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Mit dem vollelektrischen Denza Z tritt BYDs Premiummarke in das Revier der Supersportwagen ein. Das Modell soll in mehreren Ausführungen rund 1.600 PS leisten und Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 350 km/h erreichen – eine Ansage, die den europäischen Markt aufhorchen lässt.
Motoren, Leistung und Beschleunigung
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Alle Serienversionen des Z nutzen ein Dreimotor-Konzept: ein Elektromotor an der Vorderachse, zwei weitere jeweils an den Hinterrädern. Die Herstellerangaben sprechen von einer Systemleistung von rund 1.605 PS und einem maximalen Drehmoment von 1.260 Nm.
Die Beschleunigungswerte variieren mit der Ausführung. Das Coupé soll in 2,25 Sekunden von 0 auf 100 km/h sprinten und eine Höchstgeschwindigkeit von 300 km/h erreichen; der Spider liegt mit 2,3 Sekunden nur leicht darüber, ebenfalls mit 300 km/h Spitze. Die rennorientierte Racing‑Variante schafft den Standardsprint mit optionalen Semi‑Slicks in 1,96 Sekunden und wird mit bis zu 350 km/h angegeben.
Für eine noch leistungsstärkere Sonderversion, die Medienberichten zufolge mehr als 2.000 PS haben soll, nennt Denza knappere Sprintzeiten von unter 1,7 Sekunden. Diese Special Edition (Berichten zufolge als Denza Z Di‑Aero P2000+ bezeichnet) soll eine vollständig aus Carbon gefertigte Karosserie erhalten, um Gewicht zu sparen.
Design und Ausstattung
Das Styling verantwortet Wolfgang Egger, früherer Chefdesigner bei Audi und Lamborghini. Denza beschreibt das Leitmotiv als „fließende Seide“ — eine Formensprache mit weichen Linien, die dennoch klar sportlich wirkt. Auffällig sind unter anderem diamantförmige Rückleuchten und eine Auswahl von fünf eigens entwickelten Lackierungen, darunter ein „Monte Carlo Orange“ mit goldchromierten Aluminiumpartikeln.
Erster Fahrtest auf dem Goodwood Circuit
Ein erster Praxischeck erfolgte auf dem Goodwood‑Rundkurs im Rahmen des Festival of Speed 2026. Die Streckenfahrten waren aufgrund organisatorischer Vorgaben auf wenige Runden und begrenztes Tempo limitiert.

Im Cockpit fallen sofort die sehr direkten Lenkbewegungen und die straffe Fahrwerksabstimmung auf. Auf den längeren Geraden zeigte der Tacho Werte, die sich in der Praxis deutlich schneller anfühlen, als die Zahlen suggerieren. Die Bremsanlage imponierte durch enorme Verzögerung; der Hersteller gibt den Bremsweg von 100 auf 0 km/h mit rund 32 Metern an.
Sound- und Getriebeeffekt
Der Denza Z simuliert beim Beschleunigen ein Getriebe- und Motorsoundbild: spürbare Rucke und akustische Effekte sollen dem Fahrer das Gefühl eines klassischen Sportwagens vermitteln. Dieser Effekt erhöht die Emotionalität des Fahrgefühls, besonders bei Einsätzen auf der Rennstrecke.
Laden: Flash‑Charging und Batterie
Denza setzt beim Z auf die zweite Generation der Blade‑Batterie mit einer Kapazität von 76 kWh. Entscheidend für die Alltagstauglichkeit ist das angekündigte Flash‑Charging mit 1500 kW, das extrem kurze Ladezeiten ermöglichen kann: von 10 auf 70 Prozent in etwa fünf Minuten, von 10 auf 97 Prozent in neun Minuten — vorausgesetzt, passende Ladeinfrastruktur ist verfügbar.
Der Hersteller nennt Reichweitenangaben von rund 410 km für das Coupé, 400 km für den Spider und 380 km für die Racing‑Variante. In Europa existiert ein entsprechendes BYD‑Flashladenetz bislang noch nicht; erste Ladepunkte sind jedoch in Planung. Wechselstromladen ist mit bis zu 11 kW möglich.
Modelle, Aerodynamik und Renntechnik
Denza bietet den Z als Coupé, Spider und als schärfere Racing‑Variante an. Letztere zeichnet sich durch eine stark erhöhte Aerodynamik aus: größerer Frontsplitter, modifizierte Stoßfänger, markanter Diffusor und ein gewaltiger Heckflügel, der nach Herstellerangaben bis zu 1.060 Kilogramm Abtrieb erzeugen kann.

Die technische Basis enthält zahlreiche Eigenentwicklungen: das DiSus‑M-Fahrwerk mit schnell verstellbaren Dämpfern, Doppelquerlenker vorn, Fünflenker hinten sowie Carbon‑Keramik‑Bremsen mit Sechs‑ bzw. Vierkolben‑Sätteln. Ein elektronisches Fahrdynamiksystem koordiniert Antrieb, Bremse, Lenkung und Fahrwerk in Echtzeit. Spezielle Manöver wie sogenannte „Compass Turns“ sollen das Fahrzeug nahezu um die Vorderachse rotieren lassen.
Für die Rennstrecke bietet der Z eigene Fahrprogramme. Ein Boost‑Modus liefert kurzfristig gesteigertes Antriebsmoment, der Track‑Modus protokolliert umfangreiche Telemetriedaten. Fahrer können Rekuperation, Drehmomentverteilung, Dämpfercharakteristik, Traktionskontrolle und weitere Parameter individuell konfigurieren und speichern.
Marktstart in Europa und Preisangaben
Nach der Premiere in Goodwood plant Denza, den Z noch im Sommer 2026 in ausgewählten europäischen Märkten bestellbar zu machen. Erste Auslieferungen sollen nach Angaben des Herstellers noch vor Jahresende erfolgen; ein konkretes Datum für Deutschland wurde nicht genannt.
Konkrete Listenpreise fehlen bislang. Berichten zufolge dürfte der Einstiegspreis bei etwa 150.000 Euro liegen. Die leistungsstarke Special Edition wird weiterentwickelt und soll im Herbst auf der Nürburgring‑Nordschleife erprobt werden.
Fazit
Der Denza Z positioniert sich als ernstzunehmender Elektro‑Supersportler: hohe Performance, ausgefeilte Aerodynamik und streckentaugliche Technik prägen den Auftritt. Trotz extremer Leistungsdaten wirkt das Fahrzeug dank Allradantrieb und starker Bremsen beherrschbar für geübte Fahrer. Ob und wie schnell sich Flash‑Charging‑Infrastruktur in Europa etabliert, bleibt ein entscheidender Faktor für die Alltagstauglichkeit dieses Konzeptes.












