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Porsche hat seine neue Strategie „Sportwagenschmiede ’35“ vorgestellt und kündigt umfangreiche Einsparungen sowie eine stärkere Ausrichtung auf besonders teure Modelle an. Das Ziel: das kränkelnde Geschäft wieder profitabler machen, nachdem Absatzrückgänge, hohe Zusatzkosten und ein Gewinneinbruch das Unternehmen belastet haben.
Neuausrichtung in drei Phasen
Die Pläne wurden laut Mitteilung am Mittwoch auf einer Investorenveranstaltung in Weissach präsentiert. Konzernchef Michael Leiters, der seit Januar im Amt ist, erklärte demnach, die Strategie solle Porsche in drei Phasen deutlich effizienter, produktiver und profitabler machen.
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Mittelfristig peilt das Unternehmen weiter eine operative Gewinnmarge von 10 bis 15 Prozent an. Vorrang habe jetzt das Sparen von Kosten und die Stärkung der finanziellen Widerstandskraft angesichts einer nachhaltigen Schwächung wichtiger Märkte.
Konkrete Sparziele
Porsche nennt konkrete Prozentziele für Kostensenkungen: Entwicklungsaufwand soll um bis zu 20 Prozent reduziert werden, die Personalkosten in der Fertigung um bis zu 30 Prozent. Vertriebs- und Verkaufsaufwand soll um 20 Prozent sinken, bei den Materialeinzelkosten strebt das Unternehmen rund 10 Prozent Einsparung an. Zudem sollen die Anzahl der Modellvarianten abnehmen.

Weniger Volumen, mehr Luxus
Ein zentrales Element der Neuausrichtung ist die Konzentration auf das Kerngeschäft mit höherpreisigen Fahrzeugen. Managementposten sollen mittelfristig um 40 Prozent reduziert werden.

Porsche will die Gewinnschwelle deutlich senken: Erreicht werden soll sie bereits bei weniger als 200.000 Einheiten, während viele Bereiche des Konzerns zuvor auf Produktionsvolumina von rund 350.000 Fahrzeugen ausgelegt waren. Parallel dazu soll der Anteil besonders teurer Modelle von etwa einem Drittel auf fast die Hälfte ausgebaut werden.
Bis 2030 soll der durchschnittliche Verkaufspreis der teuersten 10.000 verkauften Fahrzeuge von derzeit rund 270.000 Euro auf etwa 330.000 Euro steigen. Geplante Produkte, die diese Strategie stützen sollen, sind ein größeres, teureres SUV oberhalb des Cayenne und ein Zweitürer-Supersportwagen oberhalb des 911.
Personalabbau, aber auch Zusagen
Im Sommer hatten sich Unternehmensleitung und Arbeitnehmervertreter auf ein Sparprogramm verständigt, das unter anderem den Abbau von weiteren 5.000 Arbeitsplätzen in der Region Stuttgart bis 2035 vorsieht. Im Gegenzug seien betriebsbedingte Kündigungen bis Ende 2035 ausgeschlossen worden.
Insgesamt kündigte Porsche an, die Belegschaft in direkten und indirekten Bereichen mittelfristig um rund 25 Prozent zu verringern; langfristig sei ein strategisches Ziel von 30 Prozent vorgegeben. Vorangegangene Abbauprogramme betrafen bereits das Werk in Leipzig und Tochtergesellschaften.
Ursachen für den Gewinneinbruch
Der strategische Umbau folgt auf ein schwieriges Geschäftsjahr: Das Ergebnis nach Steuern fiel im Vorjahresvergleich um 91,4 Prozent auf 310 Millionen Euro. Als Belastungen nennt das Unternehmen sinkende Absatzzahlen, vor allem in China, eine geringere Nachfrage nach E‑Modellen sowie US-Zölle.
Zusätzlich belasteten „Milliardenkosten für die Verbrenner‑Verlängerung“ das Ergebnis, sodass 2025 ein Großteil des Gewinns aufgezehrt wurde. Im ersten Halbjahr beruhigte sich die Lage laut Mitteilung zwar etwas, die Krise wirkte sich jedoch auch auf die Zahlen der Konzernmutter Volkswagen aus.











