Vorstellung Fiat Fullback und Talento: Mulitkulti

Fiat Fullback. Foto: spothits/ampnet/Fiat
Fiat Fullback. Foto: spothits/ampnet/Fiat

Multikulti auf vier Räder sieht so aus: Entwickelt in Japan, produziert in Thailand und in Europa schließlich mit einem italienischen Markenzeichen auf der Straße. Der Pick-up Fullback von Fiat ist ursprünglich ein Mitsubishi L200. Auch der weitere Neuzugang bei den Italienern ist ein Wanderer zwischen den Kulturen. Den Transporter Talento kennt man sowohl mit dem Renault-Rhombus als Trafic, wie auch mit dem Opel-Blitz (Vivaro) und als Nissan (NV300).

Fiat Fullback

Gerade bei den leichten Nutzfahrzeugen gehören internationale Kooperationen längst zum Alltag. Fiat produziert schließlich vom Ducato auch die entsprechenden Modelle für Peugeot und Citroen. „Mit dem Fullback und dem Talento schließen wir nun die letzten Lücken in unserem Modellprogramm“, erklärt Fiat-Professional-Chef Giorgio Gorelli. Zwar ist der Pick-up-Markt in Deutschland noch sehr überschaubar, doch Fiat bietet den Fullback auch im Mittleren Osten und Afrika an, und dort liegt das Volumen bei rund 800 000 Einheiten im Jahr.

Edles Innenleben

Der Fullback gehört im American Football zu den Positionen mit den meisten Nehmerqualitäten, und ähnlich sehen auch die Fiat-Verantwortlichen die Aufgaben für den Ein-Tonner, der sich vom Mitsubishi vor allem durch seine Frontpartie unterscheidet. Der Fiat zeigt sich im Innenraum von einer überraschend noblen Seite. Edel wirkende Materialien (auf Wunsch Leder und Klavierlackoptik), übersichtlich angeordnete Instrumente, eine leichtgängige Sechs-Gang-Schaltung und ausreichend Ablageflächen machen das Arbeiten mit dem Arbeitstier zu einer angenehmen Angelegenheit. So ausgerüstet ist der Kleinlaster fast zu schade für den Einsatz in Matsch und Dreck auf der Baustelle.

Modellvarianten

Seinen Kunden bietet Fiat den Fullback in zwei Karosserievarianten an. Neben der Version „Extended Cab“ mit zwei vollwertigen sowie zwei verkürzten Türen hinten bietet der „Double Cab“ Platz für fünf. Daneben stehen zwei Ausstattungsvarianten im Katalog, wobei bereits das Basisangebot SX großzügig ausgerüstet ist. So gehören unter anderem die elektronische Stabilitätskontolle samt Gespannstabilisierung ebenso zur Serie wie zuschaltbarer Allradantrieb und Tempomat. Beim LX kommen Zentralverriegelung elektrische Fensterheber und Rückfahrkamera hinzu. Daneben lassen sich die beiden Ausstattungsebenen mittels weiterer Pakete den individuellen Bedürfnissen des Kunden anpassen.

Motorisierung

Als Antrieb dient ein sich vom Start an robust bemerkbar machender 2,4-Liter-Turbodiesel, der 113 kW / 154 PS oder 133 kW / 181 PS leistet und den Pick-up vorantreibt. Dank der exakten Lenkung lässt sich der Fullback angenehm leicht dirigieren und der günstige Wendekreis von 11,8 Metern macht den Kleinlaster zu einem wendigen Begleiter. Die gute Kombination aus Dämpfung und Federung liefert unerwartete Komfortwerte, sodass die Fahrt zur Baustelle zu einer entspannten Angelegenheit mutiert. Lediglich der unüberhörbare Diesel stört die Wohlfühlatmosphäre. Ein wenig mehr Dämmmaterial wäre hilfreich. Die Preisliste für den Fullback beginnt bei 26 656 Euro.

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