Wie sparsam ist der Dacia Sandero als Benziner im Alltag?

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Der preiswerte Dacia Sandero Streetway erweist sich im Alltagsbetrieb als überraschend sparsam. Auf der 360 Kilometer langen Testfahrt von Rom nach Forlì meldet der TCe‑100 im Mittel nur 4,15 Liter auf 100 km – ein Wert, der Käufer mit klarem Fokus auf niedrige Betriebskosten interessieren dürfte.

Wesentliche Testdaten

Getestet wurde ein Dacia Sandero Streetway Expression TCe 100 mit 1,0‑Liter‑Turbobenziner (999 cm³, 100 PS) und Sechsgang‑Schaltgetriebe. Als Basispreis nennt Dacia für dieses Modell 16.800 Euro; in Italien lag der Listenpreis des gezeigten Fahrzeugs mit anderer Lackierung bei 17.500 Euro. Der Test fand am 18. Juni 2026 statt, bei Temperaturen von etwa 37 °C am Start und 35 °C am Ziel.

1,0-Liter-Turbobenziner-Motor eines Kompaktwagens mit technischen Spezifikationen
Der TCe-100-Motor mit 100 PS leistet sparsam und effizient im Alltag.

Weitere wichtige Eckdaten: Tankvolumen 50 Liter, im Test verwendete Reifen: Laufenn S Fit 2 LK12 195/55 R16 87H, auf der Strecke erreichte der Wagen eine Durchschnittsgeschwindigkeit von rund 71 km/h. Der an diesem Tag geltende Benzinpreis betrug 1,809 Euro pro Liter.

Realverbrauch: gemessene Werte

Verbrauch / Reichweite
Mischbetrieb (Stadt + Land) 6,2 l/100 km — 805 km theoretische Reichweite
Autobahn 6,4 l/100 km — 780 km theoretische Reichweite
Spritspartest 2,9 l/100 km — 1.720 km theoretische Reichweite
Bordcomputer 4,2 l/100 km
Zapfsäulen‑Messung 4,1 l/100 km
Mittelwert (Teststrecke) 4,15 l/100 km

Wie weit kommt man mit einer Tankfüllung?

Der 50‑Liter‑Tank ermöglicht unter praktischen Bedingungen eine Reichweite von mindestens rund 780 Kilometern; bei sehr niedrigen Verbräuchen (Spritspartest) wurden theoretisch Werte von fast 1.700 Kilometern erreicht. Auf der Testfahrt Rom–Forlì beliefen sich die reinen Kraftstoffkosten auf 27,03 Euro.

Weitere Zahlen aus der Verbrauchstabelle: Bei 800 km Fahrleistung pro Monat errechnen sich Treibstoffkosten von etwa 60,06 Euro; mit 20 Euro Benzin lässt sich demnach knapp 266 km fahren. In der veröffentlichten Kostenaufstellung wurde außerdem eine Reichweite von 1.205 km mit einer Tankfüllung genannt (je nach Fahrweise und Testbedingungen variieren solche Angaben deutlich).

Technik und Emissionen

Der Motor ist ein 1,0‑Liter‑Dreizylinder mit 100 PS, Frontantrieb und manuellem Getriebe. WLTP‑CO2‑Angabe: 121 g/km. Leergewicht des Fahrzeugs: 1.059 kg. Als Abgasnorm wird Euro 6E‑BIS‑FCM genannt.

Wo der Sandero im Vergleich steht

Mit dem ermittelten Durchschnittsverbrauch von 4,15 l/100 km liegt der getestete Sandero Streetway in unserem Prüfungsfeld weit vorn. Er teilt sich den Spitzenplatz mit Modellen wie dem Seat Ibiza FR 1.5 TSI Evo DSG ACT und dem VW Golf 1.5 eTSI Evo ACT Style DSG sowie einem früher getesteten Sandero Streetway 1.0 TCe mit 90 PS.

Vergleichstabelle von Spritverbrauchswerten verschiedener Kompaktwagen-Modelle
Der Sandero Streetway teilt sich den Spitzenplatz bei Effizienz mit anderen Top-Modellen.

Einige zuletzt getestete Rivalen verbrauchen spürbar mehr, etwa der Citroën C3 Turbo 100 (4,50 l/100 km), der Skoda Fabia 1.0 TSI (4,60 l/100 km) oder der Fiat Grande Panda Hybrid 110 (5,00 l/100 km). Andere Modelle sind noch etwas sparsamer: Peugeot 208 Hybrid 100 (3,85 l/100 km) oder Suzuki Swift 1.2 Hybrid 2WD (3,90 l/100 km).

Innenraum, Ausstattung und Alltagseindrücke

Der geprüfte Wagen war die Einstiegsversion «Expression». Zur Serienausstattung zählen unter anderem ein manueller Klimaautomaten, vier elektrische Fensterheber, ein zentraler 10‑Zoll‑Bildschirm mit Bluetooth, Nebelscheinwerfer und 16‑Zoll‑Stahlräder. Die Lackierung des Testwagens war «Gletscherweiß»; mit «Sandstone» als Außenfarbe lag der italienische Preis bei 17.500 Euro.

Der Tester hebt vor allem das einfache, intuitive Fahrverhalten, das großzügige Platzangebot und das ordentliche Ladevolumen hervor. Kritikpunkte betreffen die akustische Dämmung im Innenraum, die teilweise einfache Materialanmutung und das häufige Herunterschalten bei moderaten Steigungen auf der Autobahn.

So entsteht unser Verbrauchswert

Der finale Testverbrauch ergibt sich aus dem Mittelwert des Bordcomputers und der an der Zapfsäule ermittelten Verbrauchsmenge. Die Prüfungen auf der rund 360 km langen Route von Rom nach Forlì folgen einem standardisierten Ablauf: Die Strecke besteht in der Regel aus etwa 65 % Superstrada (90–110 km/h), 25 % Autostrada (130 km/h), 5 % Strada Statale (90 km/h) und 5 % Stadtverkehr; der Verlauf umfasst auch Apennin‑Passagen mit Steigungen.

Als Fahrer fungierte für diese Tests Fabio Gemelli (Motor1.com Italien). Er fährt die Testwagen bewusst kraftstoffsparend, vermeidet abruptes Beschleunigen und Bremsen und bewegt sich im Regelbereich knapp unterhalb der zulässigen Höchstgeschwindigkeiten. Gemessen wird «von voll bis voll»; das Tanken wird beim ersten Klick der Zapfpistole beendet, um die gefüllte Menge zu dokumentieren.

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