Jobwechsel lohnt sich besonders im Osten

© spothits
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Wer seinen Job wechselt, verdient anschließend mehr, als er im alten Job bekommen hätte. Das gilt besonders für Ostdeutschland. So stehen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nach einem Wechsel im Osten besser da, als wenn sie in den Westen abgewandert wären. Das teilt die Hans-Böckler-Stiftung unter Berufung auf eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) mit.

Trendwende

Neben der positiven Lohnentwicklung bei Jobwechsel sei zudem ein weiterer Trend zu erkennen. Wurde in vielen Teilen Ostdeutschlands die Heimatregion wegen der Arbeit Richtung Westen verlassen, drehe sich die Entwicklung allmählich um, heißt es weiter.

Osten wird attraktiver

So verdienen ostdeutsche Betriebswechsler vor allem dann mehr, wenn sie innerhalb Ostdeutschlands den Arbeitgeber wechseln. Dabei steigt der Stundenlohn gegenüber Nichtwechslern pro Stunde um 78 Cent. Wer stattdessen in den Westen geht, bekommt nur 53 Cent pro Stunde mehr. Hiernach sehen die Forscher mittelfristig ein Abflauen der Wanderung von Ost nach West, sowie eine vermehrte Rückwanderung einst weggezogener Menschen in ihre Heimatregionen.

sph/koe