Spritpreise: Diese Bundesländer zahlen beim Tanken am meisten

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Das anhaltende Niedrigwasser am Rhein treibt die Preise an den Tankstellen in Teilen Deutschlands nach oben. Vor allem in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Rheinland-Pfalz müssen Autofahrer aktuell tiefer in die Tasche greifen, während andere Bundesländer deutlich günstigere Literpreise verzeichnen.

Wo Tanken derzeit am teuersten ist

Die Folgen der eingeschränkten Binnenschifffahrt sind regional spürbar: Im Westen Deutschlands zeigen sich die höchsten Preise. Besonders Fahrer in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Rheinland-Pfalz sind derzeit von erhöhten Kosten betroffen.

Tanklastzug auf der Autobahn beim Transport von Mineralöl
Die Versorgung über Binnenschiffe ist durch Niedrigwasser beeinträchtigt.

Die günstigsten Bundesländer und konkrete Preise

Am unteren Ende der Preisskala liegen Mecklenburg-Vorpommern, Berlin und Bayern. Beim Super E10 werden dort Werte von etwa 2,078 Euro (Mecklenburg‑Vorpommern), 2,081 Euro (Berlin) und 2,087 Euro (Bayern) genannt. Beim Diesel notiert Mecklenburg‑Vorpommern mit rund 2,172 Euro, Berlin und Bayern jeweils bei etwa 2,175 Euro.

Warum die Preise regional so unterschiedlich sind

Ein Grund ist die Versorgungsstruktur: Raffinerien und Tanklager in Mecklenburg‑Vorpommern, Berlin und Bayern sind weniger auf Lieferungen per Binnenschiff über den Rhein angewiesen. Dadurch fallen dort die Auswirkungen des Niedrigwassers geringer aus.

Industrielle Raffinerie mit Lagertanks und Rohrleitungen
Raffinerien und Tanklager beeinflussen regionale Spritpreise.

Bayern profitiert zusätzlich von der Belieferung über die Transalpine Ölleitung aus dem Süden. In Berlin wirken sich die hohe Tankstellendichte und der starke Wettbewerb preisdämpfend aus. Zusammengenommen führen diese Faktoren dazu, dass die Preisunterschiede zwischen den Bundesländern aktuell deutlich größer sind als üblich.

Welche Konsequenzen das hat

Der Abstand zwischen den teuersten und den günstigsten Ländern beträgt stellenweise mehr als acht Cent je Liter. Experten sehen in den logistischen Problemen durch das Niedrigwasser — kombiniert mit einem steigenden Ölpreis — einen Treiber dafür, dass die Spritpreise bundesweit um einige Cent höher liegen.

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