Skoda Yeti 2.0 TDI: Mit Karpaten-Paul auf der Suche nach Bären

Skoda Yeti 2.0 TDI: Mit Karpaten-Paul auf der Suche nach Bären. © spothits/Auto-Medienportal.Net/Skoda
Skoda Yeti 2.0 TDI: Mit Karpaten-Paul auf der Suche nach Bären. © spothits/Auto-Medienportal.Net/Skoda

Auch in Rumänien gibt es nicht einen einzigen Yeti. Es hatte ja sein können. Aber selbst oberhalb der Baumgrenze fand sich in den rumänischen Karpaten nicht ein einziges Exemplar der geheimnisvollen Schneemenschen, so sehr wir mit unserer Kolonne von 24 Skoda Yeti auch die Berge durchkämmten.

Ein harter Praxistestfür den Yeti

Die deutschen Tschechen haben die Modellpflege für ihr kompaktes Sports Utility Vehicle mit dem neuen 2.0 TDI (ganz getreu nach dem Markenmotto „Simply clever“) mit einem harten Praxistest kombiniert.

Am Anfang des Skoda Euro Trek 2015 stand am Flughafen von Belgrad die Bekanntschaft mit unserem Fahrzeug, einem Skoda Yeti 2.0 TDI SCR 4×4 Style, sinnvollerweise in der Version Outdoor und auf 16-Zöllern von Yokohama mit Allterrain-Profil. Der Motor kommt neu an Bord für den Jahrgang 2016. Er leistet 110 kW / 150 PS bei 3500 Umdrehungen pro Minute (U/min) und entwickelt sein maximales Drehmoment von 340 Nm bei 3000 U/min, nicht eben früh, aber in Kombination mit dem Sechs-Gang-DSG sollte das kein Problem darstellen. Unterfahrschutz vorn und hinten, ein mächtiger Dachgepäckträger mit malerisch aufgeschnallten Unterlegkeilen und einem Reserverad verbreiten Expeditions-Feeling. Auch das umfangreiche Bordwerkzeig und die Sprechfunkausrüstung unterstreichen den Eindruck.

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Die paar Schlaglöcher auf den 263 Kilometern längs der Donau zur rumänischen Grenze und schließlich nach Baile Herculane – dem Herkules Bad – stellen keine Herausforderungs für den Yeti dar. Er bewegt sich im Rahmen dessen, was für seine Fahrzeugklasse typisch ist: wie ein Personenwagen mit hoher Sitzposition, dessen Geländeoutfit höchstens unter dem Straßenstaub der Großstadt leidet.

Am nächsten Tag lernen unser Yeti und wir Hans-Paul Buchfellner kennen, der sich uns als Karpaten-Paul vorstellt. Es beginnt damit, dass wir den Luftdruck von 2,5 bar auf 2,0 bar absenken. Das beginnt die 207 Kilometer lange Etappe zum Tagesziel Sugag mit dem höchsten Punkt über 1600 Meter. Insgesamt 4607 Höhenmeter sind zu klettern.

Karpaten-Paul hatte uns gewarnt vor wilden Hunden, Wölfen und Bären. Es gibt das alles tatsächlich in dieser waldreichen Region. Aber wir hatten Pech. Die einzigen Bären standen abends auf dem Tisch. Das Feierabendbier hieß „Ursus“, lateinisch für Bär. Und auch andere Wesen, die man hier in Transsylvanien hätte vermuten können, hielten sich trotz des Vollmonds zurück. So konnten wir uns auf die Strecke konzentrieren. Da gab es wahrlich genug zu tun.

Die Strecken durch die Wälder teilten wir uns mit Langholz-Lkw, Treckern, Pferdekarren und Personenwagen-Modellen, die es nie in den Westen geschafft haben, manchmal auch mit jungen Bauern und alten Motocrossern, Enduro-Fahrern in topaktuellen Kombis auf Wochenendausflug und echten Geländefahrzeugen auf der Suche nach dem richtigen Geländeabenteuer. Haben die im Defender mit Expeditionsaufbau eben gerade überheblich gelächelt, als sie unser Fahrzeug sehen?

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