Verband der Motorjournalisten verleiht Johny-Rozendaal-Uhr an Georg Kacher

Der Verband der Motorjournalisten VdM verleiht die Johny-Rozendaal-Uhr in diesem Jahr an den renommierten und weltweit tätigen Automobiljournalisten Georg Kacher. Der VdM-Vorsitzendende Werner Bicker überreichte den Journalistenpreis am 1. Dezember 2017 beim VdM-Abend der Essen Motor Show.

Verband der Motorjournalisten verleiht Johny-Rozendaal-Uhr an Georg Kacher. Foto:spothits/Steffen Jahn
Verband der Motorjournalisten verleiht Johny-Rozendaal-Uhr an Georg Kacher. Foto:spothits/Steffen Jahn

Georg Kacher ist ein Urgestein des Automobiljournalismus

Seit Jahrzehnten setzen namhafte nationale und internationale Automagazine oder auch renommierte Tageszeitungen auf seine Expertise und Berichte. Kaum ein Manager und Macher der Automobilindustrie, der Georg Kacher nicht kennt und respektiert. So ist Kacher seit 1975 Korrespondent des Car magazine/UK, seit 1984 Mitarbeiter der Süddeutschen Zeitung, seit 1983 European editor bei Autoweek, dann Car & Driver und Automobile Magazine, war zwischen 1980 und 2001 mehr als 20 Jahre für die AUTOZEITUNG tätig und ist seit 2001 Autor für die Autobild Gruppe. Auch weltweit ist er seit 1999 als Mitarbeiter für Car Graphik und Genroq Japan sowie seit 2002 für Wheels und Motor Australien in Sachen Autojournalismus auf Achse. Nicht zu vergessen: Er ist zudem respektables Mitglied der „Car of the year jury“. Damit hat sich der 1952 in Wien geborene Georg Kacher ganz im Sinne des Namensgebers der Uhr, Johny Rozendaal, um die Verständigung der Menschen über den gesamten Globus, verdient gemacht. So war dem VdM-Ehrenmitglied Johny Rozendaal die Völkerverbindung seit jeher eine echte Herzensangelegenheit.

Mit seinen scharf recherchierten Hintergrundberichten über die Branche, seinen ungeschönten, glasklar geschriebenen Fahrberichten oder auch seinen auf den Punkt gebrachten unbequemen Interviews mit den Entscheidungsträgern der Industrie drückt er dem Automobiljournalismus seit jeher seinen ureigenen Stempel auf. „Wie für einen Koch die richtigen Gewürze entscheidend für ein gelungenes Menü sind, ist es für Georg Kacher dabei der Dreiklang aus Industrie, Menschen und Produkten, der ihn antreibt und die Qualität seiner Geschichten ausmacht“, bringt es Isabella Finsterwalder, Vorstandsmitglied des VdM, in ihrer Laudatio auf den Punkt. Sein tiefes Hintergrundwissen basierend auf langjährigen Erfahrungen, besten Branchenetzwerken – vom Sachbearbeiter bis zum Entscheider – und erstklassigen Referenzen stellt für ihn bis heute die Erfolgsformel dar, so Finsterwalder weiter.

Seine tiefe Affinität für Autos und das Schreiben sind bis heute ungebrochen. Und das mehr denn je: Denn gerade der dramatische Paradigmenwechsel in der Branche fordert Georg Kacher verstärkt heraus, zu beobachten, zu hinterfragen, zu bewerten, zu verstehen und
weiter viel zu lernen. So liegen aktuell zwar zahlreiche Dinge auf dem Tisch, doch keiner weiß genau, wie es weitergeht und wie schnell sich das Rad der Zeit drehen wird. Für Georg Kacher heißt die Prämisse seit jeher Qualitätsjournalismus – verständlich, klar, auf den Punkt und das weltweit. Seines Wertes als selbstbewusster Motorjournalist ist er sich daher zu Recht stets bewusst: „Ich lasse Zitate nahezu nie gegenchecken, denn entweder vertraut mir mein Gegenüber oder nicht“, so sein Grundsatz. Eine gesunde Einstellung, die auch jungen Motorjournalisten als echtes Vorbild dienen sollte.

Die Johny-Rozendaal-Uhr

Symbolisiert wird der begehrte Journalistenpreis durch die goldene Taschenuhr von Johny Rozendaal. Der 1877 geborene Niederländer war einer der Pioniere des technischen Journalismus. Nach dem Zweiten Weltkrieg engagierte er sich mit Nachdruck für die Aussöhnung zwischen Deutschland und den Niederlanden und begleitete die Gründung des VdM von Anfang an. Nach seinem Tod 1955 übergab seine Witwe dem VdM die Uhr. Seither wird das edle Stück als „Johny-Rozendaal-Uhr“ verliehen. Der Verband der Motorjournalisten vergibt diese Auszeichnung seit 1959. Erster Preisträger war der Rennfahrer und Motorjournalist Richard von Frankenberg. Insgesamt können sich bisher rund zwei Dutzend Männer und vier Frauen über die höchste Auszeichnung für den Journalismus aus dem Bereich der Mobilitäts- und Motorbranche freuen.

sph/koe

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