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Im Juni 2026 überraschte Audi mit dem Nuvolari: einem auf 499 Stück limitierten Supersportwagen auf Basis des Lamborghini Temerario, der in nur 405 Tagen entstanden ist. Ein jetzt veröffentlichtes YouTube-Video zeigt den Entstehungsprozess — und legt offen, dass besonders ein Teil zu hitzigen internen Debatten führte.
Designer gegen Ingenieure: Der Streit um den Heckflügel
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Weil der Nuvolari eine Systemleistung von bis zu 1001 PS erreicht, forderten Teile der Entwicklungsabteilung anfänglich einen fix verbauten Heckspoiler, um nötigen Abtrieb zu sichern. Audis Chefdesigner Massimo Frascella setzte sich jedoch entschieden dagegen zur Wehr. Laut der im Video wiedergegebenen Anekdote habe er den Auftrag erteilt, keinen sichtbaren, festen Flügel zu verbauen — und soll dies mit den Worten kommentiert haben: „Nur über meine Leiche“.
Frascella, seit Juni 2024 Designchef bei Audi, legte laut Darstellung großen Wert auf klare Linien und ein elegantes Erscheinungsbild. Die Entwickler bezeichneten den Nuvolari intern als „Gentleman‑Racer“ — ein Fahrzeug, das Leistung und Zurückhaltung verbinden soll.
Komfortabler Kompromiss: der ausfahrbare Flügel
Schließlich verständigten sich die Teams auf eine technische Lösung, die beides ermöglicht: ein ausfahrbarer Heckflügel, der bei hohen Geschwindigkeiten automatisch für zusätzlichen Abtrieb sorgt. Audi verweist darauf, dass ähnliche Konzepte bereits beim TT und beim R8 zum Einsatz kamen.
Technik und Fahrleistungen
Der Nuvolari wird von einem Hybridantrieb mit einem vier Liter großen Biturbo‑V8 sowie drei Elektromotoren angetrieben. Zwei Elektromotoren sitzen an der Vorderachse, ein weiterer liegt zwischen V8 und Getriebe.

Allein der Achtzylinder leistet 800 PS und liefert 730 Nm Drehmoment. In Kombination mit den Elektromotoren kommt das System auf bis zu 1001 PS. Audi nennt eine Höchstgeschwindigkeit von mehr als 350 km/h — damit wäre der Nuvolari das bislang schnellste Serienmodell der Marke.
Tests, Präsentation und Preis
Beim Feinschliff halfen auch Audis Formel‑1‑Piloten mit: Nico Hülkenberg und Gabriel Bortoleto testeten das Fahrzeug laut Video vor der öffentlichen Vorstellung. Die erste Show erfolgte an der Côte d’Azur.
Mit einem Listenpreis von rund 600.000 Euro ist der Nuvolari nach Angaben von Audi das teuerste Modell, das die Marke bislang angeboten hat. Trotz seiner klaren Performance‑Position in der Modellpalette betont Audi, dass der Nuvolari nicht als direkter Nachfolger des R8 zu verstehen sei; er nimmt jedoch die Rolle der Performance‑Speerspitze ein.
Wo Sie die Entstehung sehen können
Audi hat den Entwicklungsprozess in einem ausführlichen YouTube‑Video dokumentiert. Das Material zeigt die Design‑ und Technikdiskussionen sowie Testfahrten und erklärt die Entscheidungswege, die zum endgültigen Fahrzeug geführt haben.












