Fahrvorstellung Mini Countryman

Mit Schmackes raus aufs Land

Mini Countryman. Fotos: spothits/ampnet/BMW
Mini Countryman. Fotos: spothits/ampnet/BMW

Mit der zweiten Generation eines Mini Countryman strukturiert die englische Kultmarke ihr Modellangebot neu. Nicht nur mehr Platz verspricht der neue Allradler, sondern erstmals auch eine Version mit Hybrid-Antrieb – aufzuladen an der heimischen Steckdose.

Innerhalb von sechs Jahren Marktpräsenz hat sich der Countryman zu einem unverzichtbaren Bestandteil des Markenportfolios entwickelt. Als erster Mini mit vier Türen und einer Heckklappe innerhalb von rund 50 Jahren Markengeschichte hat er sich zu einer gefragten Variante entwickelt. Mehr als eine halbe Million Kunden wollten bisher die erhöhte Sitzposition in Verbindung mit dem Allradantrieb genießen.

Dennoch ist es nicht ganz einfach, die Identität des frischesten Mini-Produkts zu bestimmen. Ist es nun ein Gelände-Kombi oder ein Crossover, ist es gar ein SUV oder nur ein 4×4-Kompaktwagen? Schwer zu sagen. Eines ist der Countryman aber gewiss nicht: klein. Mini ist nur noch der Name, denn in der Außenlänge hat der Wagen rund 20 Zentimeter gegenüber seinem Vorgänger zugelegt. 4299 Millimeter stehen nun in Datenblatt. Das sind rund sechs Zentimeter mehr als bei einem Audi A3 und niemand käme auf die Idee, den mit dem Attribut „Mini“ zu belegen. Der gewonnene Platz soll den Insassen zugute kommen, aber auch die Transportkapazität erhöhen: Mindestens 450 Liter Volumen hat der Kofferraum jetzt.

Den Begriff Mini als Design-Konzept zu begreifen und nicht als Richtwert für eine bestimmte Fahrzeuggröße, hat Kunden und Kommentatoren immer wieder Probleme bereitet, seit der Wagen unter BMW-Ägide erstmals die Vier-Meter-Marke knackte. „Mini steht für ein bestimmtes Lebensgefühl“, meint denn auch folgerichtig der für die Marke zuständige BMW-Vorstand Peter Schwarzenbauer. Er sieht die Produkte nicht zuletzt als Wegbereiter von neuen Mobilitätslösungen. Der Manager berichtete anlässlich der Präsentation des neuen Countrymans von Testprojekten in den USA, wo private Pkw-Halter ihre Minis für die Benutzung durch andere in Car-Sharing-Projekten freigeben können.

Gefühle der Beengtheit waren es, die Kunden veranlassten, vom Hersteller mehr Platz für die nächste Countryman-Generation zu fordern. Dass der Zugewinn an Fahrzeuglänge nur zu gut einem Drittel dem Radstand und damit der Beinfreiheit der hinten Sitzenden zugute gekommen ist, hat verschiedene Ursachen. So musste zum Beispiel aufgrund der Vorschriften zum Fußgängerschutz die Fronthaube modifiziert werden. Flacher und länger ist sie geraten, ohne jedoch das typische Mini-Gesicht negativ zu prägen. Die Abkehr von den runden Scheinwerfergläsern wirkt ebenfalls harmonisch und stilkonform. Die Dachreling ist etwas prägnanter und der Bügel höher ausgearbeitet als beim Vorgänger, ebenso fällt das stärker akzentuierte Helmdach auf.

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