Seat Ateca: Eine angenehme Bekanntschaft

Seat Ateca: Eine angenehme Bekanntschaft. © spothits/Hersteller
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Seat Ateca: Eine angenehme Bekanntschaft

Ein bisschen handlicher als der Konzernkollege Tiguan aber viel spanischer. Der Seat Ateca, das erste SUV der spanischen Volkswagen-Tochter Seat, überrascht niemanden wirklich. Er sieht genauso aus, wie man sich ein Seat-SUV vorstellen würde, gäbe es jetzt den Ateca nicht.

Seat Ateca: Eine angenehme Bekanntschaft. © spothits/Hersteller
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Er fühlt sich auch beim Fahren genau wie ein Seat an

Der Ateca passt in die Reihe, nur dass der Fahrer und seine Passagiere ein paar angenehme Zentimeter höher sitzen, der Fahrer sein Auto besser überblicken kann und unter dem 1,60 Meter hohem Dach für alle mehr Raum entsteht.

Auch das ist typisch für die spanische Tochter: Seat bedient sich bei den Technologien aus demselben Baukasten wie die Macher des Tiguan. Doch bewegt sich der Fahrzeugpreis des Ateca um mindestens 5000 Euro unter dem Niveau des mitteleuropäischen Kollegen aus gleichem Haus. So beginnt die Preisskale für den Seat Ateca mit Frontantrieb, Handschaltung und dem115 PS TSI-Benziner bei 19 900 Euro. Der Konzernkollege Tiguan bewegt sich eine halbe Klasse höher (13 cm länger) und beginnt bei 25 975. Bei Seat ist das Ende der Preisspirale vergleichsweise schnell erreicht. Mit dem 190-PS-Diesel, DSG-Automatik, Allradantrieb 4Drive in der höchsten Ausstattungsstufe „Xcellence“ liegt der bei 35 580 Euro und schafft mit Leder und Luxus und viel gutem Willen die 40 000-Euro-Marke.

Aber man muss ja nicht gleich übertreiben

Wir fuhren jetzt bei der Vorstellung des Seat Ateca in seiner Heimat Barcelona einen handgeschalteten 1,4 TSI mit 110 kW / 150 PS und einem maximalen Drehmoment von 250 Newtonmetern. 250 Newtonmeter bei leichter Anfahrschwäche bei einem Benziner mit gut 1,5 Tonnen – die Kombination erwies sich in den zum Teil steilen Bergen als oft überfordert. Hohe Drehzahlen beim Anfahren und viele Passagen im ersten Gang waren die Folge. Zumindest für Barcelona und andere bergige Regionen würden wir den Diesel, mehr Drehmoment und eine Automatik vorziehen.

So landeten wir beim 2.0 TDI mit Fronantrieb, ebenfalls 150 PS, aber 340 Nm und mit dem Sieben-Gang-Doppelkupplungsgetriebe DSG, das die Arbeit gerade in steilen Passagen besser erleichtert als eine Anfahrhilfe. Den 2.0 TDI erlebten wird in der besten der drei Ausstattungsstufen (Reference, Style und Xcellenve) zum Einstiegspreis von 32 260 Euro. In diesem exzellenten Umfeld bietet der Ateca also sein Maximum an Wohlfühlumfeld.

Der Fahrer wird das bestätigen, speziell dann, wenn er schon Konzernfahrzeuge erlebt hat. Auch hier sitzt alles am gewohnten Platz. Die großen, klassischen Rundinstrumente unter einer Hutze, die aus dem in einem Schwung von B- Säule zu B-Säule umlaufenden Armaturen-Design hinausragt, der Infotainment-Bildschirm in der Mitte über der Mittelkonsole, die Schalt- oder Wahlhebel dort anbietet, wo man ihn vermutet. Auf der Konsole findet sich auch der Drehschalter für die Fahrmodus-Einstellung. Der „Driving Experience Button“ erlaubt die Einstellungen Normal, Sport, Eco und Individual. Bei den Allradmodellen 4Drive kommen außerdem die Funktionen Schnee und Offroad dazu. Die Sitze geben sich mit langen Sitzpolstern und kräftigen Seitenwangen sportlich. Insgesamt entsteht durch Optik und Materialaufwahl ein angenehmes, familiengerechtes nicht allzu ambitioniert wirkendes Ambiente.

Beim Angebot für Fahrerassistenzsysteme greift Seat für den Ateca ganz tief in die Vorratskiste: Stauassistent, adaptive Geschwindigkeitsanpassung mit Notbremsfunktion, die City-Notbremsfunktion mit Fußgängererkennung, Überwachung des Toten Winkels, Verkehrszeichenerkennung, Warnung vor Querverkehr beim rückwärts ausparken, Parkassistent 3.0, der längs und quer automatisch einparkt, ein Notfall-Assistent, der bei einem Ausfall des Fahrers das Fahrzeug in der Spur abbremst und ein Fernlichtassistent.

Bei diesem Angebot finden sich einige, die helfen können, der Ateca über die 40 000-Euro-Grenz zu befördern. Wenn die Assistenzsysteme dazu nicht ausreichen, gibt ja immer das große Feld der Konnektivität, des Infotainments und des Klangerlebnisses. Die neueste Generation von „Easy Connect Infotainment-System mit Seat Full Link und der Seat Connect App öffnet eine ganze Welt von Anwendungen. Und wenn die gedachte Preisgrenze immer noch Spielraum lässt – wie wär’s mit braunem Leder für 800 Euro extra? Dieses Beispiel zeigt, wie die Aufpreispolitik aussieht – moderat. Der Seat Ateca könnte damit seinen Platz nicht nur im Sortiment der Spanier, sondern auch des Konzern gefunden haben: unter Tiguan und dem kommenden Skoda Kodiaq und oberhalb des angekündigten SUV in der Polo-Klasse.

sph/ampnet/Sm

 

Daten Seat Ateca 2.0 TDI DSG

Länge x Breite x Höhe (in m): 4,36 x 1,84 x 1,60
Radstand (m): 2,64
Motor: D4-Benziner, 1968 ccm, Turbo, Direkteinspritzung
Leistung: 110 kW / 150 PS bei 3500 – 4000 U/min
Max. Drehmoment: 340 Nm von 1750 – 3000 U/min
Höchstgeschwindigkeit: 201 km/h
Beschleunigung 0 auf 100 km/h: 8,5 Sek.
ECE-Durchschnittsverbrauch: 4,5 Liter, Effizienzklasse A
CO2-Emissionen: 115 g/km (Euro 6)
Leergewicht / Zuladung: min. 1446 kg / max. 524 kg
Kofferraumvolumen: 485 Liter, erweiterbar
Wendekreis: 10,8 m
Reifen: 215/55 R 17
Preis: Euro 32 260

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