellladevorgang eines Elektrofahrzeugs an einer modernen Ladesäule
Der PV5 lädt mit bis zu 150 kW; von 10 auf 80 % dauert es etwa 30 Minuten.

Mit einem Leergewicht von rund 2,2 Tonnen beschleunigt der Van in etwa 10,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h; die Spitzengeschwindigkeit liegt bei 135 km/h. Eindruck im Test: leiser, entspannter Reisekomfort und eine vergleichsweise komfortable Federung, trotz Verbundlenkerachse.

Der Verbrauch überraschte positiv: Auf Landstraßen kamen wir auf etwa 16,3 kWh/100 km, ein guter Wert für dieses Fahrzeugformat.

Laden und Kosten

Beim Schnellladen nimmt die Batterie bis zu 150 kW auf. Kia setzt im PV5 auf eine 400‑Volt‑Architektur, nicht auf die schnellere 800‑Volt‑Technik, was sich auf die minimal erreichbaren Ladezeiten auswirkt. Offiziell benötigt der Akku rund 30 Minuten, um von 10 auf 80 Prozent zu laden.

Preislich startet die Version mit großem Akku bei knapp 42.390 Euro; die empfehlenswerte „Elite“-Ausstattung liegt bei etwa 45.440 Euro. Zum Vergleich: Der VW ID. Buzz mit einer 79‑kWh‑Batterie und rund 460 Kilometern Reichweite beginnt bei etwa 56.061 Euro. Eine VW e‑Caravelle ist deutlich teurer und bietet bei höheren Kosten nur knapp 370 Kilometer Reichweite.

Praxisrelevanz

Für Familien und Nutzer, die viel Lade- und Innenraum brauchen, bietet der PV5 ein überzeugendes Paket aus Platz, Alltagstauglichkeit und einem marktfähigen Preis-Leistungs-Verhältnis. Auf hochschnelle Ladeleistungen muss man verzichten, dafür punktet das Fahrzeug mit sparsamen Verbrauchswerten und hohem Nutzwert.

Den ausführlichen Test mit weiteren Eindrücken und Bildern finden Sie auf InsideEVs.de.

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