Weißbuch „Autonomes Fahren“ vorgelegt

Weißbuch „Autonomes Fahren“ vorgelegt. © spothits/Auto-Medienportal.Net/Daimler
Weißbuch „Autonomes Fahren“ vorgelegt. © spothits/Auto-Medienportal.Net/Daimler

Autonome Fahrzeuge sind technisch schon sehr weit fortgeschritten. Dennoch genügen innovative Technologien allein nicht. Es müssen zugleich ethische, soziale, juristische, psychologische und verkehrstechnische Fragen geklärt werden. Die Daimler- und Benz-Stiftung hat heute das Weißbuch ihres Förderprojekts „Villa Ladenburg – Autonomes Fahren“ vorgelegt:

Weißbuch „Autonomes Fahren“ vorgelegt. © spothits/Auto-Medienportal.Net/Daimler
Weißbuch „Autonomes Fahren“ vorgelegt. © spothits/Auto-Medienportal.Net/Daimler

Was sind die Voraussetzungen für autonomes Fahren ?

Es soll Vertretern von Politik und Wirtschaft, Medien und Forschung sowie der interessierten Öffentlichkeit eine wissenschaftliche Grundlage für die weitere Diskussion an die Hand geben. „Die Voraussetzungen, um autonome Fahrfunktionen auf die Straße zu bringen, gehen weit über die technische Entwicklung hinaus und umfassen auch die Klärung rechtlicher und ethischer Fragen“, sagte Stifungsratsvorsitzender und Daimler-Forschungsvorstand Prof. Dr. Thomas Weber.

Die Stiftung fördert im Projekt Villa Ladenburg seit über zwei Jahren Wissenschaftler, die sich mit den gesellschaftlichen Auswirkungen des autonomen Fahrens auseinandersetzten. Als Unterstützung wurden Stiftungsmitteln in Höhe von 1,5 Millionen Euro eingebracht. Im heute präsentierten Weißbuch stellen die zwei Dutzend Wissenschaftler in individuellen Autorenbeiträgen ihre Analysen vor. Zu den inhaltlichen Schwerpunkten gehören die Daten- und Unfallsicherheit, die Implementierung autonomer Fahrzeuge in das bestehende Verkehrssystem, die Mensch-Maschine-Schnittstelle, rechtliche Rahmenbedingungen, die Entwicklung von Städten, der Umgang mit Risiken sowie die Akzeptanz seitens der Gesellschaft und des Marktes. Welche Vorbehalte gibt es? Wie sollten als Folge daraus Sicherheitskonzepte gestaltet werden? Wie gut ist es um die Leistungsfähigkeit von Sensoren oder Kameras bestellt? Welche Veränderungen ergeben sich in der Alltagsmobilität, welche im Güterverkehr? Und wie können diese durch die Gesetzgebung begleitet werden? Nicht zuletzt ergibt sich die Frage, ob Menschen überhaupt noch Fahrzeuge lenken sollten, falls Fahrroboter künftig sicherer unterwegs wären.

Als Open-Access-Quelle steht die Veröffentlichung für jeden Interessierten unter http://www.springer.com/de/book/9783662458532 zur freien Verfügung.

sph/ampnet/jri

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