Yamaha MT-09: Mehr Komfort ohne Charaktereinbußen.

Yamaha MT-09: Mehr Komfort ohne Charaktereinbußen. © spothits/Yamaha
Yamaha MT-09: Mehr Komfort ohne Charaktereinbußen. © spothits/Yamaha

2014 kam für Yamaha die Wende. Das Kürzel MT (für Master of Torque) und die Ziffernfolge 09 (für – nicht ganz – 900 Kubikzentimeter Hubraum) begeisterte nicht nur die Fachpresse, sondern auch die Kundschaft. Es folgten ein Jahr später die kleineren Ableger MT-07 und MT-125 sowie in diesem Jahr die MT-03 und die große MT-10. Kurz vor Jahresschluss darf da die Stammhalterin nun eine üppige Modellpflege genießen.

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Optisch hat Yamaha sich an der MT-10 orientiert. Statt ihrer beiden „Insektenaugen“ bekommt die 900er derer sogar gleich vier. Das von kleinen Winglets umrahmte Gehäuse der neuen schmalen LED-Doppelscheinwerfer streckt sich an einem vierfach verschraubten Ausleger weit nach vorne und nach unten. Das neue Gesicht wird dem potenten Motor und der Performance weit gerechter als das alte.

Auch die vorderen Blinker rutschen eine Etage tiefer und sind nun an den gestalteten Küh-lergrillblenden montiert. Dazu kommen größere Lufthutzen am Tank und ein Fahrersitz mit noch schmalerer Taille sowie eine leicht modifizierte Abgasanlage. Das Heck wurde kurzerhand um drei Zentimeter gekürzt. Der übliche Kennzeichenträger wich einem linksseitig an der Schwinge angebrachtem Aluminiumausleger mit marginalem Kotflügelansatz. In der Silhouette scheint die ganze Maschine sich schon im Stand förmlich vom Hinterrad nach vorne zu katapultieren. Und damit sie dann tatsächlich auch beim Fahren eine gute Figur macht, ist die Vordergabel jetzt voll einstellbar.

An den Leistungsdaten des 847 Kubikzentimeter großen Dreizylinders hat sich nichts geändert. Dazu bestand auch kein Anlass. Ist er es doch gewesen, der die meisten Lorbeern für die MT-09 eingefahren hat. Es bleibt also bei mehr als ausreichenden 85 kW / 115 PS und 87,5 Newtonmetern Drehmoment – und das bei herrlichen Pfeifen und Bellen des MT-Triebwerks. Wenn die Maximalperformance in Regionen jenseits der 8000 Touren bei förmlich entfesselter Leistungsentfaltung anliegt, glänzt der Japan-Triple auch im unteren Bereich und zieht das Motorrad etwa bei zu hohem Gang ab etwa 1800 Umdrehungen in der Minute klaglos aus dem Drehzahlkeller durch die Kurve.

Anlass zur Kritik hatte es aber immer wieder an dem aggressivsten der drei Fahrmodi gegeben. Hier will Yamaha das Mapping geändert haben, um dem Teufel etwas die Hörner zu stutzen.

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