Nissans US-Chef setzt auf mehr Tasten statt Klavierlack im Interieur

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Nissan kündigt eine Rückkehr zu mehr physischen Bedienelementen im Cockpit an. In einem Interview mit dem US-Automagazin The Drive erklärte Nissans Produktleiter für Nordamerika, Ponz Pandikuthira, warum tactile Schalter wieder wichtiger werden sollen — und welche Materialien künftig seltener zum Einsatz kommen könnten.

Warum wieder Knöpfe?

Pandikuthira sagte, man könne zwar für ein sehr aufgeräumtes Design alle Funktionen auf einen Bildschirm verlagern.

Nahaufnahme eines Armaturenbretts mit physischen Tasten zur Bedienung
Physische Knöpfe erleichtern die Bedienung gegenüber ausschließlichem Touchscreen.

Doch dadurch leide die Bedienbarkeit. Viele Fahrer hätten bestimmte Handgriffe verinnerlicht. Aus diesem Grund fordert Nissan in den USA explizit, dass etwa der Lautstärkeregler und der Ein‑/Ausschalter des Radios als physische Knöpfe erhalten bleiben sollen.

Bedienkomfort vor Form

Für Nissan steht das Nutzererlebnis im Mittelpunkt, nicht nur die Optik. Interne Entscheidungen orientieren sich demnach daran, wie intuitiv und zuverlässig Bedienelemente im Alltag funktionieren — nicht daran, ob sie auf Fotos eleganter wirken.

Klavierlack: schick, aber unpraktisch

Nissan kritisiert außerdem den verbreiteten Einsatz von Klavierlack im Innenraum. Der Oberflächenlack wirke zwar zunächst hochwertig, zeige aber schnell Fingerabdrücke und benötige ständige Reinigung.

Autoinnenraum mit glänzender Klavierlack-Oberfläche und Fingerabdrücken
Klavierlack wirkt hochwertig, zeigt aber schnell Fingerabdrücke.

Wie Nissans US-Chef ausdrücklich bemängelte: Bleibt die Pflege aus, leidet das Erscheinungsbild des Innenraums deutlich.

Erste Modelle schon umgestellt

Die Japaner setzen bei neueren Fahrzeugen bereits auf weniger anfällige Materialien. So verwendet Nissan in aktuellen Modellen wie dem Leaf Innenausstattungen, die weniger Fingerabdrücke zeigen.

Als konkretes Beispiel nennt Pandikuthira den neuen Rogue Hybrid: Das SUV bietet haptische Tasten zur Steuerung der Klimaanlage und verzichtet auf Klavierlack in relevanten Bereichen. Dieses Modell wird in Europa nicht angeboten, zeigt aber, in welche Richtung Nissan technisch denkt.

Was bedeutet das für Europa?

Ob die gleichen Änderungen auch in künftigen europäischen Nissan-Modellen Einzug halten, ist noch offen. Beobachter sehen jedoch einen generellen Trend zurück zu physischen Bedienelementen — weshalb auch europäische Versionen wahrscheinlich mehr haptische Schalter bekommen dürften.

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