Vorstellung BMW R 1200 GS: Darf’s ein bisschen mehr sein?

BMW R 1200 GS. Foto: spothits/ampnet/BMW
BMW R 1200 GS. Foto: spothits/ampnet/BMW

Seit über 35 Jahren steht das Kürzel GS für eine unvergleichliche Motorrad-Erfolgsgeschichte. BMW schreibt sie mit dem neuen Modelljahrgang der GS fort, die noch einmal ein bisschen mehr kann. Im Rahmen der Euro-4-Umstellung bleibt es aber bei 92 kW / 125 PS und 125 Newtonmetern Drehmoment. Nach vier Jahren gibt es ab März unter anderem eine neu gestaltete und deutlich kompaktere Kühlerblenden, geänderte Kühlluftführungen, neue Tankverkleidungen für noch besseren Knieschluss und größere Winglets neben der Scheibe.

Kundenwünsche flossen in Entwicklung ein

Kundenbefragungen haben ergeben, dass sich einige GS-Käufer eine noch stärkere Touring- und andere wiederum eine noch größere Geländeausrichtung der Allrounderin wünschen. Neben der Basisversion und der Adventure gibt es deswegen künftig noch die Exclusive für die komfortorientiertere Klientel und die Rallye für den besseren Offroadeinsatz. BMW spricht von Stylingpaketen, was zumindest bei der Rallye fast schon ein wenig untertrieben klingt. Die optischen Unterschiede der beiden neuen GS-Abkömmlinge sind schnell ausgemacht: Beide haben einen schwarzen statt silbernen Motor und Antriebsstrang, einen andersfarbig lackierten Rahmen (achatgrau bzw. cordobablau) und tragen die Typenbezeichnung in groß dimensionierten Lettern auf dem Tank statt kleiner auf der Kühlerblende, die hier in beiden Fällen außerdem aus Edelstahl besteht.

Mehr Sicherheit im Gelände

Zudem haben Exclusive und Rallye exklusive Lackierungen (Ice Chocolat und auffälliges Lupinblau mit Weiß und Rot) sowie gold lackierte Bremssättel. Die Rallye hat ein kleineres Windschild, Enduro-Fußrasten, einen erhöherbaren Fußbremshebel für den Geländeritt im Stehen und eine einteilige Sitzbank, damit der Fahrer sich weiter hinten positionieren kann, um im Zweifelsfall mehr Gewicht aufs Hinterrad zu bringen. Nur ihr vorbehalten sind außerdem die schwarzen Kreuzspeichenräder. Auf Wunsch ist ein so genanntes Sportfahrwerk mit härteren Federn und längerem Federweg sowie zwei Zentimetern mehr Bodenfreiheit erhältlich. Außerdem können Stollenreifen ab Werk bestellt werden.

Assistenzsysteme

Die wichtigsten Veränderungen stecken jedoch im Innern. Als Sonderausstattung ist neben den serienmäßigen Fahrprogrammen „Road“ und „Rain“ mit automatischer Stabilitätskontrolle (ASC) das Programm „Pro“ erhältlich. Das bringt die zusätzlichen Betriebszustände „Dynamic“ mit spontanerer Gasannahme sowie „Enduro“ mit gelockertem ABS und weiteren spezifischen Abstimmungen der Regelsysteme. Aus der ASC wird dann die DTC, die auch in Schräglagen ansprechende dynamische Traktionskontrolle.

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