E-Bikes: Neue Lösungen von Bosch

E-Bikes: Neue Lösungen von Bosch. © spothits/Bosch
E-Bikes: Neue Lösungen von Bosch. © spothits/Bosch

E-Bikes: Neue Lösungen von Bosch

Fahrräder mit elektrischer Nachhilfe haben sich in den vergangenen Jahren aus der Nische ins Zentrum der Radwelt geschoben.

E-Bikes: Neue Lösungen von Bosch. © spothits/Bosch
E-Bikes: Neue Lösungen von Bosch. © spothits/Bosch
E-Bikes: Neue Lösungen von Bosch. © spothits/Bosch
E-Bikes: Neue Lösungen von Bosch. © spothits/Bosch
E-Bikes: Neue Lösungen von Bosch. © spothits/Bosch
E-Bikes: Neue Lösungen von Bosch. © spothits/Bosch
E-Bikes: Neue Lösungen von Bosch. © spothits/Bosch
E-Bikes: Neue Lösungen von Bosch. © spothits/Bosch
E-Bikes: Neue Lösungen von Bosch. © spothits/Bosch
E-Bikes: Neue Lösungen von Bosch. © spothits/Bosch

Heute sind fast alle Fahrradklassen elektrifiziert

Inzwischen gibt es so gut wie kein Segment mehr, dass auf die Unterstützung verzichtet, und sogar im sportlichen Mountainbike-Bereich gehören die Stromer zu den etablierten Größen. „Außer BMX- und Kinderräder sind heute alle Fahrradklassen elektrifiziert“, erklärt Claus Fleischer, Leiter des Produktbereichs Bosch eBike Systems. Pro Jahr werden in Deutschland rund 500 000 E-Bikes abgesetzt, und die Zeichen stehen auf weiteres Wachstum.

Seit 2009 widmet sich Bosch dem Thema E-Bike-Antrieb und hat sich aus dem Stand zum Marktführer bei den Premium-E-Bikes entwickelt, deren korrekte Bezeichnung eigentlich Pedelec lautet, was wiederum für Pedal Electric Cycle steht, bei dem ein Elektromotor bis maximal 25 km/h unterstützend eingreift. Bei den Antrieben bietet das Unternehmen drei Leistungsstufen an, wobei Active Line vor allem für den Alltagsradler entwickelt wurde, der das Rad für die täglichen Besorgungen und eine Radtour am Wochenende einsetzt. Auf Wunsch gibt es diesen Antrieb mit der vor allem in Deutschland beliebten Rücktrittbremse.

Für den ambitionierteren Radler ist Performance Line gedacht, die es auch als Version für S-Pedelecs gibt, die maximal 45 km/h erreichen und deshalb als Kleinkrafträder gelten, für die Versicherungs- und Helmpflicht besteht. Für sportlich orientierte Zeitgenossen, die ein höheres Drehmoment verlangen und sich die elektrische Unterstützung auch bei Mountainbikes wünschen, ist Performance Line CX gedacht, die eine maximale Unterstützung von bis 300 Prozent bietet.

Zwar gibt es immer noch vermeintliche Puristen, die beim Anblick eines E-Mountainbikes die Nase rümpfen, doch setzen sich diese Räder auf den Trails immer stärker durch. Dank des fein dosierbaren Schubs entsteht auch auf schwierigen Trails ein vollkommen neues Fahrgefühl. Selbst Gary Fisher, in den 1970er-Jahren einer der Mountainbike-Pioniere, erklärte seinem verblüfften Publikum bei einem Treffen: „Mountainbiking ist großartig, aber E-Mountainbiking macht mehr Spaß.“

In der kommenden Saison bringt Bosch neue Geräte auf den Markt, die Reichweite sowie die private Ladeinfrastruktur verbessern. Biker, die zusätzliche Akkukapazität benötigen, können im kommenden Jahr auf eine Kombination aus zwei Bosch-Power-Packs zurückgreifen, die durch ein Y-Kabel miteinander verbunden sind. In der Kombination zweier Power Packs 500 stehen so bis zu 1000 Wattstunden Energie für die große Tour oder Auslieferungsfahrten in der Innenstadt bereit. Die beiden Akkus sind so miteinander verbunden, dass das System automatisch zwischen den beiden Energiespeichern umschaltet, und außerdem lassen sich die beiden Akkus über einen gemeinsamen Anschluss laden. „Wir haben DualBattery entwickelt, um die unterschiedlichen Bedürfnisse unser Kunden zu befriedigen“, erklärt Fleischer.

Für das Laden zwischendurch bringt Bosch für die Saison 2017 einen Compact Charger auf den Markt, der sich problemlos im Rucksack verstauen lässt und mit einem Gewicht von 600 Gramm die Gewichtsbilanz nicht übermäßig beansprucht. So ausgerüstet kann der Akku während einer Pause im Biergarten oder auf der Berghütte zusätzlichen elektrischen Rückenwind in die Akkus (zwei Ampère Ladestrom) speisen.

Mit den E-Bikes zogen aufwendige Bordcomputer an den Lenker, doch nicht jeder Pedaleur verlangt nach den zahlreichen Informationen. Nach dem Motto „Es darf ein bisschen weniger sein“ entwickelte Bosch deshalb den neuen BC Purion, dessen Name durchaus Programm ist. Das neue Display lässt sich mit einem Daumen bedienen, um die verschiedenen Motoreinstellungen zu wählen und versorgt den Radler mit den wichtigsten Informationen über Tempo, Gesamtkilometer, Reichweite und gefahrene Distanz. Außerdem zeigt Purion auch den nächsten Inspektionstermin beim Fachhändler an, wenn die entsprechende Information eingestellt ist. „Nicht jeder E-Biker benötigt Funktionen wie Navigation oder Fitnesstracking, sondern verlangt vielmehr nach einem aufgeräumten Fahrradlenker und einem puristischen Design“, beschreibt Tamara Winograd, Leiterin Marketing und Kommunikation bei Bosch-E-Bike-Systems das neue Gerät. Gleichzeitig wurde das Topmodell unter den Bosch-Bordcomputern weiter aufgewertet. Nyon, in dem Navigation, E-Bike-Steuerung und Fahrdaten in einem Gerät vereint sind, verrät demnächst auch die Restreichweite auf Basis der topografischen Daten, sodass Touren noch präziser geplant werden können.

Die neue Option kostet als Apple App 5,99 Euro und im Google Play Store vier Cent weniger. Damit das Leben im Sattel leichter wird, gibt Nyon vom kommenden Jahr auch Schaltempfehlungen, wenn E-Shift, die Bosch-Lösung für automatisches und integriertes Schalten, mit an Bord ist.

sph/ampnet/ww

Weitere Meldungen